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Tunnel am Bahnhof kann gebaut werden

Gransee Tunnel am Bahnhof kann gebaut werden

Die Nachricht drang am Donnerstagabend fast nur am Rande durch: Der ewig diskutierte Tunnel am Bahnhof Gransee – offiziell: Bahnhofsunterführung – wir ab Sommer 2018 umgebaut. Die Vereinbarungen sind unterschrieben.

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So sieht es im Innern des Tunnels aus.

Quelle: Stefan Blumberg

Gransee. Das lange Warten hat ein Ende: Der Tunnel am Bahnhof Gransee kann ausgebaut werden. Nico Zehmke hielt sich diese Nachricht bis zum Schluss auf, ehe er am Donnerstagabend die Katze aus dem Sack ließ: „Die Vereinbarungen für das Bau- und Finanzierungsverfahren mit der Bahn sind unterschrieben.“ In der übernächsten Woche erfolge die Submission, so der stellvertretende Leiter des Fachbereiches I im Amt Gransee und Gemeinden, zu dem Bauen und Planen gehört.

„Jahrelang haben wir darum gekämpft“

Der Tunnel gilt seit Jahren als widerlicher Empfangsort für die Gäste der Stadt, die mit der Bahn anreisen. Von einem Bild des Grauens und ähnlichen Formulierungen ist schon sehr lange zu hören, weil der Tunnel verdreckt ist, für so manchen als Pissoir dient, unheimlich wirkt und nicht barrierefrei ist. Regelmäßig steht Wasser in der Unterführung. „Jahrelang haben wir darum gekämpft, um den Tunnel unter ordentlichen Verhältnissen zu öffnen. Ich hoffe, dass mit der Neugestaltung auch die Verunreinigungen aufhören“, lautete die erste Reaktion von Peter Gogol, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, auf diese erst wenige Tage junge Neuigkeit. Den Mitgliedern dieses Ausschusses gab Nico Zehmke die Info mit auf den Nachhauseweg.

Baubeginn soll voraussichtlich im Juli 2018 sein. Bis dahin hat die Bahn Zeit, um die Voraussetzungen für den Umbau zu schaffen. Dazu gehört auch die Berücksichtigung des Artenschutzes in dem Bereich. Der gesamte Eingangsbereich auf beiden Seiten wird großzügiger gestaltet. Auf der Westseite (zur Bahnhofsstraße) werde dazu auch Flächen benötigt, auf der sich aktuell Gärten befinden. „Diese Angelegenheiten sind geklärt“, sagt Nico Zehmke, zumal einige gar nicht mehr benutzt werden und verwildert sind. Noch unkomplizierter verhält es sich auf der Ostseite (Straße Am Güterbahnhof), weil die dortigen Flächen der Stadt gehören. Der Eingangsbereich auf beiden Seiten soll großzügig angelegt werden. Von Aufweitung ist die Rede. Auf jeder Seite werden Rampen integriert, sodass die Bahnunterführung barrierefrei zu überwinden ist. Außerdem werden auf der Westseite 44 überdachte Fahrradstellplätze geschaffen. Das sagen die Pläne, die Nico Zehmke kurz erläuterte, aus.

Es werden zirka 2,5 Millionen Euro investiert

Die Kosten für dieses große Projekt betragen etwa 2,5 Millionen Euro. 75 Prozent werden davon gefördert. Die Finanzierung ist Sache der Stadt, die Hoheit über die Bautätigkeit hat die Bahn. Die Bahn hält sich aus den Finanzen heraus, weil sie den Tunnel allein nie erneuert hätte und das Vorhaben lediglich auf Betreiben der Stadt zustande-kommt. Bauzeit: bis Ende 2019.

Der Umbau des Tunnels geht einher mit der Streckenertüchtigung Berlin-Rostock, die bereits im Bereich Nassenheide angefangen hat.

Mit der Umgestaltung des Tunnels (und auch Erneuerung der Zuwegung zur ehemaligen Empfangshalle sowie den Weg zu den Bussen) sollen Gehbehinderte, Radfahrer, Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen und Bahnfahrer mit schweren Koffern über schiefe Ebenen die Schienen unterqueren können. Der Tunnel soll gut einsehbar werden.

Von Stefan Blumberg

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