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Üble Gerüche und zwei Verletzte im Asylheim

Polizei und Feuerwehr in Bärenklau Üble Gerüche und zwei Verletzte im Asylheim

Polizei- und Feuerwehreinsatz am Freitag im Asylbewerberheim in Bärenklau (Oberhavel). In der Nacht war eine unbekannte Flüssigkeit – womöglich Buttersäure - im Treppenhaus verkippt worden. Zwei Menschen wurden dadurch verletzt. Einen Anschlag von außen schließt die Polizei derzeit aus.

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Das Asylbewerberheim in Bärenklau.

Quelle: Robert Roeske

Bärenklau. Eine unbekannte Flüssigkeit ist in der Nacht zu Freitag im Treppenhaus des Asylbewerberheimes an der Leegebrucher Chaussee in Bärenklau verkippt worden.

Reinigungskraft bemerkt üblen Geruch

Gegen 5.30 Uhr bemerkte eine Reinigungskraft üblen Geruch und verständigte den Wachschutz, der wiederum die Polizei alarmierte. Etwa fünf Minuten später rückten Feuerwehrleute zu der Einrichtung aus. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten begaben sie sich in das Gebäude und lüfteten es sofort durch. Außerdem wurde die Flüssigkeit untersucht und beseitigt.

Kein Gift, aber vielleicht Buttersäure

Gegen 7 Uhr, so die Polizei, habe zunächst ausgeschlossen werden können, dass es sich bei der unbekannten Substanz um ein Gift handelt. Laut einer Vermutung des Einsatzleiters der Feuerwehr könnte es sich um Buttersäure handeln. Die Untersuchungen dauern noch an.

Polizei schließt Anschlag von außen aus

Einen Anschlag von außen schloss die Polizei am Freitag aus. Wie es hieß, hätten sich bis Mitternacht alle 235 Heimbewohner in dem Gebäude befunden. Das Haus sei verschlossen und der Wachschutz vor Ort gewesen. Folglich müsse davon ausgegangen werden, dass die Substanz von einem Heiminsassen im Treppenhaus verteilt wurde. Dies soll nach ersten Ermittlungen der Polizei bereits gegen 3 Uhr geschehen sein.

Reinigungskraft und Wachmann verletzt

Die Reinigungskraft, die die unbekannte Flüssigkeit entdeckt hatte, klagte hinterher über Bauschmerzen und Übelkeit und musste ambulant behandelt werden. Gleiches gilt für den Mitarbeiter des Wachschutzes, der von der Reinigungskraft verständigt worden war. Er hatte vor allem mit Atemwegsbeschwerden zu kämpfen.

Heim musste nicht evakuiert werden

Die Feuerwehren Oberkrämer, Oranienburg und Leegebruch waren mit insgesamt 41 Kameraden im Einsatz. Außerdem waren vorsorglich drei Rettungswagen angefordert worden. Wie die Polizei sagte, hätten die Bewohner des Heimes nicht evakuiert werden müssen, weil die Flüssigkeit im Treppenhaus verkippt worden war und die Feuerwehr sofort für eine umfangreiche Belüftung gesorgt hatte.

Anschließende Schadstoffmessungen hätten ergeben, dass keine gesundheitlichen Gefahren mehr bestehen. Von den Bewohnern des Heimes sei niemand verletzt worden.

Von Bert Wittke

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