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Überschwemmung: Familie verliert Wohnung

Oranienburg Überschwemmung: Familie verliert Wohnung

1,80 Meter hoch stand das Wasser im Keller der gemieteten Wohnung von Sabine Hamann und René Puhlmann in Oranienburg-Süd. Das Haus ist unbewohnbar geworden. Die vierköpfige Familie hat jetzt ein Notquartier in einem Kleingarten bezogen.

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Im Keller des von Sabine Hamann und René Puhlmann gemieteten Hauses in Oranienburg stand das Wasser bis auf Kopfhöhe.

Quelle: Heiko Hohenhaus

Oranienburg. In einem Notquartier auf zwölf Quadratmetern wohnt derzeit eine vierköpfige Oranienburger Familie nach dem verheerenden Starkregen der vergangenen Woche.

„In unserer Mietwohnung in der Werrastraße ist der Keller bis auf 1,80 Meter Höhe vollgelaufen“, erzählt Sabine Hamann, die mit ihrem Lebensgefährten und den zwei Kindern dort seit fünf Jahren zu Hause war. Die unten ­installierte Heizungsanlage, die Elek­trik und die Wasserversorgung sind zerstört. Glücklicherweise hätten zumindest die Öltanks gehalten, sagt René Puhlmann. Die Feuerwehr konnte das Wasser abpumpen. Das gemietete Haus ist aber unbewohnbar. Der Vermieter erklärte, dass es mindestens ein halbes Jahr dauere, bis alles wiederhergestellt sei.

Die Familie sucht deshalb verzweifelt nach einer neuen Wohnung. Den Kleingarten der Schwiegereltern von Sabine Hamann konnten sie zumindest als Notquartier beziehen. Besonders die Kinder – zehn und zwei Jahre alt – leiden unter der Situation. Die Wohnverhältnisse seien sehr beengt, eine Dusche gibt es nicht.

Allerdings gestaltet sich die Suche nach einer neuen Wohnung schwierig. Sabine Puhlmann, die in einer Bäckerei arbeitet, und ihr Lebensgefährte, der eine Umschulung macht, sind auf kostengünstigen Wohnraum angewiesen, da sie sich beide in Privatinsolvenz befinden.

Sie fühlten bei der Woba vor, die aber nichts im Angebot hat. Auch eine ganze Reihe von Woba-Mietern sei von Starkregen-Schäden betroffen, so dass man noch vorhandene Wohnraum-Kapazitäten für diese benötige, erklärte Geschäftsführer Bernd Jarczewski. Die Stadtverwaltung könnte im Notfall mit einem Quartier in der Obdachlosenunterkunft aushelfen, so Sprecherin Susanne Zamecki. Sie hat unterdessen Kontakt mit weiteren Vermietern in Oranienburg aufgenommen, um eine Lösung für die Familie zu finden.

Von Heiko Hohenhaus

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