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Torhorstschule in Oranienburg wird umgebaut

Neue Lernlandschaft Torhorstschule in Oranienburg wird umgebaut

An der Walther-Bothe-Straße in Oranienburg soll aus einem H-förmigen DDR-Typenbau ein moderner Schulkomplex mit Glasfassade entstehen. Momentan laufen die Planungen. Das bestehende Gebäude soll ergänzt werden, erhält eine neue Mitte mit einer Lernlandschaft. Auch der Bau einer Drei-Feld-Sporthalle ist vorgesehen. Gebaut wird wahrscheinlich 2017 und 2018.

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Eingangsbereich der Schule mit gläserner Fassade an der Walther-Bothe-Straße.

Quelle: Petzi+Petzi Architekten

Oranienburg. Viel Lärm und Staub kommen auf Schüler und Lehrer der Torhorst-Gesamtschule an der Walther-Bothe-Straße in Oranienburg zu. Denn ab 2017 wird anderthalb Jahre lang bei laufendem Schulbetrieb gebaut. „Wir beißen gerne zwei Jahre lang in den sauren Apfel, weil wir danach eine tolle Schule bekommen“, sagte Schulleiterin Manuela Brüssow am Montag in der Sitzung des kreislichen Bildungsausschusses. Dort wurde das Neu- und Umbauprojekt der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe das erste Mal vorgestellt.

Das 1982 fertiggestellte Schulgebäude ist ein H-förmiger DDR-Bau vom Typ „Erfurt“. Dieser Baukörper hat keinen richtigen Eingang, stattdessen zehn Ein- und Ausgänge. Eine Aufgabe für die Architekten bestand deshalb darin, eine schulische Mitte zu schaffen. Außerdem sollen die Anzahl der Fach- und Klassenräume erhöht werden und zusätzliche Angebote entstehen. So zum Beispiel eine Mensa, Cafeteria, ein Spiegelsaal für das Fach Darstellendes Spiel, Bibliothek, ein zentraler Aufenthaltsbereich für die Lehrer. Außerdem ist der Neubau einer Dreifeldturnhalle geplant. Im Außenbereich sind eine 100-Meter-Bahn eine 400 Meter lange Laufbahn ohne Rundkurs, eine Kugelstoßanlage, zwei Kleinspielfelder, eine Gymnastikwiese auf einer Fläche von 600 Quadratmetern, eine Weitsprunganlage mit drei Bahnen, eine Hochsprunganlage und eine Beachvolleyballanlage vorgesehen. Die Torhorst-Gesamtschule mit derzeit 829 Schülern ist stark angefragt, hieß es im Fachausschuss. Die Schule soll weiterhin sechszügig in den Klassenstufen sieben bis zehn und dreizügig in den Klassen elf bis 13 geführt werden.

Am europaweiten Ausschreibungsverfahren zur Ermittlung der Architekten hatten sich 16 Interessenten beteiligt. Sieger wurde das Oranienburger Büro „Petzi+Petzi“, das sich in Oberhavel mit etlichen Schul- und Kitabauten sowie dem Hedwig-Bollhagen-Museum in Velten einen Namen gemacht hat. Wie Jens Petzi erläutert, soll das H des jetzigen Gebäudekörpers im Erdgeschoss zu einem Quadrat ergänzt werden. Der Fachraumtrakt wird um ein Geschoss aufgestockt. Der Haupteingang der Schule entsteht an der Walther-Bothe-Straße, und im Erdgeschoss ist als zentrales Element geplant: die „Lernlandschaft“. Dieser offene Raum zwischen den beiden Klassentrakten umfließt den Fachraumtrakt. Wie in einer Landschaft bilden sich unterschiedliche Wege, Plätze und Räume mit Terrassen und Sitzstufen. Arbeitsplätze für Schüler, eine Cafeteria und die Aula reihen sich entlang der Landschaft.

Die reinen Baukosten in Höhe von rund 14 Millionen Euro empfanden die Ausschussmitglieder als „sportlich“ niedrig. Man nehme die Architekten beim Wort, habe aber eine Reserve im Haushalt vorgesehen, hieß es von der Verwaltung.

Schulleiterin Brüssow schloss nicht aus, dass es für einige Klassen während der Bauphase Unterricht am Nachmittag geben könnte. Auch Schule in Containern werde diskutiert.

Von Marion Bergsdorf

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