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Oberhavel Umleitungsfrust in Bergfelde
Lokales Oberhavel Umleitungsfrust in Bergfelde
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07:49 22.08.2014
Martin Skerwiderski (l.) und Nachbar Frank Terneben beobachten besorgt den Straßenverkehr vor ihrer Haustür. Quelle: Helge Treichel
Bergfelde

„Das war knapp!“, sagt Martin Skerwiderski. Der 53-Jährige blickt sorgenvoll einem Auto hinterher, das vor seinem Gartenzaun gerade zwei entgegenkommenden Wagen auf den Grünstreifen ausweichen musste. Das schmale Asphaltband des Heideplans, als „Behelfsstraße“ eingestuft, müsse seit Anfang Juli nahezu das Verkehrsaufkommen einer Bundesstraße bewältigen. Die Ortsdurchfahrt der B96a in Bergfelde ist für rund viereinhalb Monate gesperrt. Die Straße wird auf einer Länge von 450 Metern komplett ausgebaut.

Die Umleitung ist über Hohen Neuendorf ausgeschildert. Doch als inoffizielle Umgehung werde das Wohngebiet Heideplan genutzt, ärgert sich Skerwiderski. Und die Stecke nutzen nicht nur Ortskundige, wie ihm die Kennzeichen verraten. „Das Verkehrsaufkommen hat sich vervielfacht“, sagt der Anwohner, der seit 2002 in Bergfelde zu Hause ist. Für „Wahnsinn“ hält er die in der Tempo-30-Zone gefahrenen Geschwindigkeiten. Aus seiner Sicht spitzt sich die Lage noch zu: „Ich frage mich, was passiert, wenn in der nächsten Woche die Schule wieder losgeht und die Kinder auf der schmalen Straße mit dem Fahrrad zur Schule nach Birkenwerder fahren.“ Im Berufsverkehr sei die Lage besonders brenzlig. Sein Vorschlag: Entweder die Durchfahrt nur für Anlieger zulassen (und von der Polizei kontrollieren lassen) oder die Zufahrt in Richtung Birkenwerder komplett für Kraftverkehr sperren, sodass es nur noch eine öffentliche Kfz-Zufahrt zum Wohngebiet gibt.

Am Freitag ist ein Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Stadt- und Kreisverwaltung geplant, um mögliche Gegenmaßnahmen zu besprechen. Denn in der Straße Heideplan wurden zusätzlich zu den bereits bestehenden Straßenschäden weitere im Fahrbahn- und Bankettbereich festgestellt. Straßenverkehrsbehörde und Straßenbaulastträger (Stadt) wollen deshalb möglichst noch in dieser Woche neue Verkehrszeichen aufstellen lassen. Das Verbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen soll auf 3,5 Tonnen verschärft werden. Zudem solle eine generelle Tempo-30-Regelung eingeführt werden, also nicht nur für das Wohngebiet. „Die Überwachung der Geschwindigkeits- und Tonnagebegrenzung kann nur durch die Polizei erfolgen“, schreibt Ulrike Bäcker von der Verkehrsbehörde an Martin Skerwiderski. Der ist allerdings nicht zufrieden mit dem bisherigen umfangreichen Schriftverkehr und der geplanten neuen Beschilderung, da es ja nicht in erster Linie um die Lkw gehe, sondern um das erhöhte Verkehrsaufkommen.

Dass dieses deutlich erhöht ist, bestätigt Kreissprecher Ronny Wappler auf Nachfrage. Das zeigten die von der Stadt veranlassten Messungen. Seit dem 7. August sei ein Verkehrszählgerät installiert, sagt Stadtsprecherin Ariane Fäscher. Allerdings registriere das nur die Fahrzeugzahl, „nicht deren Gewicht und Lautstärke“. Sie verwies auf den Ortstermin am Freitag.

Von Helge Treichel

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