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Um den Gehwegbau bleiben viele Fragen offen

Groß-Ziethen Um den Gehwegbau bleiben viele Fragen offen

Wer hat wann was genau gesagt? Es war fast schon eine Spurensuche am Dienstagabend im Ortsbeirat von Groß-Ziethen. Fakt ist: Der Gehweg an der Alten Dorfstraße ist fertig. Unklar ist, was er kostet. Und auch, ob es Planungsfehler gab. Ebenso, ob der Grünstreifen 2017 saniert werden kann.

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Inzwischen sind Straßenschäden auf der Alten Dorfstraße schon rot markiert.

Quelle: Robert Tiesler

Groß-Ziethen. Der Grünstreifen entlang der alten Dorfstraße in Groß-Ziethen wird erst 2017 saniert – wenn die Kremmener Stadtverordneten zustimmen. Das ist das Ergebnis einer Diskussion am Dienstagabend im Ortsbeirat des Dorfes. Die Kosten lägen bei etwa 200 000 Euro, die dann aus dem städtischen Haushalt bezahlt würden. Für Kremmen ist das ein großer finanzieller Posten, die Zustimmung der Stadtverordneten ist also noch ungewiss.

Zuvor ging es jedoch im Zusammenhang mit dem Bau des Gehweges darum, wer wann was genau gesagt hat – die Groß-Ziethener und der Bürgermeister hatten verschiedene Auffassungen darüber, und einig werden konnte man sich da nicht. Waren die Grünanlagen im Zuge des Gehwegbaus versprochen?

Die Seitenbereiche an der L17 in Groß-Ziethen sehen, nun ja, nicht gut aus

Die Seitenbereiche an der L17 in Groß-Ziethen sehen, nun ja, nicht gut aus.

Quelle: privat

Der ehemalige Kremmener Bauamtsleiter Bert Lehmann hatte dazu in der vergangenen Woche klare Worte gefunden (MAZ berichtete. Nach seiner Ansicht waren die Grünstreifen Teil des Projektes. Allerdings wies Bürgermeister Sasse am Dienstag vor den gut 30 Groß-Ziethenern darauf hin, dass in der Kostenberechnung – sie lag im Vorfeld bei 418 000 Euro – die Grünflächen nicht eingerechnet gewesen seien. Nach diesen Berechnungen würden auf die Anwohner der Alten Dorfstraße 172 000 Euro umgelegt werden. Bislang seien 383 000 Euro an Abschlagszahlungen geleistet worden, eine Schlussrechnung liege aber immer noch nicht vor. Wie viel die Anwohner zahlen müssen, stehe somit immer noch nicht fest.

Unklarheit herrschte auch über die Frage, ob bei der Planung des Gehweges Fehler gemacht wurden oder ob es sich um Änderungswünsche handelte, die eingearbeitet wurden. Klaus-Jürgen Sasse sprach am Dienstagabend von Planungsänderungen, Ortsvorsteherin Astrid Braun hingegen von Schadensbegrenzungen. „Wenn ich arbeiten gewesen wäre, wäre beim Bau einiges anders verlaufen“, erzählte sie. So sei die Einfahrt vor der Kirche vergessen oder Borde falsch gesetzt worden. Sie habe immer gleich einreifen können. Ein anderer Anwohner berichtete davon, dass selbst die Bauarbeiter vor Ort irritiert gewesen seien.

13

13. Mai 2016: Der Gehweg wird eingeweiht.

Quelle: Ulrike Gawande

Aber selbst, ob da was vergessen oder nicht besprochen worden ist – und wessen Fehler das wäre – bleibt unklar. Dementsprechend auch, ob jemand für Kostensteigerungen haftbar gemacht werden könne. Aus Sicht von Klaus-Jürgen Sasse gab es keine Planungsfehler, aber er regte an, dass die Groß-Ziethener eine Liste im Bauamt abgeben sollen, auf der alle Fehler (wenn es denn welche sind) aufgeschrieben werden sollen.

Den Groß-Ziethenern bleibt nun nur: abwarten. Alle Fragen offen.

Von Robert Tiesler

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