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Traum in Weiß

Hochzeitsmesse in Gransee Traum in Weiß

Das Auswärtsspiel der Granseer Hochzeitsmesse im Ziegeleipark ibn Mildenberg war ein Erfolg. Mehr als 400 Besucher ließen sich von den Ausstellern inspirieren. Der schönste Heiratsantrag wurde gekürt, bei dem Schnee eine wichtige Rolle spielte.

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Die Brautkleider und Anzüge wurden am Sonntag zweimal vorgeführt.

Quelle: UWE HALLING

Mildenberg. Es gab nicht das geringste Vorspiel: Wer den Ringofen II am Sonntag betrat, bekam die volle Wucht Hochzeitsflair schon beim Türöffnen zu spüren: „Herzlich willkommen auf der Hochzeitsmesse“, empfing Olaf Peter die Gäste in Frack und Zylinder. Blumengestecke, Standesamt, Schmuck – die Gäste tauchten sofort ein in die Heiratswelt. Und dann diese stilvoll und aufwendig dekorierte Lokalität. „Ein traumhaftes Ambiente“, befand Wolfgang Schwericke, stellvertretender Amtsdirektor des Amtes Gransee über die große, von Holz (Balken, Bretter) geprägte Ausstellungsfläche. Zum ersten Mal fand die Granseer Hochzeitsmesse im Ziegeleipark statt. Wenn sich deren Leiter Roy Lepschies, sein gesamtes Team und der Wirt vom Alten Hafen, Stefan Tiepmar, nicht als Ausrichter und Veranstalter – gemeinsam mit der Regio Nord – gemeldet hätten, wäre die neunte Ausgabe ins Wasser gefallen. „Da wären wir schön dumm gewesen, wenn wir nicht eingesprungen wären“, so Roy Lepschies.

Der Hingucker schlechthin waren am Sonntag erwartungsgemäß die beiden Schauen der Hochzeitsmode: weiße, galante und schick geschnittene Kleider, verschiedenfarbige, stylische und variantenreiche Anzüge wurde den Gästen auf der Bühne von aparten Models präsentiert.

Die Messe lebt aber auch von den Ausstellern. Mario Schulz vom Juwelier & Uhrmacher Schulz in Gransee ist einer derjenigen, die von Anfang an dabei sind. „Seit zweieinhalb Jahren geht der Trend bei den Ringen zu Rosé- und Weißgold. Diese Trends werden gesetzt, der Verbraucher spielt mit. Aber klassisch geht immer“, sagt der Experte. Was die Qualität betrifft, pendelten sich die Kunden „auf das Mittelmaß ein – keinen Mercedes, aber einen VW“. Und auch Uhren (Herren) sowie Kette oder Armband (Damen) würden gekauft werden. Einen leichten Anstieg bei den Hochzeiten stellt Rainer Lehmann, seit elf Jahren Standesbeamter der Stadt Zehdenick, fest. Warum das so ist, kann er sich auch nicht erklären. Im Ziegeleipark Mildenberg seien es jährlich 20 bis 30 Eheschließungen.

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Die neunte Auflage fand das erste Mal im Ziegeleipark Mildenberg statt. Ein traumhaftes Ambiente, wie die meisten der 411 Gäste und etwa 25 Aussteller befanden.

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Marco Kaiser besuchte die Messe aus eindeutigem Grund: „Ich möchte in diesem Jahr heiraten, am 9. März.“ Viel hat der Neustrelitzer noch nicht  zusammen; keine Ringe, keinen  Anzug. „Es ist ja noch Zeit“, sagt er mit einem Schmunzeln. „Die Feier soll im Kreis der Familie stattfinden. Macht man ja heute so.“ Ein Pärchen wollte sich  „nur  mal so“ umsehen. „Wir holen uns einen Eindruck von dem,  was es so gibt.“ Ihren Namen wollten die beiden lieber nicht  sagen, „es weiß noch keiner, dass wir heiraten“.

Reingeschaut haben gestern auch Erika und Gerd Senkbeil. „Unsere Enkelin heiratet im Juli. Sie war heute auch hier“, sagte Erika. Das Paar selbst brauchte die Anregungen, die bei der Messe gegeben wurden, nicht unbedingt: „Wir sind ja schon 54 Jahre verheiratet“, erklärte Gerd Senkbeil. Beide waren in den Jahren zuvor auch bei den Messen in Gransee.

Den Hauptpreis beim Wettbewerb um den besten Heiratsantrag gewannen Dennis und Andrea Fitzner. Und zwar deshalb: Dennis hatte nachts aus Schnee ein großes Herz gebaut und mit Farbe besprüht. Am Tage fuhren beide ins Schiffshebewerk nach Niederfinow, hinterließen ein Liebesschloss. Von Finowfurt flogen sie mit einer Cessna übers Schloss in ihrem Heimatort Rheinsberg, wo sie das Herz sah. Seit dem 21. Juni 2014 sind beide verheiratet. 2017 soll die kirchliche Trauung folgen – mit neuer Garderobe dank eines 500-Euro-Gutscheins vom Atelier Doro Hochzeits- und Galamoden.

411 Besucher wurden am Sonntag gezählt, die sich auf der Messe erkundigten. „Ein voller Erfolg“, so Roy Lepschies. „Damit hatten wir gar nicht gerechnet.“

Von Stefan Blumberg

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