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Trauerfeier für den Ehrenbürger

Germendorf Trauerfeier für den Ehrenbürger

Gleich neben dem großen Saurierpark fand am Donnerstagvormittag die Trauerfeier für den Gründer und Eigentümer des Tier- und Freizeitparks, Horst Eichholz, statt. Er war am 17. Mai im Alter von 84 Jahren gestorben. Mehr als 250 Gäste erwiesen ihm die letzte Ehre.

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Der Tierparkchef hinterlässt seine Ehefrau Lieselotte, drei Söhne, zwölf Enkel und fünf Urenkel.Trauer auch bei den 35 Mitarbeitern.

Quelle: Heike Bergt

Germendorf. In seinem Park war am Donnerstagmorgen eigentlich alles wie immer. Und Horst Eichholz hätte es so gewollt: Familien, Kindergruppen und Ausflügler strömten zu Hunderten hinein, um sich einen schönen Tag zu machen mit Picknick am See, um sich die Tiere anzusehen oder die lebensgroßen Saurierfiguren. Gestern bei freien Eintritt. Wer wollte, konnte spenden für den Tier- und Freizeitpark.

Gleich neben dem Saurierpark fand um 10 Uhr die Trauerfeier für den Begründer, Erbauer und Eigentümer der Anlage statt: Horst Eichholz war am 17. Mai im Alter von 84 Jahren gestorben. Mehr als 250 Menschen aus dem Ort, der Kommunalpolitik, Geschäftspartner, Freunde und Tierfreunde erwiesen ihm die letzten Ehre, trugen sich ins Kondolenzbuch ein. Horst Eichholz hinterlässt eine große Familie, seine Ehefrau Lieselotte, die drei Söhne Hans-Dieter, Peter und Torsten, zwölf Enkel und fünf Urenkel. Alle gestern in tiefer Trauer vereint.

In seiner Trauerrede erinnerte Lutz Saalmann an den charismatischen, streitbaren, geschäftstüchtigen und vor allem die Kinder liebenden Mann. Legendär: sein spitzbübisches Lächeln. „Er hat in seinem Leben mehr gelebt, als es andere je schaffen“, beschrieb der Trauerredner den aktiven Mann, „der eigentlich keine Zeit hatte, zu sterben, weil ihn noch unzählige Ideen umtrieben“.

Eichholz war bekannt wie ein bunter Hund, ein findiger Kaufmann, eine ehrliche Haut, dem man nichts abschlagen konnte, ein Unternehmer und Macher, beschreiben ihn Freunde. „Er war schon ein rechter Springinsfeld“, sagte seine Frau über ihn. Und er wagte immer neue Abenteuer. Wie den Aufbau des Tier- und Freizeitparks, den er seiner Frau Lieselotte, seiner großen Liebe, gewidmet hat. „Ich würde meinen Mann sofort noch einmal heiraten“, hat sie einmal gesagt. Was für eine Liebeserklärung. Und Horst Eichholz war ein Opa mit dem größten Spielplatz der Welt. Er selbst habe sich wenig gegönnt, lieber mal mit Freunden bei einem zünftigen Skat zusammengesessen. Und als Ausgleich auch gern zu Wolle und Stricknadeln gegriffen. Stets liefen Fernseher in allen Zimmern: Für Horst Eichholz waren Dokumentationen über Tiere und Natur Ideengeber für den eigenen Park.

Nachmittags, nach getaner Arbeit, sei der 84-Jährige durch den Park gefahren, habe das Lebenswerk genossen und sich vor allem über die Kinder gefreut. „Er arbeitete lieber an seinem Werk als darüber zu reden“, fasste es Saalmann zusammen.

Peter Orloff und der Schwarzmeer-Kosaken-Chor sorgten mit Schuberts Ave Maria oder der Titelmusik von Doktor Schiwago für Gänsehautmomente. Musik, die Horst Eichholz, besonders liebte.

Die Urne mit seinen sterblichen Überresten wurde im Anschluss an die Trauerfeier im Familienkreis beigesetzt. Auf einer Insel im Park.

Von Heike Bergt

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