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Oberhavel Unbekannte lagern Sondermüll im Wald ab
Lokales Oberhavel Unbekannte lagern Sondermüll im Wald ab
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04:21 27.02.2018
Trennwände eines Bungalows, Fensterteile – Ingo Jeschek, Leiter im Forstrevier Neuendorf, an einem der Müllhaufen bei Döhringsbrück. Quelle: Robert Tiesler
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Hohenbruch

Der Müll liegt mitten im Wald. Nicht irgendwo am Rand, die Unbekannten sind tief rein gefahren, damit sie vermeintlich unbemerkt ihren Dreck loswerden konnten. Es muss am Wochenende passiert sein, aber schon am Montag haben Mitarbeiter der Revierförstereien die Müllhaufen entdeckt.

Sondermüll im Wald bei Hohenbruch. Quelle: Robert Tiesler

Revierleiter Ingo Jeschek ist sauer. An einer Waldweg-Kreuzung ganz in der Nähe von Döhringsbrück, einem Gemeindeteil von Hohenbruch, liegt einer der Haufen. Es sind ganz offenbar Reste eines abgerissenen Bungalows. Trennwände, wo sogar noch die Tapete zu erkennen ist. Fensterteile, Dämmwolle – und auf jeden Fall umweltschädlicher Asbest. „Wir sind an vier Stellen fündig geworden“, sagt Ingo Jeschek. Ein weiterer Müllhaufen liegt an einer Stelle im Wald zwischen Hohenbruch und Teerofen. Außerdem in der Nähe von Wolfslake und bei Nassenheide. Am Wochenende entdeckten Passanten am Rand von Groß-Ziethen abgeladene Asbestplatten und Bauschutt. Der Revierleiter kann nur für seine vier Fälle sprechen, aber er sagt: „Das alles müsste von einer Aktion stammen.“ Eines oder mehrere Gebäude müssten abgerissen worden sein. Er vermutet, es müsste im Oranienburger Bereich geschehen sein. „Wir haben Anzeige bei der Polizei erstattet.“ Müll im Wald abzuladen, ist eine Ordnungswidrigkeit. „Das hier aber ist eine Umweltstraftat“, sagt Ingo Jeschek.

Reste einer Trennwand und eines Fensters. Quelle: Robert Tiesler

Zwar sind die Wälder für den Straßenverkehr gesperrt, aber die Schranken an den Eingängen nicht verschlossen. „Das dürfen wir nicht, weil es ein Betretungsrecht gibt, zum Beispiel für Kremserwagen.“ Die unbekannten Täter haben das offenbar für sich ausgenutzt.

Tapete-Reste auf der Trennwand. Quelle: Robert Tiesler

Er kann den Müll auch nicht einfach wegräumen. „Da müssen Spezialisten kommen, die das entsorgen. Wir selbst dürfen das auf keinen Fall beräumen, dazu braucht man eine Schutzausrüstung, und das ist eine teure Sache.“ Landkreis und die Försterei müssten sich das wohl teilen. Aber bis alles in die Wege geleitet werde, könne es noch zwei Wochen dauern. Der Revierleiter befürchtet, dass nun noch mehr Leute ihren Müll an diesen Stellen ablagern.

540 Kubikmeter Müll sammelten die Mitarbeiter des Forstreviers Neuendorf 2017 aus den Wäldern, davon waren 100 Kubikmeter Sondermüll. Etwa 2100 Arbeitsstunden gingen dafür drauf – das entspricht Lohnkosten in Höhe von ungefähr 34 000 Euro. Die Kosten für die Sondermüllentsorgung betrug im vergangenen Jahr 4400 Euro, so Ingo Jeschek.

Ein Sondermüllhaufen. Quelle: Robert Tiesler

Der Revierleiter hofft, dass durch Zeugen die Täter gefunden werden. „Vielleicht hat ja jemand gesehen, wo ein Bungalow abgerissen worden ist“, hofft er. Zeugen werden gebeten, sich entweder an die Polizei oder an die Oberförsterei in Neuendorf zu wenden. Wer hat etwas bemerkt? Wer hat beobachtet, wie in der Nachbarschaft einer und mehrere Bungalows abgerissen worden sind?

Die Oberförsterei ist zu erreichen unter 033051/9 07 31. Die Polizeiwache in Oranienburg ist erreichbar unter 03301/85 10. Die Registrier-Nummer für diesen Fall ist: IDx10927181. Sie kann bei der Polizei angegeben werden.

Interessant dürfte in diesem Zusammenhang ein ganz ähnlicher Fall sein, der sich im August 2017 in Mühlenbeck ereignete. Seinerzeit kamen die Täter davon – sehr zum Ärger von Ortsvorsteherin Anita Warmbrunn.

Von Robert Tiesler

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