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"Unser Haus" braucht fleißige Hände

Gransee: Altes Hospital soll Multi-Kulti-Treff werden "Unser Haus" braucht fleißige Hände

In das seit Jahren leerstehende alte Hospital in Gransee (Oberhavel) soll wieder Leben einziehen. Dafür werden zum großen Arbeitseinsatz am Wochenende nach Ostern freiwillige Helfer gesucht. Die Initiative "Willkommen in Gransee" will aus dem Haus ein Multi-Kulti-Treff machen, das Granseern und Asylbewerbern offensteht und in dem gemalt, gebastelt, getanzt, gekocht wird.

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In dieses Gebäude soll in den nächsten Wochen und Monaten wieder Leben einziehen.

Quelle: Stefan Blumberg

Gransee. Das könnte der Punkt auf dem i sein: „Unser Haus“. So bezeichnet Uwe Mietrasch das alte Hospital in der Ruppiner Straße 8 in Gransee. Das seit einigen Jahren leerstehende Gebäude soll in Schuss gebracht werden. Innerhalb kürzester Zeit will die Initiative „Willkommen in Gransee“ das Haus nutzbar machen. Das soll insbesondere mit einer dreitägigen Hau-Ruck-Aktion geschehen. Am Wochenende nach Ostern sind große Arbeitseinsätze auf freiwilliger Basis geplant. Die Initiatoren hoffen auf viele zupackende Hände. „Es geht unter anderem darum, Wände abzubrechen, Tapeten und Paneele zu entfernen“, sagt Mietrasch. Türen müssen lackiert, Wände ausgebessert, Handläufe geschliffen und gestrichen, Fenster und Heizkörper geputzt werden. Am Freitag, 10. April, wird in dem Haus in der Ruppiner Straße 8 von 14 bis 19 Uhr Hand angelegt. Am Sonnabend, 11. April, gehen die Arbeiten von 10 bis 18 Uhr. An beiden Tagen setzen die Willkommen-in-Gransee-Organisatoren auf 30 bis 40 Leute. „Es heißt nicht, dass man den ganzen Tag da sein muss. Es ist uns schon geholfen, wenn zwei, drei Stunden zugefasst wird“, so Uwe Mietrasch, der mit seiner Familie anrücken wird. Auch am Sonntag, 12. April, soll das Innere auf Vordermann gebracht werden (10 bis 14 Uhr). Gedacht ist daran, dass zwei Teams aufgestellt werden: das Arbeitsteam und das Versorgungsteam.

Im Idealfall sollte das Haus bereits am letzten April-Wochenende so weit nutzbar sein, dass auf dem Gelände das Willkommensfest für die Asylbewerber stattfinden kann. Das Haus wird künftig allen Granseern offenstehen.

„Wir sind sehr dankbar, dass die Stadtverordneten, die Ausschussmitglieder und die Amtsverwaltung uns das Haus zur Nutzung zur Verfügung stellt. Es ist eine Chance für uns, aber wir müssen was tun“, so Uwe Mietrasch. Das Gebäude solle mit Leben gefüllt werden. Für die Flüchtlinge sei dort eine Möglichkeit, mit den Granseern in Kontakt zu kommen. „Es gibt Ressentiments gegenüber den Flüchtlingen. Die Leute in der Stadt sind es nicht gewohnt, mit Multi-Kulti umzugehen. Wir hoffen, dass die Vorbehalte in diesem Haus mit abgebaut werden können.“

Ideen für die Nutzung gibt es viele: malen, basteln, tanzen, spielen, gemeinsam kochen, Mutter- und Kind-Nachmittage. Der Maler Markus Beer möchte regelmäßig einen Malnachmittag anbieten. Ein syrisch-englisches Künstlerpaar, das in Deutschland lebt, stellte in der vergangenen Woche sein geplantes Kunstprojekt vor, das mit den Asylbewerbern in Angriff genommen werden soll.

Die Willkommens-Initiative wäre dankbar, wenn sich Freiwillige für den Arbeitseinsatz und die Arbeit mit den Flüchtlingen melden würden. Kontakt ist per E-Mail unter begegnungshaus@Willkommen-Gransee.de oder Telefon bei Klaus Pölitz (03306/2561) möglich.

Ob das Gebäude „Unser Haus“ heißen wird oder ob es überhaupt einen Namen bekommt, steht in den Sternen. Es kursieren weitere Bezeichnungen: „Ruppiner 8“, „Begegnungshaus“ oder „Hospitalglobal“. Darüber kann ja beim Arbeitseinsatz geredet werden…

Von Stefan Blumberg

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