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Ungewisse Zukunft für Traditionsobjekt

Linde Ungewisse Zukunft für Traditionsobjekt

Die alte Fachwerkkirche in Linde soll verkauft werden. Mehrere Interessenten haben sich bereits gemeldet. Doch was wird aus dem Kulturförderverein, der das Gemäuer regelmäßig als Veranstaltungsraum nutzt?

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Siegfried Becker und Manuela Arlt vom Kulturförderverein Linde suchen sich nach Alternativen um.

Quelle: Uwe Halling

Linde. Ob Konzerte vom Oranienburger Jugendkammerorchester, das traditionelle Adventssingen oder Lesungen bekannter Autoren der Region, die alte Fachwerkkirche im Herzen von Linde steht dabei immer im Mittelpunkt.

Gesorgt hat dafür der Kulturförderverein Linde, der seit 2013 das kulturelle Leben im Ort bestimmt. Der Verein pachtet seit seiner Gründung die Kirche als Veranstaltungsort von den Besitzern. Doch die wollen das alte Gemäuer nun verkaufen.

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Die alte Dorfkirche bietet neben ihrem schönen Anblick viel Stauraum für etwaige Kunstobjekte. Aktuell lagern hier die Arbeiten von Joachim-Fritz Schultze Bansen.

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Mehrere Interessenten sind im Gespräch

Im Gespräch sind laut MAZ-Informationen mehrere Interessenten. Vorrangig Künstler, die die lichtdurchflutete Kirche für ihre künstlerische Arbeit und den großzügigen Dachstuhl als Lagerraum für ihre Kunstwerke nutzen wollen.

Zurzeit lagern dort noch die Arbeiten des Künstlers Joachim-Fritz Schultze Bansen. Er rettete die marode alte Saalkirche im Jahre 1997 „aus dem Dornrösschenschlaf“, wie Siegfried Becker vom Kulturförderverein Linde sagt.

Joachim-Fritz Schultze Bansen holte Kirche aus Dornrösschenschlaf

Joachim-Fritz Schultze Bansen kaufte und renovierte das alte Gemäuer liebevoll mit seiner Frau Heidi. Eine Kunsthalle sollte entstehen. Nach dem Tod des Künstlerehepaares erbten Heidis Brüder Dieter und Manfred Bierwisch die Fachwerkkirche, da das Ehepaar selbst keine Kinder hatte.

Eine Bedingung an die Verpachtung der Kirche an den Kulturförderverein war, die Kunstwerke dort zu lagern. Was mit ihnen beim anstehenden Verkauf geschehen soll, ist noch unklar.

Suche nach Alternativen

Gewiss ist jedoch, dass der Kulturförderverein zumindest im ersten Jahr nach dem Verkauf der Fachwerkkirche diese noch als Veranstaltungsraum nutzen kann. „Das hatte uns Herr Bierwisch versprochen“, sagt Vereinsvorstand Siegfried Becker.

Trotzdem schaut sich der Verein so langsam nach Alternativen um. „Im Frühjahr und im Sommer wollen wir unsere Veranstaltungen vor allem im Freien abhalten, wenn es kälter wird, werden wir wohl die alten Gemeinderäume nutzen“, sagt Vorstandsmitglied Manuela Arlt.

Für 2018 ist bereits eine Vernissage zum „Tag der offenen Ateliers“ im Mai geplant.

Von Josefine Kühnel

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