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Umbau zur Schlosspark-Kita abgelehnt

Oranienburg Umbau zur Schlosspark-Kita abgelehnt

Im Oranienburger Bauausschuss ging es um den Umbau der alten Comeniusschule im Schlosspark zur Park-Kita. Die Verwaltung sieht darin eine Chance, übergangsweise Ausweichquartiere zu schaffen, um die dringende Sanierung der Kita „Friedrich Fröbel“ über die Bühne zu bekommen. Doch es kam anders.

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Kita oder Schule? Das bleibt für die ehemalige Comeniusschule im Schlosspark weiter die Frage.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Das Thema Kita- und Schulentwicklung schlägt große Wellen in Oranienburg. Der Stadt steht das Wasser bis zum Halse, weil der Zuzug in die Kernstadt schneller und in größerem Maße passiert, als dass die Stadtväter darauf reagieren könnten. Im Bauausschuss am Dienstagabend ging es deshalb um den Umbau der inzwischen leerstehenden Comeniusschule im Schlosspark zur Park-Kita. Die Stadtverwaltung sieht darin eine Chance, übergangsweise Ausweichquartiere zu schaffen, um zum Beispiel die dringend anstehende Sanierung der Kita „Friedrich Fröbel“ in der Kitzbüheler Straße über die Bühne zu bekommen. Doch der Bauausschuss als Fachgremium ist immer für Überraschungen gut. Und in diesem Falle sogar im doppelten Sinne.

„Wie lehnen den Beschluss ab“, meldete sich Klaus Rogosky von der CDU-Fraktion zu Wort, ohne dass Ausschussvorsitzender Burkhard Wilde schon um eine Meinung gebeten hätte. Ohnehin schien es Rogosky an dem Abend ziemlich eilig zu haben, den Standpunkt seiner Fraktion und seinen eigenen schnell klarzustellen. Warum die CDU den Vorschlag ablehnte, wurde allerdings nicht klar.

Olaf Kästner sitzt für die Linken im Bauausschuss

Olaf Kästner sitzt für die Linken im Bauausschuss.

Quelle: Enrico Kugler

Dafür brachte Olaf Kästner (Die Linke) seine Meinung schneller auf den Punkt. „Ich werde mich der Stimme enthalten“, sagte er. Schon vor dem Hintergrund der Kita- und Schulplanung, die bereits am Mittwochabend im Bildungsausschuss wieder zur Debatte stand. Seiner Meinung nach sollte die Schule sofort wieder zum modernen Schulstandort umgebaut werden. Und nicht erst als Kita-Zwischenlösung. Kästners Vorbehalte decken sich natürlich mit den Änderungsanträgen, die seine Fraktion bereits zum Konzept der Kita- und Schulbedarfsplanung eingebracht hatte.

Die Bedenken von Olaf Kästner trugen offenbar andere mit. Der Umbau der ehemaligen Schule zur Park-Kita wurde abgeschmettert mit drei Ja-, fünf Nein-Stimmen und drei Enthaltungen.

Um so überraschender fiel die Abstimmung zur nächsten Vorlage aus, in der es um die Kita Fröbel ging. Diese Vorlage wurde mit sieben Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und drei Enthaltungen befürwortet. „Die erste Vorlage wäre eigentlich nötig gewesen für die zweite“, sagte Baustadtrat Frank Oltersdorf daraufhin. Klaus Rogosky (CDU) hatte sich vor der Abstimmung sofort wieder zu Wort gemeldet und beteuert, dass es keine Zustimmung seiner Fraktion gebe. Olaf Kästner von den Linken hingegen sagte: „Wir unterstützen den Umbau der Kita Friedrich Fröbel.“ Aber man solle über eine temporäre Lösung nachdenken. „Das wäre aber auch eine Zwischenlösung“, erwiderte der Baustadtrat. Er gab zu bedenken, dass 250 bis 280 Kinder betroffen wären, die aus der Kitzbüheler Straße ausziehen müssen. Container beispielsweise wären auch eine sehr teure Lösung. „Ich sehe diese Sanierung jetzt um Jahre zurückverschoben“, war das Fazit von Frank Oltersdorf.

Sämtliche Änderungsanträge der Linken haben einen entscheidenden Einfluss auf den künftigen Haushalt der Stadt. Die Beschlussvorlage wurde extra an den Anfang der Sitzung gestellt, weil mit längeren Diskussionen gerechnet wurde. Doch erstaunlicherweise gab es keine einzige Nachfrage. Mit fünf Ja-Stimmen und fünf Enthaltungen wurde der Haushalt angenommen.

Die Vorstellungen der Linken

Die Fraktion der Linken hat zum Schul- und Kitaentwicklungskonzept unter anderem folgenden Änderungsantrag eingebracht: Das bisherige Schulgebäude der Comeniusgrundschule im Schlosspark wird kurzfristig saniert und möglichst zeitnah zum Bedarfsausgleich wieder in Betrieb genommen.

Zeitgleich beginnt die Verwaltung mit der Planung eines Ersatzneubaus im Umfeld der Sportanlagen.

Der bereits bisher als Schule genutzte Standort im Schlosspark kann kurzfristig Engpässe ausgleichen.

Für einen langfristigen Betrieb sind die Lernbedingungen insbesondere hinsichtlich Inklusion und moderner Unterrichtsformen nicht ausreichend.

Die ideale Lage des Standortes und die vorhandenen Sportstätten lassen einen langfristigen Betrieb jedoch mehr als sinnvoll erscheinen.

Von Andrea Kathert

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