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Oberhavel Tierfreunde müssen Gnadenhof räumen
Lokales Oberhavel Tierfreunde müssen Gnadenhof räumen
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12:25 29.04.2014
Süßes Kerlchen: Auch einem kleinen Waschbären wurde auf dem Gnadenhof geholfen. Quelle: MAZ/Archiv
Lehnitz

„Wir sind aus allen Wolken gefallen“, sagt Axel Kleinig vom Gnadenhof. Zwar habe man durchaus gewusst, dass Nachbarn über das Tierasyl im Wohngebiet verärgert waren. Mit einem Verbot des Hofs hatte jedoch keiner gerechnet. „Da muss sich eine Menge Wut aufgestaut haben.“

Nach Darstellung des Kreises schritt die Bauaufsicht ein, weil die Betreiber des Gnadenhofes keine Baugenehmigung für die Tierauffangstation hatten. Das aber, so Kreissprecher Ronny Wappler, sei notwendig gewesen. Offenbar hatten die Mitarbeiter der Bauaufsicht den Hof schon seit längerem im Visier. Bereits im September hatten sie ihm einen Besuch abgestattet. Damals allerdings seien „weder neue baulichen Anlagen noch eine größere Anzahl von Tieren festgestellt worden“, so Wappler. Nachdem sich Nachbarn Mitte April erneut über Lärm und Gestank beschwerten, fuhr die Bauaufsicht wieder nach Lehnitz – und verbot den Betrieb.

Die Tierfreunde vom Gnadenhof suchen jetzt nach einer neuen Bleibe. Gegen das Verbot des Landkreises wollen sie sich nicht weiter wehren. „Wir versuchen, positv nach vorn zu blicken“, sagt Kleinig. Ein Ausweichgrundstück haben sie allerdings noch nicht in Aussicht.

Die ehrenamtlichen Helfer der Auffangstation haben einen Teil der Tiere bereits in Pflegestellen untergebracht – ein Dachs, einige Waschbären, Stinktiere und neun Hunde siedelten bereits in Ausweichquartiere über. Lediglich einige Kaninchen und ein Vogelschwarm sind noch da. Die etwa 50 Sittiche und Papageien seien an ein Leben im Schwarm gewöhnt, so Kleinig. Sie sollen nach Wunsch der Tierfreunde nicht wieder in einzelnen Kleinkäfigen gehalten werden.

Kleinig bedauert das vorläufige Aus für den Hof. „Wir haben eigentlich immer gut mit den Ordnungsämtern und der Polizei zusammengearbeitet und bei der Wildtierrettung geholfen“, sagt er. Der Hof habe viele Tiere aufgenommen, die niemand anders nehmen wollte – auch behinderte Tiere. Zwischenzeitlich lebten bis zu 120 Hunde, Katzen, Papageien und andere Tiere auf dem Hof.

Von Frauke Herweg

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