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Oberhavel Umweltfrevel bleibt ungesühnt
Lokales Oberhavel Umweltfrevel bleibt ungesühnt
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12:18 26.02.2018
Beweisfoto: Dieses Bild fand Anita Warmbrunn im Mühlenbecker Wald vor. Quelle: privat
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Mühlenbeck

Es war augenscheinlich ein kompletter Bungalow, der im vergangenen August im Wald an der verlängerten Schmachtenhagener Straße in Mühlenbeck illegal entsorgt worden war: Dach, geflieste Wände, Kabel, sogar eine Lampe. Dank einer Anzeige und des Einsatzes der Polizei konnten die Täter bei einer weiteren nächtlichen Fuhre auf frischer Tat gestellt werden. Umso enttäuschter war Ortsvorsteherin Anita Warmbrunn über die Post, die sie nun abschließend von der Staatsanwaltschaft Neuruppin bekam: „Das Verfahren ist eingestellt, weil ein Täter nicht ermittelt werden konnte.“

„Es ist schon beschämend, wie mit den Bürgern umgegangen wird, die sich für die Ordnung im Ort einsetzen“, ärgert sich die 65-jährige Kommunalpolitikerin und fasst noch einmal zusammen: Da wird die Polizei gerufen, sie kommt, nimmt vor Ort alle Personalien der Umweltsünder auf und hinterher wird einfach das Verfahren sowohl bei der Polizei als auch bei der Staatsanwaltschaft eingestellt – und dann noch mit dieser Begründung.

Ortsvorsteherin Anita Warmbrunn (parteilos) entdeckt im August 2017 einen schweren Fall des Umweltfrevels im Wald ihres Heimatortes. Als ihre Strafanzeige nach einem halben Jahr im Sande verläuft, ist sie stinksauer.

Anita Warmbrunn ist fassungslos: „Wer hat hier wohl seine Dienstpflichten verletzt?“ Es sei kein Wunder, „wenn unsere Bürger sich nicht mehr für die Einhaltung von Recht und Ordnung einsetzen und lieber wegschauen“. „Oder wenn sie die AfD wählen.“ Die parteilose Kommunalpolitikerin bedauert, dass Ordnungsstrafmaßnahmen offenbar nicht gegen alle Bürger gleichermaßen durchgesetzt werden.

Die Staatsanwaltschaft teilt ihr jedenfalls als Antwort auf ihre Strafanzeige vom 23. August 2017 mit: „Da Tatzeugen nicht vorhanden sind und auch sonstige Beweismittel, die zu einer Überführung geeignet wären, versprechen weitere Nachforschungen zurzeit keinen Erfolg. Sollten sich jedoch nachträglich Anhaltspunkte zur Aufklärung dieser Straftat ergeben, werden die Ermittlungen von Amts wegen wieder aufgenommen.“

Dieser Fall liege vor, denn die Polizei müsse die Personalien ja in ihren Akten haben, ist die Ortsvorsteherin überzeugt. Auch ein Autokennzeichen des Transporters müsse vorliegen. Und Zeugen gebe es auch. Immerhin waren die Umweltfrevler aufgefordert worden, den Müll wieder mitzunehmen beziehungsweise abzuholen. Das hätten sie auch getan. Bis auf wenige kleine Reste gebe es keine Spuren mehr von dem gefährlichen Bauschutt. Trotz dieser pädagogischen Maßnahme müsste so eine Straftat auch geahndet werden, ist Anita Warmbrunn überzeugt. Ohnehin sei nicht auszuschließen, dass dieses Material einfach in einen anderen Wald gekarrt wurde, wo es nicht so leicht zu finden ist.

Bei der Staatsanwaltschaft wurde das Verfahren „gegen Unbekannt“ geführt, sagt Oberstaatsanwalt Detlef Hommes auf Nachfrage. Aus den Akten seien keinerlei Hinweise auf eine Beteiligung der Polizei während der Ermittlungen ersichtlich. Ein Weg, das Verfahren wieder in Gang zu bringen, sei eine Beschwerde der Ortsvorsteherin mit neuen Hinweisen auf die Täter, so Hommes. Anita Warmbrunn will jetzt noch einmal Anlauf nehmen, die Sache doch noch aufzuklären.

Gleichzeitig zeigt sie sich hochgradig verständnislos und spielt zugleich auf den Werbeslogan der Gemeinde an: „Wenn wir so weitermachen herrscht nur noch das Chaos – auch wenn das Glück bei uns so nah liegt.“

Von Helge Treichel

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