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Die Metamorphose von Bärbel und Jürgen

Umweltpreis in Birkenwerder vergeben Die Metamorphose von Bärbel und Jürgen

Die Kinder der Vorschulgruppe der Kita Birkenpilz haben vor einigen Wochen die Patenschaft für Bärbel und Jürgen übernommen – zwei Kaulquappen. Wöchentlich beobachten sie Veränderungen und können so die Entwicklung zum Frosch miterleben. Für das Projekt wurden die Kinder mit dem Umweltpreis 2015 des Briesetalvereins ausgezeichnet.

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Vereinsvorsitzende Ute Lüty übergibt die Urkunde.

Quelle: Foto: Helge Treichel

Birkenwerder. „Me-ta-mor-pho-se“ rufen die Mädchen und Jungen im Chor. Was das bedeutet, weiß hier jedes Kind: Die Vorschulgruppe der Kita „Birkenpilz“ hat vor einigen Wochen die Patenschaft für Bärbel und Jürgen übernommen – zwei Kaulquappen. Wöchentlich beobachten sie die Veränderungen und können so leibhaftig die Entwicklung zum Frosch miterleben (Metamorphose). Für ihr Projekt wurde der Gruppe am Dienstag der mit 100 Euro dotierte Umweltpreis 2015 des Briesetalvereins verliehen.

Zum neunten Mal hatte der Verein zum Schutz des Briesetals und der Havelwiesen seinen jährlichen Umweltpreis ausgelobt, berichtet Vereinsvorsitzende Ute Lüty. Immer sei es darum gegangen, die Umwelt von Birkenwerder zu beschreiben. Das Thema in diesem Jahr: Amphibien.

Die insgesamt 32 Kinder der Gruppe schlossen nicht nur Bekanntschaft mit Bärbel und Jürgen, sondern auch mit deren Verwandten. Die leben zahlreich im Gartenteich der Familie von Yannik. Einmal pro Woche wurden einige mit einem Kescher eingefangen und vorsichtig in ein Glas gesetzt, sagt der Vorschulknirps. „Aber vorher haben wir Wasser eingefüllt.“ Nach der kurzen Stippvisite im Kindergarten am Burgstellenweg wurden die Kaulquappen wieder freigelassen. „Der Teich ist ein Lebensraum für die“, sagt Yannik zur Begründung.

Gemeinsam mit seinen Altersgenossen hat der Junge immer wieder Kaulquappen und Frösche gemalt. Deshalb konnte er nachvollziehen, wie die Beine wuchsen und im Gegenzug die Kiemen und der Schwanz verschwanden. In zwei Jahren werden Bärbel und Jürgen erwachsen sein und selbst Nachwuchs haben. So jedenfalls endet die lehrreiche Geschichte, die Erzieherin Susann Ehrich den Kindern erzählt hat. Die beginnt mit Hugo, der nächtelang im Teich quakte und so Hannelore anlockte. Nach einer glücklichen Romanze legte sie fast 4000 Eier neben ein Blatt dicht unter der Wasseroberfläche – den Laich. Bereits nach zwei Wochen schlüpften die ersten Kaulquappen, unter ihnen Bärbel und Jürgen.

Für ihren 100-Euro-Gewinn wollen die Kinder übrigens ein Tierbuch kaufen. Und vielleicht ein Eis. In der Schule möchte Susann Ehrich von dem Amphibien-Projekt berichten – damit es dort vielleicht fortgesetzt werden könnte.

Von Helge Treichel

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