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Oberhavel Über 200 Filmrollen – ein Komparse erzählt
Lokales Oberhavel Über 200 Filmrollen – ein Komparse erzählt
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08:57 08.09.2016
Komparse André Streit (Mitte) lauscht den Anweisungen für den Dreh der nächsten Szene. Quelle: Ulrike Gawande
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Velten-Hohenschöpping

An über 200 Filmen, deutschen und ausländischen, vom Tatort bis zur Literaturverfilmung „Cloud Atlas“, hat André Streit seit 1999 bereits mitgewirkt. „Es ist toll, sich im Kino anzugucken.“ Dabei ist der Lehnitzer eigentlich Mitarbeiter einer Reinigungsfirma in Berlin, aber in seiner Freizeit ist der 49-Jährige mit Leib und Seele Komparse.

„Die wichtigsten Eigenschaften als Komparse sind Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sowie Geduld beim Warten.“ Regelmäßig steht Streit vor der Kamera. Hat mittlerweile einen eigenen Kostümfundus im Keller. „Komparserie kann süchtig machen.“ Und so ist er auch am Mittwoch mit dabei, als im, und rund um das Gasthaus „Zum Weißen Schwan“ in Hohenschöpping Szenen für die ARD-Familienkomödie „Liebling, lass die Hühner frei“ gedreht werden. Das habe man selten, so Streit, das direkt vor der Haustür gedreht werde.

Traum von der Schauspielkarriere

„Meine Agentur hat angefragt, ob ich Zeit hätte“, erzählt er. Fünf Tage Drehzeit, in Berlin und Oberhavel, stehen für den Lehnitzer auf dem Plan. „Wie gut, dass ich gerade Nachtschicht habe“, verrät Streit, der stolz darauf ist, auch schon einzelne Kleindarstellerrollen ergattert zu haben. Denn ein wenig träumt der Lehnitzer doch noch davon, als Komparse entdeckt, und als Schauspieler berühmt zu werden.

So bekannt zu werden wie Axel Milberg, der in „Liebling, lass die Hühner frei“, nach „Liebling, bring die Hühner ins Bett“ und „Liebling, weck die Hühner auf“, erneut die männliche Hauptrolle des Steffen Teuffels spielt. Gemeinsam mit den drei Kindern und seiner Frau Beate, wieder dargestellt von Katja Flint, ist Teuffel im Film von Berlin aufs Land, ins fiktive Dörfchen Krummenwalde gezogen. Dort mischt er nun die Dorfbevölkerung auf. Hat sogar ein Buch mit allzu pikanten Geschichten über die Dorfbewohner geschrieben, was nicht für Begeisterung sorgt.

Hauptdarsteller sind Axel Milberg und Katja Flint

Am Gasthaus werden die Szenen der Silberhochzeitsfeier des Ehepaars Teuffel gedreht. Girlanden und Blumen auf den Tischen verbreiten Biergartenatmosphäre an der Havel, idyllisch vor dem 1892 errichteten Gasthaus. „Wir sind alles Krummenwalder Dorfbevölkerung“, erklärt Wilfried Schütz aus Velten. Ebenso wie André Stein ein alter Hase als Komparse. Nach der Mittagspause werden die Darsteller platziert. Einige dürfen gemütlich beim Bierchen am Tisch sitzen, andere hingegen das Buffet plündern. Als alle 40 Komparsen an der richtigen Stelle stehen, kommen auch die Hauptdarsteller hinzu.

„Axel Milberg ist ein netter, lockerer Typ“, findet André Streit. Er schätze ihn auch als Tatort-Kommissar. Beim gestrigen Innendreh habe er Milberg angesprochen, so Streit, auch wenn das eigentlich nicht erwünscht sei. „Bei Hollywoodfilmen ist man da knallhart und fliegt, ebenso wenn man Fotos macht oder das Handy klingelt. Das ist ein absolutes No-Go.“ Umso mehr schätze er es, jetzt mit renommierten, bekannten deutschen Schauspielern zusammenzuarbeiten, begeistert sich der Lehnitzer. „Es ist ein tolles Team, ein entspannter Dreh an einem tollen Ort.“ Fast wie in der Sommerfrische.

Von Ulrike Gawande

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