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Überwältigende Hilfsaktion angelaufen

Nach dem Hausbrand in Friedrichsthal Überwältigende Hilfsaktion angelaufen

Die ersten Spielsachen und Bekleidungsstücke konnten die Mutti und ihre beiden Jungs am Mittwochabend nach dem Martinsumzug bereits entgegennehmen. Eine Welle der Hilfsbereitschaft hat Friedrichsthal erfasst und die Fäden dafür laufen bei Bianca Nagel zusammen. Am Montag war ein Wohnhaus Opfer der Flammen geworden.

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Bei ihre laufen die Fäden für die Hilfsaktion zusammen: Bianca Nagel.

Quelle: Heike Bergt

Friedrichsthal. Eine überwältigende Hilfsaktion ist in Friedrichsthal angelaufen, nachdem am Montagmorgen ein Brand das Wohnhaus von Simone Pieper und ihren beiden Söhnen Moritz und Paul, Schüler der zweiten beziehungsweise vierten Klasse, zerstört hatte (MAZ berichtete). Geblieben ist ihnen nichts. Was nicht Raub der Flammen geworden war, haben Ruß und Löschwasser vernichtet.

„Wie können wir helfen?“, fragte sich Bianca Nagel, deren Tochter mit Paul eine Schulklasse besucht. Nach ihrem Aufruf über Facebook erhob sich eine Welle der Hilfsbereitschaft im Ortsteil, wo noch jeder jeden kennt: Nicht nur für die Klassenfahrt im Januar wollen viele zusammenlegen: Nach dem Abschluss des Martinsumzuges am Mittwochabend „haben wir vor allem Spielzeug und Bekleidung, Winterjacken, Schuhe, Schals und vieles mehr liebevoll verpackt an die Familie übergeben. Als erste Nothilfe“, so Bianca Nagel. Ihr komme zugute, dass sie sich als Freiberuflerin die Zeit einteilen könne. Deshalb koordiniert sie die Hilfe. Auch eine dreistellige Summe sei von Menschen und Firmen spontan gespendet worden. Vor allem die, die es selbst nicht so dicke hätten, gaben großzügig.

Und sie wird von Hilfsangeboten überhäuft: „Eigentlich könnten wir schon eine Wohnung einrichten. Bis auf eine Küche und Teppiche für die Kinderzimmer. Viele fragen, was sie konkret tun können.“ Wenn für das Lebenswichtigste gesammelt sei, soll noch für das gespendet werden, „was das Zuhaus zum Zuhause macht“: von der Kerze bis zum Adventsschmuck. Bianca Nagel hat vor allem auch das Mitgefühl der Kinder in der Schulklasse berührt: Man hilft und tröstet sich.

Auch in der Turmcity wird gesammelt, dort, wo Simone Pieper arbeitet. Am Donnerstagabend konnte die Friedrichsthalerin, die noch zwei erwachsene Kinder hat, erste Habseligkeiten in eine Wohnung in Oranienburg bringen: „Wir könnten hier bleiben“, doch vielleicht werde auch das kleine Haus wieder aufgebaut. „Die Hilfsbereitschaft der Menschen treibt mir immer wieder die Tränen in die Augen“, sagt Simone Pieper. hb

Von Heike Bergt

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