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Umwelt in Zehdenick verseucht?

LKA durchsucht Firma Umwelt in Zehdenick verseucht?

In Zehdenick sterben Bäume und Sträucher ab – allerdings nur in der Nähe eines ansässigen Unternehmens. Bei einer ersten Untersuchung ist eine fragwürdige Rohrleitung entdeckt worden. Auch erste Bodenproben wurden genommen. Am Donnerstag rückte dann das Landeskriminalamt an und sicherte Beweise.

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In Zehdenick sterben Sträucher und Bäume, ähnlich wie auf dem Bild, rund um ein Unternehmen ab. Das Kommissariat für Umweltkriminalität untersucht den Fall.

Quelle: Beate Vogel

Zehdenick. Ein Zehdenicker Unternehmen steht im Verdacht, Umweltfrevel begangen zu haben. Am Donnerstagvormittag wurden Mitarbeiter des Landeskriminalamtes aktiv, durchsuchten Büroräume und nahmen Bodenproben vom Gelände. Der Vorwurf: unerlaubter Umgang mit Abfällen in Tateinheit mit Gewässer- und Bodenverunreinigung.

Förster zeigt Umweltschaden an

„Es hatte eine Anzeige vom Förster gegeben, dass die Vegetation in der Nähe des Firmengeländes abstirbt“, sagte Harry Jäkel, Kommissariatsleiter für schwere Umweltkriminalität im Landeskriminalamt. Bäume und Sträucher seien auf dem betreffenden Areal bereits tot. Bei einer ersten Untersuchung wurde ein Einleiter festgestellt, der aus Richtung einer Biogasanlage kam. Auch Bodenproben waren entnommen worden.

Die Ergebnisse der Untersuchung waren der Grund für die Staatsanwaltschaft Neuruppin, einen Durchsuchungsbeschluss zu veranlassen. Gestern um 8.30 Uhr rückten Mitarbeiter des Landeskriminalamtes an. Sechs Kollegen aus dem Kommissariat schwere Umweltkriminalität, sechs weitere von anderen Behörden. „Wir haben Dokumente und anderes Beweismaterial sichergestellt“, so Harry Jäkel. Ob die Vorwürfe zutreffen, werde sich im Laufe der Ermittlungen ergeben. Wie groß die Fläche ist, auf der die Vegetation zum Erliegen gekommen ist, konnte am Donnerstag noch nicht mit Bestimmtheit gesagt werden.

Firma möchte sich vorerst nicht äußern

Aus dem beschuldigten Zehdenicker Unternehmen hieß es am Donnerstag: „Wir werden uns zu einem späteren Zeitpunkt zu der Sache äußern.“

Harry Jäkel vom Kommissariat für Umweltkriminalität

Harry Jäkel vom Kommissariat für Umweltkriminalität.

Quelle: Blumberg

Für Harry Jäkel sind diese Einsätze Alltag. Er weiß, dass solche Umweltschäden in der Regel nie gänzlich reparabel sind und die Sanierung sehr teuer sei. Seinem Kommissariat, das es seit 2011 gibt, gehe es darum, die Kriminalität zurückzudrängen und Tendenzen entgegenzuwirken. „Deshalb immer schön die Augen und Ohren offenhalten.“

Von Stefan Blumberg

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