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Oberhavel Tipps für Stil und Etikette in Velten
Lokales Oberhavel Tipps für Stil und Etikette in Velten
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06:40 13.08.2014
Zum Monatsende schließt Barbara Ehlert die Dixi-Moden. Als Stilberaterin wird die Geschäftsfrau jedoch weitermachen. Quelle: Enrico Kugler
Velten

Mit der Boutique in der Viktoriastraße 19 geht innerhalb kurzer Zeit ein weiteres traditionsreiches Geschäft in der Veltener Innenstadt verloren. Nachdem der Spielwarenladen Tornow bereits geschlossen hat und Angelika Sirk die Schwanen-Drogerie Ende September aufgibt.

Der Entschluss, das Kapitel Dixi-Moden zu beenden, reifte schon im vorigen Jahr. „Aber es ist mit viel Herzblut verbunden“, sagt die Geschäftsfrau. „25 Jahre kann man nicht so einfach beenden.“
Im Wendejahr 1989 hatte sie endlich die Gewerbeerlaubnis bekommen. Davor hieß es immer, so etwas wie eine Boutique werde hier nicht gebraucht. „Es war immer mein Traum, ein Geschäft zu haben, in dem es das gibt, woran es zu DDR-Zeiten mangelte“, erzählt Barbara Ehlert. Am 10. März 1990 konnte sie ihren Mode- und Geschenkeladen eröffnen. „Die Leute standen Schlange“, erinnert sich Barbara Ehlert. Die Stoffe für die in Heimarbeit produzierten Kleidungstücke holten sie und ihr Mann mit Trabi und Anhänger aus Textilbetrieben in Thüringen – Reste mit kleinen Mängeln. In Wittstock wurden für C&A Jogginganzüge genäht. Aus kleinen Reststücken zauberte man in Velten Jogginganzüge für Kinder mit tollen Applikationen.

Als die D-Mark kam, wurde einiges anders. Dixi-Moden konzentrierte sich auf Damenmoden, erweiterte sogar die Verkaufsfläche. „Velten war Anfang der 1990er-Jahre im Aufschwung“, sagt Barbara Ehlert. Doch ausgerechnet die Sanierung der Viktoriastraße brachte den ersten großen Einbruch. Monatelang war die Straße gesperrt, die Kunden blieben weg. „Wir haben hier eine schöne Innenstadt mit hübschen Häusern, auch der Markt ist schön angelegt“, gibt Barbara Ehlert zu bedenken. „Doch die Zeiten haben sich geändert. Die Leute bestellen im Internet oder fahren in große Einkaufszentren.“

Problemfall Innenstadt

Die Veltener Innenstadt ist bereits seit Jahren von Leerstand betroffen. In der Viktoriastraße und am Markt gibt es freie Gewerberäume.
Am Markt zogen Meyer-Beck und Aldi aus den zu kleinen Verbrauchermärkten aus. In den ehemaligen Aldi-Markt will jetzt die Drogeriekette Rossmann aus einer benachbarten Immobilie umziehen.
In der Poststraße wurde der leerstehende Krause-Markt im Vorjahr abgerissen. Dort entsteht ein Neubau von Thomas-Philipps-Sonderposten.
Pläne der Stadt für ein Einkaufszentrum zwischen Ofenstadthalle und Markt liegen derzeit auf Eis. Über das weitere Vorgehen soll in einem öffentlichen Diskussionsverfahren entschieden werden.
Pro Velten, stärkste Fraktion im Stadtparlament, lehnt das Einkaufszentrum entschieden ab.

Barbara Ehlert will deshalb den Neuanfang wagen. Wenn sie die Dixi-Moden schließt, soll es mit der Stil- und Etiketteberatung weitergehen. Die Ausbildung zur Stylistin hatte sie bereits vor acht Jahren absolviert und seither vielen Kunden praktische Tipps vermitteln können. Auch einige Männer waren unter den Kunden, selbstständige Unternehmer, Bankangestellte, sogar ein Bundestagsabgeordneter. „Gerade wenn man in einen neuen Arbeitsbereich kommt, möchte man sich sicher fühlen“, beschreibt sie die Beweggründen für die Beratung, die sie als Dozentin auch für Firmen und die Arbeitsagentur erteilt.

In den schönen alten Geschäftsräumen in der Viktoriastraße, in denen um 1880 die Tabakhandlung Ehlert eröffnet worden war, wird künftig auch eine kleine Galerie entstehen. Tochter Julia Romana Ehlert will dort ihre Arbeiten ausstellen. Die Logopädin ist angesteckt vom Oldtimer-Hobby ihrer Eltern und hält die musealen Autos ebenso im Bild fest wie Landschaften und kleine Szenen.

Von Ulrich Bergt

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