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Oberhavel Thérèse setzt auf Oranienburg und die Schönheit
Lokales Oberhavel Thérèse setzt auf Oranienburg und die Schönheit
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17:18 03.05.2017
Thérèse Lucas lebt mit der Familie in Oranienburg.
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Oranienburg

„Ich will mich nicht verstecken, sondern beweisen, dass ich etwas kann“, sagt Thérèse Cresson Lucas fast ein bisschen trotzig. „Hautfarbe ist nichts, jeder muss eine Chance haben“, sagt sie. Die 32-Jährige stammt aus Kamerun und lebt seit vier Jahren in Oranienburg. Im Schäferweg 16, auf dem Gewerbehof ihres Mannes Detlef Lucas, hat sie jetzt ihren kleinen Kosmetiksalon „Cadibeauty“ eröffnet. Ein Raum, liebevoll eingerichtet, in dem sich ihre Kundinnen wohlfühlen, entspannen und natürlich schöner, noch schöner nach Hause gehen sollen.

Ein paar Jahre lebte die vielsprachige Thérèse Lucas in Frankreich, wollte eigentlich Reisekauffrau werden „und Afrika vertreten“. In Berlin lernte sie ihren heutigen Mann Detlef Lucas aus Oranienburg kennen, der ein Straßenbauunternehmen hat und die Firma „Cadilike“. Mit seinem knallroten Cadillac-Cabrio-Oldtimer chauffiert er Brautpaare oder andere Ehrengäste an ihrem Ehrentag. Er riet seiner Frau, beruflich auf die Schönheit zu setzten. Thérèse absolviert die Berufsschule für Kosmetik in Berlin, bekam dort sehr viel Lob und Anerkennung und arbeitete anschließend unter anderem bei Beautystudios in Bergfelde und Oranienburg, absolvierte Weiterbildungen. Nun möchte sie auf eigenen Füßen stehen.

„Ich bin ehrlich und lebhaft“, beschreibt sie sich. Der Job mit der Schönheit sei nicht ihr Traumberuf gewesen, „aber ich habe ihn lieben gelernt und mache ihn mit Herz. Meine Philosophie: Mir sind fünf zufriedene Kundinnen lieber als zehn und mehr am Tag“, sprudelt es aus ihr heraus.

Von 9 bis 21 Uhr ist sie für sie nach Voranmeldung da. Dazwischen umsorgt sie ihre beiden Kinder, die die Comeniusgrundschule beziehungsweise eine Kita in Oranienburg besuchen. Ihre Mutti halte ihr dabei den Rücken frei. „Vor allem bügelt sie“, sagt Thérèse erleichtert und lacht.

Als Kosmetikerin schwört sie ausschließlich auf Produkte der französischen Firma Sothys. Ob Make-up, Wimpernverlängerung, Wachsen, Handmassage, Fußpflege oder Make-up für den großen Auftritt – „ich nehme mir Zeit“. Für Dinge wie Körpermassage oder Permanent-Make-up hole sie sich auch Fachkollegen dazu. Der Beruf habe sie sehr verändert, gesteht die 32-Jährige: Sie sei ruhiger geworden, könne gut zuhören, manchmal sei man auch „ein bisschen Psychologin. Ich möchte aus jedem ein Lächeln herauslocken und dass bald viele sagen: Bei der Kosmetik, da gehe ich zu Thérèse. Es ist für mich eine Freude zu sehen, wie sich die Ausstrahlung der Menschen nach einer Behandlung bei mir verändert.“

Bald möchte sie ihr kleines Beautystudio im Schäferweg noch vergrößern, etwas für Kinder anbieten, wie Zöpfe flechten und Produkte vom afrikanischen Kontinent, wie ganz besonders duftende Seifen. „Das ist jetzt hier mein Dorf, mein Zuhause, ich möchte mich hier integrieren und freue mich auf meine Kunden. Ich hoffe, sie finden mich im Schäferweg.“

Von Heike Bergt

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