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Oberhavel Tonentdecker mit ruhigen Händen
Lokales Oberhavel Tonentdecker mit ruhigen Händen
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00:29 28.03.2018
Museumsleiterin Nicole Seydewitz hat ein ruhiges Händchen beim Bemalen der Keramik. Quelle: Robert Roeske
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Velten

Eigentlich waren Monika Illenseer und Sabine Gröner schon glücklich, weil sie hübsche Sachen von HB-Keramik gefunden hatten. Dass sie in der Tonentdecker-Werkstatt auch noch einen Workshop mitmachen konnten, freute die beiden Frauen aus Berlin besonders.

Die Ofen- und Keramikmuseen Hedwig-Bollhagen nahmen am Wochenende zum ersten Mal am Europäischen Tag des Kunsthandwerks teil, der bereits seine fünfte Auflage fand. „Wir dachten, da passen wir genau rein“, sagte Nicole Seydewitz, Leiterin der Museen. Bundesweit wird dieser Tag beworben. Alle, die sich dem Kunsthandwerk verschrieben haben, können teilnehmen. So wie auch Niki Spies aus dem Oderbruch, der bei Hedwig Bollhagen gelernt hatte. Selbst Tischlereien machen bei diesem

Monika Illenseer (M.) und Sabine Gröner (r.) lassen sich gern von Nicole Seydewitz erklären, wie die Keramik am besten bemalt wird. Quelle: Robert Roeske

Kunsthandwerker-Tag mit.

Nicole Seydewitz nahm sich am Sonnabend selbst Zeit, um die Besucher in die Geheimnisse der Keramikmalerei einzuführen. In der lichtdurchfluteten Werkstatt, die Ateliercharakter hat, stand alles bereit: die geschrühten Schalen, die chinesischen Pinsel mit den Bambusgriffen und den speziellen Borsten, die Farben und Glasuren. Als Ideengeber lagen Farbproben und Muster für Dekore auf dem Tisch.

Die ein Mal gebrannte Ware war schnell glasiert, der Ton nimmt die Feuchtigkeit nach dem ersten Brennen noch gut auf. „Die Müslischalen bieten viel Fläche, um kreativ zu sein“, sagte die Museumsleiterin. Wer Becher und Tassen bemalen will, bräuchte schon ein wenig Übung. Mit sicherer Hand führte Nicole Seydewitz ihren Pinsel, drehte ganz entspannt die Rändelscheibe. „Das entschleunigt total“, sagte sie. Man könne auch am Ergebnis sehen, wie man an dem Tag selbst drauf war.

Alles, was die Tonentdecker für den Workshop brauchten. Quelle: Robert Roeske

Monika Illenseer und Sabine Gröner waren auf jeden Fall gut drauf. Sie hatten eine Menge Spaß beim Bemalen. Die eine entschied sich für eine Farbkombination aus blau und gelb, die andere für schwarz. „Oh, ich bin selbst zufrieden mit meinem ersten Pinselstrich“, lachte Monika Illenseer.

25 Besucher haben Platz in der Werkstatt

Die Tonentdecker-Werkstatt hat Platz für etwa 25 Besucher. Dort werden Workshops abgehalten mit Kindern, Schülern und Erwachsenen. Es wird gezeigt, wie mit Ton zu modellieren ist, die Besucher lernen verschiedene Aufbautechniken kennen. Aber das Atelier kann auch für individuelle Angebote genutzt werden. „Es wird auch gerne für Geburtstage gemietet“, sagte Nicole Seydewitz.

Das ist eine Arbeit der Schüler des Bollhagen-Gymnasiums. Quelle: Robert Roeske

Es herrscht eine besondere Atmosphäre in der Werkstatt. Ein Hauch von Hedwig Bollhagen ist zu spüren, in den Regalen sieht es nach Arbeit aus, und an den Wänden hängen die Arbeiten der Schüler des Bollhagen-Gymnasiums, die regelmäßig ihre Projektwochen in der Werkstatt abhalten.

„Ich bin richtig froh, dass ich das hier machen kann“,sagte Monika Illenseer am Sonnabend, nachdem ihr auch die nächsten Pinselstriche gut gelungen waren. Sie wollte ihrer Tochter ohnehin eine neue Müslischale schenken, weil ihre zu Bruch gegangen war. Nun wird es sogar ein sehr persönliches Ostergeschenk.

Von Andrea Kathert

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