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Topfgucker in der Schauküche

Altglobsow Topfgucker in der Schauküche

Auf dem Biohof Kepos in Altglobsow wurde am Sonnabend die Manufaktur „Drei Jahreszeiten“ eröffnet. Vom Feld kommen die zutaten und aus der neue Schauküche die selbst gemachten Fruchtaufstriche, Liköre und Säfte der Jungunternehmer Leo Tiede und Susanne Ludwig.

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Leo Tiede und Susanne Ludwig an der Café-Bar. Viele Gäste und Freunde kamen mit besten Wünschen zur Eröffnung der Manufaktur.

Quelle: Uwe Halling

Altglobsow. Aus der kleinen Marmeladenküche in Omas Keller kamen die ersten Kostproben – seit Samstag wird auf größerer Flamme gekocht. Auf dem Biohof Kepos in Altglobsow eröffneten die Menzer Leo Tiede und Susanne Ludwig die Manufaktur „Drei Jahreszeiten“, mit einer Schauküche, einem kleinen Hofladen mit selbst gemachten Produkten und einem eigenen Café. 28 Freunde und Helfer unterstützten neben Kooperationspartner Frank Rumpe das Frühlingsfest der Jungunternehmer. Oma Renate Köpp aus Herzberg backte blecheweise Kuchen, die Mütter Andrea Ludwig und Evi Tiede schälten Möhren und Zwiebeln, auf dem Hof gab es Gutes vom Grill und eine Führung durch die Gewächshäuser. Alle sind stolz auf die Kinder. „Toll, wie sich das alles ergeben hat. Wir helfen gerne, wo wir können“, sagte Andrea Ludwig.

Vor mehr als zwei Jahren war das Sammeln von Blaubeeren oder Holunder und das anschließende Einkochen noch ein Hobby, mit dem sich Leo Tiede und Susanne Ludwig ein bisschen Geld nebenbei verdienen wollten. Ihre „Menzer Naturprodukte“ kamen dann aber so gut an, dass sie von der Nachfrage förmlich überrollt wurden. Inzwischen sind ihre Fruchtaufstriche im regionalen Handel erhältlich. Sie waren auf der Grünen Woche in Berlin und anderen Messen sowie Märkten erfolgreich.

Mit der Manufaktur erfüllen sich die beiden einen Traum und liefern ein Paradebeispiel für die Entwicklungsmöglichkeiten im ländlichen Raum. Den unternehmerischen Mut und die Vorliebe für naturbelassene Produkte haben sie mit dem Schweizer Landwirt Frank Rumpe gemein, der vor wenigen Jahren ein Grundstück an der Seestraße in Altglobsow erwarb und dort einen Biohof aufbaute. Mit einer Streuobstwiese für alte Sorten sowie Gemüse für Selbstwerber und regionale Küchen wie die der Jugendherberge in Fürstenberg. Für sein Gartenbaustudium wollte Leo Tiede ein Praktikum bei Kepos absolvieren. So kam eins zum anderen. Aus den Gewächshäusern kommen jetzt auch einige Zutaten für die Brotaufstriche, Säfte und Liköre der kleinen Manufaktur. „Wir haben 550 Rhabarberpflanzen gesetzt, es gibt viel Platz für Kürbis und wir haben die Erdbeeren erweitert“, sagte Frank Rumpe, der am Samstag auch durch die neuen Ferienwohnungen auf dem Hof führte. In dem Niedringenergiehaus, das in kürzester auf dem höchsten Punkt im Dorf errichtet wurde, gibt es moderne Zimmer für Radfahrer auf der Durchreise und für Urlauber. Ursprünglich sollte im Erdgeschoss eine Eierpackstation eingerichtet werden. Die Auflagen dafür waren aber zu hoch. Deshalb bot Rumpe den Menzern für Hofladen und Küche die Räume an. Dort kommen in großen Kesseln Mirabelle und Apfel zusammen, Holunder, Vanille, Aronia und auch Quitte. Das Hofprojekt soll weiter wachsen. Gemeinsam wollen die Unternehmer ein Café im Stechlinsee-Center Neuglobsow bewirtschaften. Die Verträge mit dem Betreiberverein sind unterzeichnet.

Von Cindy Lüderitz

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