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Oberhavel Sorgenfalten wachsen: Unfallschwerpunkt A10
Lokales Oberhavel Sorgenfalten wachsen: Unfallschwerpunkt A10
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20:31 16.05.2018
Immer wieder Stau: Zur Zeit tägliche Situation vieler Verkehrsteilnehmer auf der A10, wie hier dem Nördlichen Berliner Ring.  Quelle: Julian Stähle
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A10/Berliner Ring

In den letzten Tagen häuften sich die Unfälle auf dem Berliner Ring. Seit Wochenbeginn standen zahlreiche Pendler aus und um Oberhavel aufgrund teils schwerer Verkehrsunfälle täglich bis zu mehrere Stunden und über mehrere Kilometer im Stau.

Am Montagmorgen (14. Mai) wurden bei einem schweren Auffahrunfall zwischen der Anschlussstelle Birkenwerder und Dreieck Oranienburg in Fahrtrichtung Hamburg, in den vier LKWs verwickelt waren, zwei Personen so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarben. Der Verkehr staute sich aufgrund der damit verbundenen Vollsperrung zeitweise bis zum Dreieck Pankow auf rund 14 Kilometern zurück.

Auch am Dienstag erstreckte sich auf dem Streckenabschnitt zwischen Pankow und Dreieck Havelland in Fahrtrichtung Hamburg ein viele Kilometer langer Stau, in dem zahlreiche Verkehrsteilnehmer zeitweise lange Zeit gefangen waren und in dem zwischenzeitlich gar nix mehr ging.

Ursache dafür waren nicht nur mehrere Verkehrsunfälle – so bemerkte ein 78-Jähriger das Stauende zu spät und fuhr auf den vor ihm fahrenden PKW auf, dessen Beifahrer dabei schwer verletzt wurde – sondern zusätzlich auch die Fahrbahnverengung auf nur eine Spur im Bereich Oberkrämer/Dreieck Havelland aufgrund einer Baustelle.

Bei einem schweren Unfall mit insgesamt vier LKWs kamen am Montagvormittag (14. Mai) auf dem Nördlichen Berliner Ring zwischen der Anschlussstelle Birkenwerder und dem Dreieck Oranienburg in Fahrtrichtung zwei Personen ums Leben, eine weitere wurde verletzt. Bei dem Auffahrunfall an einem Stauende verkeilten sich die Sattelzugmaschinen durch die Wucht des Aufpralls dermaßen stark ineinander, dass die Bergungs- und Aufräumarbeiten mehrere Stunden andauerten. Quelle: Julian Stähle

Am Mittwoch krachte es im morgendlichen Berufsverkehr dann erneut auf dem Nördlichen Berliner Ring, diesmal in Fahrtrichtung Frankfurt/Oder zwischen dem Dreieck Pankow und dem Dreieck Barnim. In die Kollision verwickelt waren drei Sattelzugmaschinen, glücklicherweise gab es in diesem Fall „nur“ zwei Leichtverletzte zu beklagen.

Auch Südlicher Berliner Ring problematischer Verkehrsbereich

Auch der Südliche Berliner Ring ist seit Monaten Unfallschwerpunkt. Nahezu täglich vermeldet die Polizei von der Autobahnbaustelle rund um Michendorf (Havelland) Zusammenstöße und Kollisionen.

Der Bereich wächst sich für Autofahrer und Polizisten zu einem Riesen-Alptraum aus: So ereigneten sich im Jahr 2017 insgesamt 1276 Unfälle auf dem Teilstück – das sind im Schnitt drei Unfälle täglich. Ein Szenario, das im Rahmen der bis 2022 geplanten Dauerbaustelle auf der A10 und A24 zwischen dem Dreieck Pankow und Neuruppin auch auf Verkehrsteilnehmer und Polizei rund um den Nördlichen Berliner Ring zukommt?

Vollsperrung Mittwochmorgen an Baustelle bei Genshagen

Am Mittwochmorgen kam es einige Kilometer östlich der Problembaustelle Michendorf zu einer Vollsperrung, nachdem ein LKW und ein Kleintransporter an einer Baustelle zwischen Rangsdorf und Genshagen (Teltow-Fläming) kollidiert waren.

Verletzt wurde in diesem Fall niemand. Die Autobahn musste jedoch aufgrund der Aufräumarbeiten für etwa eine Stunde gesperrt werden.

Erneut ist es auf dem Nördlichen Berliner Ring am Mittwoch (16. Mai 2018) auf der A10 erneut zu einem schweren Unfall gekommen. Drei Lastwagen, darunter eine Sattelzugmaschine mit einem Tankwagen, waren in den Zusammenstoß verwickelt. Wegen des Unfalls bildete sich ein langer Stau.

Polizeidirektionleiter Frank Storch blickt mit Sorge auf Dauerbaustelle

Frank Storch, Leiter der Polizeidirektion Nord, hatte bereits im März dieses Jahres im Rahmen der Jahresbilanz-Pressekonferenz 2017 seine Sorgen bezüglich steigender Unfallzahlen in den nächsten Jahren in Zusammenhang mit dem Ausbau der A 10/A 24 zwischen dem Dreieck Pankow und Neuruppin geäußert. Erfahrungsgemäß würden die damit verbundenen Baustellen das Unfallgeschehen auf der insgesamt 64 Kilometer langen Baustrecke deutlich erhöhen.

Am 22. Mai soll die erste Baustelle des Ausbaus, der auf einen Zeitraum von vier Jahren festgelegt ist, offiziell öffnen.

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Von Nadine Bieneck

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