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Trickbetrüger und falsche Beamte

Polizeibericht 10. April Trickbetrüger und falsche Beamte

Mehrere Arten von Betrügern waren am Wochenende im Kreis unterwegs. In Oranienburg wurde der „Enkeltrick“ versucht, in Hennigsdorf sieben Fälle von Amtsanmaßungen gezählt. Unbekannte Anrufer gaben sich als Beamte aus. Sie stellten sich als „Polizeiobermeister Schmidt“ oder „Polizeiobermeister Lehmann“ vor.

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Symbolfoto.

Quelle: dpa-Zentralbild

Oberhavel. Der Wachschutz des Fürstenberger Asylbewerberheimes verständigte am Freitag gegen Mittag aufgrund eines massiven Streits zwischen zwei Asylbewerbern die Polizei. Die Beamten konnten den Sachverhalt dann vor Ort beruhigen. Hintergrund war offenbar, dass ein 21-jähriger Syrer einem 20-jährigen Afghanen 100 Euro im Streit um einen Fahrradverkauf gestohlen hatte. Gegen den Syrer wurde ein Verfahren wegen Diebstahls eingeleitet.

Hennigsdorf: Falsche Beamte

Mindestens sieben Fälle von Amtsanmaßung aus den Ortslagen Hennigsdorf und Velten wurden am Sonntag zwischen 20.15 und 23.15 Uhr angezeigt.

Die Bürger erhielten in der Regel Anrufe mit einer manipulierten Telefonnummer 03302-110. Dann stellte sich der unbekannte Anrufer wechselnd als „Polizeiobermeister Schmidt“ oder „Polizeiobermeister Lehmann“ vom Polizeirevier Hennigsdorf oder aber als „Beamter der Kriminalpolizei“ vor. Während des Gesprächsverlaufes wies der Anrufer die Gesprächspartner darauf hin, sämtliche Fenster und Türen aufgrund von vermehrten Einbruchshandlungen in der Umgebung geschlossen zu halten. Weiterhin erkundigte sich der Anrufer in mindestens einem Fall über die Menge des zu Hause aufbewahrten Bargeldes und über den aktuellen Kontostand.

Es wurden zu allen Fällen entsprechende Strafverfahren gegen unbekannt eingeleitet. Ein direkter Schaden wurde bislang nicht gemeldet. Ähnliche Fälle gab es zuvor in Neuruppin, Oranienburg und Ostbrandenburg.

Hinzuweisen ist darauf, dass Anrufe von der Telefonnummer 110 nicht möglich sind. Die „110“ bewirkt lediglich eine technische Funktion, mit der Anrufer kostenfrei in die Leitstelle der für ihn zuständigen polizeilichen Einsatzleitstelle weiter geleitet wird. Selbst bei Rückrufen durch die Leitstelle würde deren telefonische Büroeinwahl angezeigt werden.

Nassenheide: Brandstiftung

Durch die Rettungsleitstelle wurde am Sonntag gegen 17.30 Uhr gemeldet, dass rechts der Bundesstraße 96 in Nassenheide ein Waldbrand entstanden ist. Die Feuerwehren Sachsenhausen und Oranienburg konnten mit insgesamt 16 Kameraden den Brand löschen. Der Anrufer konnte keine Personenbewegungen im Bereich der Brandausbruchstelle feststellen, jedoch geht die Feuerwehr von keiner Selbstentzündung aus. Es brannte eine Fläche von etwa 600 Quadratmetern. Der Brandort wurde fotografisch gesichert.

Oranienburg/Oberkrämer: Bettelnde Rumänen

Im Stadtgebiet Oranienburg sowie in der Gemeinde Oberkrämer kam es am Sonnabend gegen Mittag vermehrt zu Hausfriedensbrüchen durch Mitglieder von Familien rumänischer Herkunft. Die Personen betraten Grundstücke sowie Hausflure von Mehrfamilienhäusern, um augenscheinlich zu betteln. Mehrere Anzeigen wurden erstattet.

Durch Anwohner wurde zum Beispiel um 11.40 Uhr gemeldet, dass zwei Männer unberechtigt im Ortsteil Schwante, Mühlenweg, auf den Grundstücken waren und klingelten. Im Nahbereich konnten zwei Rumänen, auf welche die Personenbeschreibung passte, namentlich bekannt gemacht und überprüft werden.

Betroffen waren ebenso Anwohner der Mittelstraße, der Bernauer Straße, des Lindenringes und der Germendorfer Allee in Oranienburg sowie des Koppehofes in Vehlefanz.

Im Zusammenhang zu dem derartigen Sachverhalt in der Mittelstraße in Oranienburg wurde ein 22-jähriger Rumäne mit aktivem Haftbefehl (Ersatzfreiheitsstrafe) festgestellt. Aufgrund von 30 Tagessätzen zu je 15 Euro, die er nicht zahlen konnte, erfolgten eine Festnahme und die Verbringung in eine Justizvollzugsanstalt.

Im Regelfall werden die Personalien der festgestellten Personen überprüft und diesen dann ein Platzverweis ausgesprochen.

Vehlefanz: Trickdiebstahl

Am Sonntag gegen 16.30 Uhr klopften zwei ausländische Frauen an der Haustür einer 78-Jährigen Am Anger in Vehlefanz. Als diese öffnete, betraten Beide sofort die Wohnung. Während eine der Frauen die ältere Dame ablenkte, entwendete die Andere das Portemonnaie aus der Jacke der Geschädigten; Schaden: 500 Euro.

Eine Nahbereichsfahndung führte nicht mehr zum Feststellen der beiden Diebinnen. Ein Zusammenhang mit dem Vortag wird jedoch geprüft.

Schmachtenhagen: Enkeltrick-Versuche

Mindestens drei Fälle von Enkeltrick wurden am Freitag tagsüber angezeigt. Schwerpunkt war Schmachtenhagen. Ein unbekannter Mann rief gegen 10.30 Uhr bei einem Geschädigten an und gab sich als Enkel aus. Er forderte 18 300 Euro für ein neues Auto. Der Geschädigte gab dem Anrufer gegenüber an, dass er kein Geld zu Hause hat und dass der Enkel seinen Vater fragen soll. Der unbekannte Mann beendete daraufhin das Telefon und rief auch nicht noch einmal an.

Bei einer zweiten Geschädigten rief um 12 Uhr eine Frau an und gab sich als ihre Enkelin aus. Sie meldete sich mit dem echten Namen der Enkelin und von deren Freund und wollte 3000 Euro haben, um sich ein Auto zu kaufen. Die Angerufene ist nicht darauf eingegangen und hat nichts ausgemacht.

Die dritte Geschädigte erhielt auch einen Anruf von einer weiblichen Stimme, welche sich als Enkelin ausgab. Die Geschädigte reagierte prompt und entgegnete, dass sie nicht die Enkelin sein kann, diese würde sie sofort an der Stimme erkennen. Die weibliche Person versuchte die Dame kurz zu überzeugen, dies gelang ihr jedoch nicht und sie legte sodann auf. Ein Schaden wurde bislang nicht vermeldet.

Velten: Kletterer unterwegs

Unbekannte Täter verschafften sich am Freitag tagsüber offenbar zunächst durch Klettern Zutritt zum Hochparterre gelegenen Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Tobias-Christoph-Feilner-Straße. In weiterer Folge wurde die Terrassenscheibe zerstört; Schaden: 200 Euro. Ob die Täter in das Objekt gelangten und etwas entwendet wurde, kann derzeit nicht gesagt werden. Eine durchgeführte Spurensuche lieferte keine erkennbaren Anhaltspunkte für eine Sicherung.

Im Rahmen der Sachverhaltsschilderung wurde aber bekannt, dass der Wohnungsmieter bereits am Donnerstag in den Abendstunden eine ihm unbekannte männliche Person auf dem Balkon festgestellt hatte. Diese beschrieb er als klein mit kräftiger Statur und einem getragenen Basecap. Gemeldet wurde der versuchte Einbruch selbst am Sonnabend kurz nach Mitternacht.

Hennigsdorf: Einbruch beim Friedhof versucht

Zwei bisher unbekannte männliche Täter betraten am Sonnabend gegen 23.30 Uhr das Gelände des Waldfriedhofes und versuchten, die Aluminiumtür der Friedhofskapelle aufzuhebeln. Dies gelang nicht; Schaden: 100 Euro. Nachdem die Täter durch einen Zeugen bei der Tatbegehung entdeckt wurden, verließen sie das Gelände und flüchteten in einem PKW Renault Laguna, der zumindest ein OHV-Kennzeichen trug. Die Kripo ermittelt.

Freienhagen: Verdacht auf Brandstiftung

Durch einen Anrufer wurde am Sonnabend gegen 19 Uhr mitgeteilt, dass unter einer Hochspannungsleitung im Bereich Freienhagen/Malz ein Ödlandbrand ausgebrochen ist. In diesem Bereich sind bereits in der Vergangenheit vermehrt Brände dieser Art aufgetreten, am Sonnabend direkt neben der letzten Brandausbruchsstelle vom 25. März. Durch die Feuerwehren Oranienburg und Liebenwalde, welche mit 27 Kameraden vor Ort waren, konnte der Brand gelöscht werden. Hinweise auf die Brandursache sind nicht vorhanden, die Feuerwehr geht jedoch nicht von einer Spontanentzündung aus.

Von MAZonline

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