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Oberhavel Ungewisse Zukunft fürs Altstadtstübchen
Lokales Oberhavel Ungewisse Zukunft fürs Altstadtstübchen
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16:28 11.08.2017
Brigitte Krause am Tresen des Altstadtstübchens in Kremmen. Vier Tage pro Woche ist geöffnet. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Die Schwestern Brigitte Krause und Elfi Schwanke haben sich in Kremmen einen Namen gemacht. Sehr viele kennen das Altstadtstübchen unweit des Marktplatzes. Und sehr viele sind besorgt: Wie lange wird es die Gaststätte noch geben?

Erst seit 2003 gibt es das Altstadtstadtstübchen. Davor befanden sich an der Stelle Wohnungen und ein Textilgeschäft. Aber in diesen 14 Jahren ist das Wirtshaus zu einem echten Treffpunkt geworden. Das liegt daran, dass die Schwestern schon seit vielen Jahren ein echtes Team sind. 37 sind es, um genau zu sein.

Elfi Schwanke arbeitete in den 80ern schon in der Kremmener Seegaststätte als Köchin, später auch in anderen Wirtshäusern. Bis heute sind ihr Frikassee, ihr Würzfleisch oder ihre Schnitzel sehr beliebt. Ursprünglich war das alles gar nicht so geplant. Eigentlich sollte es an dieser Stelle nur ein kleines Café geben, aber dann entwickelte sich alles doch zu einer richtigen Gaststätte hin. Aber inzwischen ist Elfi Schwanke 66 und Brigitte Krause, die am Tresen steht, ist 65. Sie wollen gern in ihren Ruhestand gehen.

Das Altstadtstübchen. Quelle: Robert Tiesler

Eigentlich hatten sie ihren Plan im vergangenen Jahr schon mal wahr gemacht. Sie hatten an einen jungen Mann vermietet, der das Altstadtstübchen weiterführen wollte. Aber das hat nicht funktioniert, das war relativ schnell klar. Die Gäste seien auch nicht zufrieden gewesen. Schon im Februar übernahmen die Schwestern den Betrieb wieder. „Da brauchte ich keine Bedenkzeit“, sagt Brigitte Krause.

Aber auch das soll keine Dauerlösung sein, sie suchen weiterhin nach einem Mieter. „Aber wir wollen jemanden finden, wo wir sagen, dass wir ein gutes Gefühl dabei haben.“ Der- oder diejenige, die übernimmt, müsse von seinem Beruf überzeugt sein. Er oder sie muss gut kochen können, im Idealfall meldet sich ein Ehepaar. Es gab auch schon Bewerber, die haben die Schwestern aber bislang nicht überzeugen können.

Deutsche Hausmannskost gibt es im Altstadtstübchen immer donnerstags bis sonntags. Das solle im Idealfall auch so bleiben, sei aber kein Muss, wie die Wirtin dann doch einschränkt. Früher war sechs Tage pro Woche geöffnet, aber das schaffen die beiden nicht mehr. Auch die Auslieferung von Büfetts wollen die beiden erst mal sein lassen.

Das Altstadtstübchen habe ein treues Stammpublikum, erzählt Brigitte Krause. Immer wieder kämen Kremmener, um Geburtstagsfeiern im Lokal vorzubestellen – verbunden mit der Bitte, doch so lange noch weiterzumachen. Aber: „Wir haben uns eine Grenze gesetzt. Bis Ende Oktober machen wir noch. Irgendwann muss Schluss sein. Und wenn sich dahin kein Mieter für die Gaststätte findet? „Dann wird das hier irgendwann als Wohnung zurückgebaut. Ich will ja nicht hinterm Tresen umfallen“, sagt Brigitte Krause und lächelt. Es könne auch ein anderes Gewerbe sein, dass dort angesiedelt werden könnte. Dennoch dachten die Schwestern, dass es leichter sei, einen Mieter zu finden.

Von Robert Tiesler

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