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Über Ebay gestohlene Navis verkauft

Schuldfrage vorerst ungeklärt Über Ebay gestohlene Navis verkauft

Der 30-Jährige Josef S. stand jetzt vor dem Amtsgericht Oranienburg. Er hatte in Polen und Deutschland Firmen für den An- und Verkauf von hochwertigen Navigationsgeräten gegründet. Dass die Navis gestohlen gewesen seien, sei ihm nicht bewusst gewesen, sagte er aus.

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Vor Gericht wurde in dem Fall noch kein Urteil gefällt.

Quelle: dpa

Oranienburg/Hennigsdorf. „Ich habe mir in Polen ein Navi gekauft, um es in meinen Pkw einzubauen, dann aber mit Gewinn in Deutschland wieder verkauft“, erklärte der studierte Betriebswirtschaftler Josef S. vor dem Amtsrichter in Oranienburg. Das hätte ihn auf den Geschmack gebracht, jeweils eine Ankaufsfirma in Polen und eine Verkaufsfirma in Deutschland – konkret in Hennigsdorf - zu gründen. Von Vorteil seien dabei seine deutschen und polnischen Sprachkenntnisse – er besitzt beide Staatsangehörigkeiten und wohnt zurzeit in Slubice.

Der 30-Jährige musste sich nun wegen Hehlerei in acht Fällen verantworten, weil die von ihm über Ebay verkauften Navigationsgeräte zum Preis von 850 bis 1 000 Euro aus hochwertigen Limousinen in Berlin, Düsseldorf, Hannover und Hamburg gestohlen worden waren, wie sich später herausstellte. Josef S. hatte deshalb einen Strafbefehl von 120 Tagessätzen erhalten, gegen den er Einspruch erhob.

Er habe die umstrittenen Geräte von offiziellen, meist ausländischen Internethändlern erstanden und diese mit entsprechenden Belegen an seine Kunden verkauft. Das sei nicht strafbar und deshalb sei er unschuldig, so der Angeklagte. „Ihnen müsste aber klar sein, dass es eigentlich für solche Einbaugeräte gar keinen Markt geben dürfte, denn die werden lediglich von den Autofirmen verwendet“, warf ihm der Richter vor. Das sei ihm im Nachhinein jetzt auch klar und deshalb habe er dieses Geschäft auch längst aufgegeben, verteidigte sich Angeklagte.

Deshalb wäre eine Einstellung des Verfahrens die richtige Lösung, bemerkte sein Verteidiger. Auch er könne sich damit anfreunden, sagte der Vorsitzende dazu. Er gab zu bedenken, dass eine völlige Klärung der Schuldfrage eine riesige Beweisaufnahme mit vielen Zeugen und einem Sachverständigen bedeuten würde.

Die Anklägerin überzeugte das nicht und man einigte sich lediglich darauf, den Fall auf dem Dezernatsweg bei der Staatsanwaltschaft in Neuruppin zu klären. Klappt das nicht, wird es einen neuen Termin von Amts wegen geben müssen.

Schnell zu Ende ging dagegen das anschließende Verfahren gegen einen Berliner wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis. Frank T., der wegen einer anderen Straftat seit Beginn des neuen Jahres in U-Haft sitzt (räuberische Erpressung) und in Handschellen vorgeführt wurde, erhielt eine Freiheitsstrafe von neun Monaten ohne Bewährung. Diese auf den ersten Blick erscheinende drastische Strafe erklärt sich aus seinem stattlichen Vorstrafenregister und der Tatsache, dass er unter Bewährung steht. Diese hatte er für eine siebenmonatige Gefängnisstrafe vom Amtsgericht Tiergarten erhalten und wird nun mit großer Wahrscheinlichkeit widerrufen werden.

Der 56-Jährige war am 20. September auf der A 10 bei Birkenwerder geblitzt worden. Dabei stellte sich heraus, dass er keinen Führerschein mehr besitzt.

Von MAZonline

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