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Trio nach Prügelorgie verurteilt

Racheakt: Opfer mit Schädel-Hirntrauma im Krankenhaus Trio nach Prügelorgie verurteilt

Eine Prügelorgie hatte jetzt ein juristisches Nachspiel am Amtsgericht Oranienburg. Jerome N. wurde von den beiden am Donnerstag vor dem Schöffengericht sitzenden Angeklagten am Abend des 29. April 2012 so schwer zusammengeschlagen, dass er mit dem Rettungs hubschrauber zur Unfallklinik nach Berlin geflogen werden musste.

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Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

Oranienburg. Ausgangspunkt war ein Streit zwischen den drei Männern am Vormittag des Tattages. Andre D., einer der Angeklagten, sagte aus, dass er und seine fünfjährige Tochter zu der Zeit von Jerome N. mit dessen Hund, einem Rottweiler, bedroht worden waren.

Am Abend des gleichen Tages beschlossen Andre D. und der zweite Angeklagte Alexander W. den später Geschädigten zur Rede zu stellen. Dieser Jerome N., der sich vor seiner Wohnung in der Mittelstraße in Oranienburg aufhielt, sah das Trio kommen und versuchte, nichts Gutes ahnend, zu flüchten.

Alexander W. holte ihn ein und versetzte ihm einen Faustschlag ins Gesicht, worauf er zu Boden ging. Inzwischen war auch der 45-jährige Andre D. angekommen, bewaffnet mit einem Stock – das Opfer sprach von einem Tischbein. Mit diesem schlug der Oranienburger auf den am Boden Liegenden ein. Fußtritte von beiden folgten.

Jerome N. verlor das Bewusstsein und erwachte erst am nächsten Tag wieder mit einem Schädel-Hirntrauma, Prellungen an den Armen und am Oberkörper sowie einem verletzten Auge im Krankenhaus. „Das war ein Racheakt“, resümierte der Zeuge am Ende seiner Aussage.

Beide Angeklagten legten ein Geständnis ab und es gab auch keine Widersprüche zu ihren Einlassungen und der Aussage des 31-jährigen Jerome N. So konnte das Oranienburger Amtsgericht auf weitere Zeugen verzichten und die Beweisaufnahme schließen.

Der Staatsanwalt befand beide Angeklagten der gemeinschaftlich begangenen schweren Körperverletzung für schuldig und beantragte für Andre D. ein Jahr und drei Monate Freiheitsstrafe und für Alexander W. ein Jahr. Und weiter, beides sollte bei einer Geldauflage von 600 Euro für jeden zur Bewährung ausgesetzt werden, da sie zurzeit in soliden sozialen Verhältnissen leben.

Das Gericht schloss sich dem mit seinem Urteil an. Lediglich für den 32-jährigen Alexander W. gab es zwei Monate weniger, weil er damals seinen Kumpel von weiteren Stockschlägen abgehalten haben soll. hs

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