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Oberhavel Totes Baby in Berlin: Spur führt nach Oberhavel
Lokales Oberhavel Totes Baby in Berlin: Spur führt nach Oberhavel
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19:07 14.01.2016
Blick auf die Babyklappe des Vivantes-Krankenhauses in Berlin-Neukölln. Quelle: dpa
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Hennigsdorf

Die Berliner Polizei hat in dieser Woche erneut Spürhunde im Landkreis Oberhavel eingesetzt, zuletzt am vergangenen Mittwoch im Bereich Hennigsdorf und Velten. Dies steht im Zusammenhang mit Mordermittlungen zu dem toten Baby, das am Silvestertag in der Babyklappe des Krankenhauses Berlin-Neukölln abgelegt worden war (MAZ berichtete). Dabei geht es derzeit vor allem um die Frage, woher das Kind stammt. „Mit Geruchsproben von der Babyklappe wurden die Mantrailerhunde seit dem 4. Januar darauf angesetzt, den Weg zurück zu verfolgen“, sagte Polizeisprecherin Patricia Brämer. Ziel sei es, die Mutter oder die Person zu finden, die das Kind in die Babyklappe gelegt hat. Oder den Ort, wo das Kind eingepackt oder vielleicht sogar geboren wurde. Und diese Spur führte bislang nach Oberhavel. Da diese noch nicht vollständig zurückverfolgt wurde, könnte es noch weitere Einsätze geben, sagt die Polizeisprecherin.

Zeugen wollen ein Auto in der Nähe des Ablageorts gesehen haben

In der Nacht zum 31. Dezember hatte das Fachpersonal des Krankenhauses kurz vor 2 Uhr das nicht fachgerecht entbundene und unbekleidete Mädchen in einer Babyklappe gefunden und sofort mit der Reanimation begonnen. Diese blieb jedoch erfolglos. Die Ermittlungen der 8. Mordkommission konzentrieren sich zunächst auf ein Fahrzeug, das Zeugen zu diesem Zeitpunkt in der Nähe des Ablageortes beobachtet hatten. Die Obduktion ergab, dass das 56 Zentimeter große Mädchen voll entwickelt und lebensfähig war. Es wurde nicht fachgerecht abgenabelt und wog etwa 3400 Gramm.

Die Polizei bittet die Einwohner von Oberhavel um Mithilfe

Die Mutter des Säuglings und Personen, welche die Mutter kennen, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Mordkommission bittet die Berliner und Brandenburger Bevölkerung um Mithilfe und fragt: Wer hat in der Nacht vom 30. zum 31. Dezember 2015 Beobachtungen im Bereich des Krankenhauses Neukölln gemacht? Wer kennt eine Frau, die schwanger war und nun kein Baby hat? Welche Frau war ab dem 30. Dezember 2015 wegen möglicher Beschwerden, die auf eine nicht fachgerechte Geburt hindeuten, in ärztlicher Behandlung? Wer kann sonstige Hinweise zu der Kindesmutter geben?

Hinweise nimmt die 8. Mordkommission des Landeskriminalamtes Berlin in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer 030/46 64 91 18 88 entgegen. Für Informationen steht jedoch auch jede andere Polizeidienststelle zur Verfügung.

Mehrere Sucheinsätze seit dem 4. Januar

Sucheinsatz Seit dem 4. Januar gab es mehrere Sucheinsätze mit privaten Hunden. Mantrailerhunde – Personenspürhunde – waren am 7. Januar entlang der Autobahn 111 in Höhe der Anschlussstelle Stolpe für die Ermittlungen eingesetzt. Dafür war die A 111 gegen 10.30 Uhr für eine Viertelstunde in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt worden. Die Spur führte weiter bis in den Raum Hennigsdorf und Velten, auf den sich die Suche aktuell konzentriert. Am Mittwoch waren die Tiere unter anderem im Bereich der Berliner Straße in Hennigsdorf im Einsatz, sagte Patricia Brämer. Die Hundeführer seien ab zirka 10.30 Uhr im Einsatz gewesen und mussten die Suche kurz nach 15 Uhr witterungsbedingt abbrechen. Am Donnerstag habe es zunächst keine weiteren Einsätze gegeben.

Von Helge Treichel

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