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Umsonst gefällt, Ausbau verschoben

Birkenwerder/Hohen Neuendorf Umsonst gefällt, Ausbau verschoben

Die Bergfelder Straße (B 96a) soll erst 2019/2020 ausgebaut werden – statt ab Herbst dieses Jahres. Ärgerlich: Die Bäume der Allee sind unnötig früh gefällt worden, eine bereits erstellte Planung wird voraussichtlich hinfällig und müsste erneut in Auftrag gegeben werden. Im Gegenzug soll der Ausbau der L 171 in Hohen Neuendorf vorgezogen werden.

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Umsonst gefällt: Die Baumstümpfe beidseitig entlang der Bergfelder Straße in Birkenwerder.

Quelle: Robert Roeske

Birkenwerder/Hohen Neuendorf. Bei diesem Thema war Bürgermeister Stephan Zimniok (B.i.F.) sichtlich verärgert: Der eigentlich für dieses Jahr geplante Ausbau der Bergfelder Straße verzögert sich um voraussichtlich zwei Jahre, verkündete der Verwaltungschef in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag. Ursprünglich sei der Baustart für September dieses Jahres vorgesehen gewesen. Begonnen werden sollte mit dem Regenwasserkanal in der Straße Unter den Ulmen. Es sei aber offensichtlich „ein Fehler gewesen, sich auf den diesbezüglichen Vertrag mit dem Landesbetrieb Straßenwesen zu verlassen“, sagte Zimniok auf Nachfrage von Dorothea Trebs. Die Vorsitzende der Fraktion IOB/B.i.F. hatte sich verwundert darüber gezeigt, dass die Straße nicht gebaut wird, die Bäume aber schon gefällt sind.

Für alle gelten die selben Regeln

Die Gemeinde halte sich eben an die selben Regeln, die auch den Einwohnern auferlegt würden, antwortete der Bürgermeister. Danach ist es verboten, von März bis Ende September Bäume zu fällen. Um aber den ursprünglich für September geplanten Baustart zu gewährleisten, hätten die Bäume eben im Februar abgesägt werden müssen.

In den Prioritäten nach hinten verschoben

Aus dem Landesbetrieb sei mitgeteilt worden, dass die Ortsdurchfahrt der B 96a „in der Prioritätenliste nach hinten verschoben“ worden sei. Nach aktuellen Planungen soll nun erst Ende 2019/Anfang 2020 gebaut werden. Zimniok nennt diesen Umstand „mehr als misslich“. Aus diesem Grund habe die Verwaltung den Kontakt zu Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) gesucht. Zu einem Gesprächstermin sei es bislang nicht gekommen. Das sei mit den zahlreichen Wahlkampfterminen begründet worden. Es werde jedoch weiter versucht, noch einen früheren Baubeginn hinzukriegen, so Zimniok.

Sollte dies nicht gelingen, werde die Gemeinde das Land zur Kasse bitten müssen. Wenn nämlich tatsächlich zwei Jahre lang nichts passiert, müsse die schon vorliegende Planung für die Nebenanlagen neu gemacht werden, wodurch der Gemeinde ein finanzieller Schaden entstehe.

Die L 171 in Hohen Neuendorf soll bis Ende 2019 ausgebaut werden

Die L 171 in Hohen Neuendorf soll bis Ende 2019 ausgebaut werden.

Quelle: Robert Roeske

Des einen Leid, ist des anderen Freud: Anstelle der B 96a soll der Ausbau der Landesstraße L 171 in Hohen Neuendorf vorgezogen werden. Dazu ist jedoch zunächst eine Feinplanung erforderlich, gab Stephan Zimniok die Informationen aus dem Landesbetrieb wieder. Der Grund für die zeitliche Umplanung sei die Tatsache, dass die Mittel für das 100-Millionen-Euro-Sanierungsprogramm für Landesstraßen bis Ende 2019 abgerechnet werden müssen, also bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode. Dieses Zeitfenster war allerdings bereits genannt worden, als das Förderprogramm im April 2015 von der Landesregierung vorgestellt worden war.

Von Helge Treichel

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