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Oberhavel Umweltsünde in Birkenwerder kann teuer werden
Lokales Oberhavel Umweltsünde in Birkenwerder kann teuer werden
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19:03 08.01.2018
Bis spät in die Nacht dauerte die Entsorgung der gefährlichen Stoffe vor Ort. Quelle: Julian Stähle
Birkenwerder

Das in die Regenentwässerung der Gemeinde Birkenwerder abgeleitete Benzin am Sonntagnachmittag wird die Polizei noch eine ganze Weile beschäftigen. Am frühen Sonntagnachmittag hatte eine Zeugin gegen 13.40 Uhr in der Hauptstraße in Birkenwerder beobachtet, wie drei unbekannte Männer eine bis dato unbekannte Flüssigkeit in einen Regenwasserschacht entsorgt hatten. Die Frau alarmierte die Polizei, wenig später entspann sich in der Gemeinde ein Großeinsatz der Feuerwehr, der bis in die Nacht andauerte.

Bulgare tankte Super statt Diesel

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte ein 24-jähriger bulgarischer Bürger in seinen Diesel-Pkw am Sonntag Super-Benzin getankt. Gemeinsam mit zwei Landsmännern schob er anschließend seinen Wagen bis zu einem vergitterten Kanalschacht, über den er schließlich insgesamt rund 60 Liter Benzin in die Regenentwässerung Birkenwerders entsorgte. Die von der Zeugin alarmierte Polizei stellte die drei Personen sowie deren Fahrzeug vor Ort fest und brachte den Hauptverursacher des Vorgangs auf die Polizeiinspektion nach Oranienburg. Nach Aufnahme der Personalien sowie seiner Befragung wurde der 24-Jährige anschließend gegen die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro entlassen. Die Sicherheitsleistung ist ein Indiz dafür, dass der Mann seinen dauerhaften Wohnsitz nicht in der hiesigen Region beziehungsweise in Deutschland habe, erklärte Polizeisprecherin Dörte Röhrs auf MAZ-Nachfrage.

Teurer Großeinsatz

Gegen den Mann wurde noch am Sonntag ein Strafverfahren aufgrund des unerlaubten Umgangs mit Abfällen (§326 StGB) eingeleitet. Ob in weiteren Straftatbeständen ermittelt werden wird, werden die laufenden Ermittlungen zeigen. Ebenso wird durch die Polizei geprüft, ob der Verursacher für die Übernahme der Kosten des Großeinsatzes herangezogen werden kann. Birkenwerders Bürgermeister, Stephan Zimniok, erklärte unterdessen noch am Sonntagabend: „Wir werden die Rechnung für den Einsatz auf jeden Fall an die Verursacher schicken.“

Nachdem ein Fahrzeugführer in Birkenwerder (Oberhavel) seinen Pkw mit falschem Benzin betankt hatte, entleerte er seinen Tag wenig später nahe der Tankstelle in einen Regenwasserabfluss vor Ort. Anwohner beobachteten das Treiben und alarmierten die Polizei, die stellte den Täter vor Ort und löste gleichzeitig einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Durch das in den Regenwasserkanal eingeleitete Benzin bestand zwischenzeitlich die Gefahr einer Explosion. Etwa 35 Anwohner sowie die Tankstelle mussten evakuiert werden. Die Feuerwehr war bis zum Abend damit beschäftigt, das Benzingemisch aus der Abwasseranlage zu entfernen.

Der Vorgang hatte einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst, da Messungen der Feuerwehr in Birkenwerder ein explosionsgefährliches Gemisch aus Luft und Kraftstoffdämpfen im Kanalschacht der betroffenen Regenwasserableitung ergeben hatten. Aus diesem Grund mussten die an der Autobahn anliegende Straße sowie die Jet-Tankstelle in Birkenwerder evakuiert werden. Davon betroffen waren unter anderem rund 35 Anwohner.

Katastrophe in der Katastrophe

Kurz vor 19 Uhr kam es im Zuge der Aufräum- und Reinigungsarbeiten durch ein von der Feuerwehr angefordertes Spezialfahrzeug zu einer weiteren Havarie, als der Hydraulikschlauch dieses Fahrzeugs riss und sich in Folge am Unfallort ein Ölgemisch großflächig verteilte. Dadurch war nicht nur das Fahrzeug außer Betrieb gesetzt, welches das Benzin-Wasser-Gemisch aus der Regenkanalisation entfernen und diese reinigen sollte. Feuerwehrleute streuten das Öl mit Bindemittel ab, welches schließlich von einer weiteren Spezialfirma mit einer speziellen Straßenkehrmaschine beseitigt wurde.

Als sie in Birkenwerder mit Hilfe eines Spezialfahrzeugs gerade mit der Reinigung und Spülung eines mit Benzin verunreinigten Regenabwasserkanals beschäftigt waren, erlebten die Rettungskräfte vor Ort am Sonntag (7. Januar 2018) eine „Katastrophe in der Katrastrophe“: Ein Hydraulikschlauch des Reinigungsfahrzeugs zerplatzte, eine große Menge Öl ergoss sich auf das Gelände vor Ort und musste nun zusätzlich aufgefangen und entsorgt werden. Zudem musste das dadurch außer Betrieb gesetzt Spezialreinigungsgerät ersetzt werden. Ein Einsatz, den die vor Ort anwesenden Rettungs- und Feuerwehrkräfte sicher nicht so schnell vergessen werden, zumal 35 evakuierte Anwohner bei klirrender Kälte darauf warteten, wieder in ihre Wohnungen gelassen zu werden.

Evakuierung gegen 22 Uhr aufgehoben

Gegen 21 Uhr konnten die vor Ort anwesenden Kameraden der Feuerwehr ihren Einsatz beenden, da die Explosionsgefahr gebannt war. Fachkräfte führten die Entsorgung der Stoffe eigenständ zu Ende. Die komplette Evakuierung wurde laut Informationen der Polizei schließlich um 22 Uhr wieder aufgehoben.

So hatte die MAZ vom vor Ort vom Großeinsatz berichtet:
http://www.maz-online.de/Lokales/Oberhavel/Benzin-im-Abfluss-entsorgt-Explosionsgefahr

Von Nadine Bieneck und Julian Stähle

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