Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Umsonst gefällt, Ausbau verschoben
Lokales Oberhavel Umsonst gefällt, Ausbau verschoben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:36 15.07.2017
Umsonst gefällt: Die Baumstümpfe beidseitig entlang der Bergfelder Straße in Birkenwerder. Quelle: Robert Roeske
Birkenwerder/Hohen Neuendorf

Bei diesem Thema war Bürgermeister Stephan Zimniok (B.i.F.) sichtlich verärgert: Der eigentlich für dieses Jahr geplante Ausbau der Bergfelder Straße verzögert sich um voraussichtlich zwei Jahre, verkündete der Verwaltungschef in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag. Ursprünglich sei der Baustart für September dieses Jahres vorgesehen gewesen. Begonnen werden sollte mit dem Regenwasserkanal in der Straße Unter den Ulmen. Es sei aber offensichtlich „ein Fehler gewesen, sich auf den diesbezüglichen Vertrag mit dem Landesbetrieb Straßenwesen zu verlassen“, sagte Zimniok auf Nachfrage von Dorothea Trebs. Die Vorsitzende der Fraktion IOB/B.i.F. hatte sich verwundert darüber gezeigt, dass die Straße nicht gebaut wird, die Bäume aber schon gefällt sind.

Für alle gelten die selben Regeln

Die Gemeinde halte sich eben an die selben Regeln, die auch den Einwohnern auferlegt würden, antwortete der Bürgermeister. Danach ist es verboten, von März bis Ende September Bäume zu fällen. Um aber den ursprünglich für September geplanten Baustart zu gewährleisten, hätten die Bäume eben im Februar abgesägt werden müssen.

In den Prioritäten nach hinten verschoben

Aus dem Landesbetrieb sei mitgeteilt worden, dass die Ortsdurchfahrt der B 96a „in der Prioritätenliste nach hinten verschoben“ worden sei. Nach aktuellen Planungen soll nun erst Ende 2019/Anfang 2020 gebaut werden. Zimniok nennt diesen Umstand „mehr als misslich“. Aus diesem Grund habe die Verwaltung den Kontakt zu Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) gesucht. Zu einem Gesprächstermin sei es bislang nicht gekommen. Das sei mit den zahlreichen Wahlkampfterminen begründet worden. Es werde jedoch weiter versucht, noch einen früheren Baubeginn hinzukriegen, so Zimniok.

Sollte dies nicht gelingen, werde die Gemeinde das Land zur Kasse bitten müssen. Wenn nämlich tatsächlich zwei Jahre lang nichts passiert, müsse die schon vorliegende Planung für die Nebenanlagen neu gemacht werden, wodurch der Gemeinde ein finanzieller Schaden entstehe.

Die L 171 in Hohen Neuendorf soll bis Ende 2019 ausgebaut werden. Quelle: Robert Roeske

Des einen Leid, ist des anderen Freud: Anstelle der B 96a soll der Ausbau der Landesstraße L 171 in Hohen Neuendorf vorgezogen werden. Dazu ist jedoch zunächst eine Feinplanung erforderlich, gab Stephan Zimniok die Informationen aus dem Landesbetrieb wieder. Der Grund für die zeitliche Umplanung sei die Tatsache, dass die Mittel für das 100-Millionen-Euro-Sanierungsprogramm für Landesstraßen bis Ende 2019 abgerechnet werden müssen, also bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode. Dieses Zeitfenster war allerdings bereits genannt worden, als das Förderprogramm im April 2015 von der Landesregierung vorgestellt worden war.

Von Helge Treichel

Die Ferien stehen kurz vor der Tür. Wenn der Sommer wieder mitspielt, wächst die Lust aufs Baden. Die MAZ in Oberhavel will wissen: Wo liegt der schönste Strand im Landkreis? Stimmen Sie noch bis zum 23. Juli ab.

14.07.2017

Das Fluglärmgutachten brachte es auf den Punkt: Vom Flugplatz Gransee, von dem aus der Fallschirmsport betrieben wird, geht Lärm aus, der die gesetzlichen Höchstwerte nicht überschreitet.

14.07.2017

Fazit zur MAZ-Aktion: Fürstenberger fühlen sich nicht abgehängt, aber einiges könnte noch besser werden. Es gibt Lob, Kritiken, Vorschläge und Wünsche für die Region um die Wasserstadt.

14.07.2017