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Oberhavel Tierparkchef Eichholz platzt der Kragen
Lokales Oberhavel Tierparkchef Eichholz platzt der Kragen
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00:20 27.11.2017
Der Tierpark Germendorf hat noch immer keine Busanbindung. Quelle: Enrico Kugler
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Germendorf

„Das gibt’s doch gar nicht“, ist Torsten Eichholz richtig sauer. Seit langem macht er sich stark dafür, dass der Linienbus bis zum Tierpark verlängert wird. Denn bisher müssen die Besucher, die den ÖPNV nutzen, an der Ampelkreuzung an der Dorfstraße aussteigen und die mehrere hundert Meter lange Strecke bis zum Park nach oben laufen.

Auch in Nahverkehrsplan 2017 bis 2021 kein Halt vorgesehen

„Die Vierjährigen sind doch schon vollkommen kaputt, wenn sie hier ankommen“, sagt Eichholz. Noch schlimmer ist es für Rollstuhlfahrer, die brauchen eine Stunde den Berg hinauf. Eichholz hatte deshalb innerhalb von nur sechs Wochen 1478 Unterschriften von Besuchern gesammelt, die ihm in seinem Ansinnen unterstützten. Vom Ortsvorsteher bekommt Eichholz große Unterstützung.

Gestern hielt der Tierparkchef nun ein Schreiben des Oranienburger Bürgermeisters in der Hand, der ihm leider mitteilen musste, dass auch der für 2017 bis 2021 gültige Nahverkehrsplan für den Landkreis Oberhavel keine Busanbindung des Tierparks vorsieht. „Es ist ärgerlich, dass eine Verbesserung der Erreichbarkeit des Tierparks mit dem ÖPNV für den Landkreis Oberhavel keine Rolle spielt“, schreibt Laesicke.

Die Stadt hatte bereits zahlreiche Anfragen und Stellungnahmen an den Kreis geschickt. Laesicke will weiter Druck machen, damit der seit Jahrzehnten kaum veränderte ÖPNV eine deutlich höheren Stellenwert bekommt. Die Stadt könne nicht alle kreislichen Aufgaben übernehmen. Doch das Anliegen von Eichholz wird auf jeden Fall eine Rolle spielen, bei dem Konzept zur Verbesserung des städtischen ÖPNV-Angebotes, das die Stadtverordneten noch in diesem Jahr auf den Weg bringen wollen. Hans-Joachim Laesicke wird die Unterschriftenliste gerne an die Kreistagsabgeordneten weiterleiten.

Torsten Eichholz will auch weiter kämpfen. „Unsere Unterschriftenaktion geht auch weiter“, kündigte der Tierparkchef an. „Die Unterschriften übergeben wir dann an den neuen Bürgermeister.“ Langsam reicht es ihm aber. „Wenn der Kreis kein Geld dafür hat, dann holen wir uns selbst Leute, die der Kreis dann schulen kann, um Besucher zu transportieren“, schimpft Eichholz. „Dann kaufen wir uns eben selbst ein Transfer-Taxi und holen die Besucher aus dem Dorf ab“, meint er. „Damit es nur nicht zu teuer wird für den Landkreis“, schiebt er sarkastisch hinterher.

Von Andrea Kathert

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