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Oberhavel Unterwegs mit Kräuterfee Tina
Lokales Oberhavel Unterwegs mit Kräuterfee Tina
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00:36 19.04.2018
Kräuterfee Martina Bauer (r.) aus Falkensee ist zum zweiten Mal in Oberkrämer und hat immer begeisterte Kräuterfans im Schlepptau. Quelle: Robert Roeske
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Vehlefanz

Unkräuter – das gibt es für Martina Bauer nicht. „Die Pflanzen wachsen nur an einem Ort, wo man sie nicht haben möchte.“ Martina Bauer ist Kräuterpädagogin und machte sich am Sonnabend mit einer Gruppe auf den Weg zum Mühlensee. Viele Pflanzen seien früher ausschließlich als Heilpflanzen genutzt worden. „Das mit dem Kochen kam erst später.“

Kräuterfee Tina hat bei ihren Wanderungen feste Prinzipien. „Nur so viel pflücken, wie man wirklich verwenden kann.“ Und ganz wichtig: „Steckt nichts in den Mund, was ich nicht vorher gesehen habe.“

Sabine Marke hat schon an der Mühle Taubnesseln gefunden. Die wandern schon mal ins Körbchen. Quelle: Robert Roeske

Die Wandersleute, alle gut ausgerüstet mit Körbchen für die gesammelten Kräuter, nickten und konnten es kaum erwarten. Schon beim Start an der Bockwindmühle gab es die ersten Funde. Die Taubnesseln blühen schon.

Gänseblümchen sind was für die Seele

Und auch die Gänseblümchen. Sie gehören zu Tinas Lieblingspflanzen. „Weil sie immer wieder aufstehen, selbst wenn man drauf tritt.“ Gänseblümchen sind einfach Pflanzen für die Seele.

Ein Gänseblümchen steht immer wieder auf. Quelle: Robert Roeske

Was man sonst noch alles damit machen kann, erfuhren die Wanderer auf der Tour zum Radeland. Das ist die große Halbinsel im Mühlensee. Auf den feuchten Wiesen wachsen viele Kräuter, man muss sie nur sehen und erkennen. Ganz typisch sind dieser Tage Vogelmiere, Spitzwegerich und Brennnesseln. Auch Gundelrebe und Schaumkraut.

Auf geht#s zum Mühlensee, in Gummistiefel und Regenjacke. Quelle: Robert Roeske

Kräuterfee Tina lässt sich gern von ihren Teilnehmern erzählen, wie sie die Kräuter beschreiben. Dann kommt ihr Part, zu erzählen, woran man die Pflanzen erkennt, wozu sie verwendet werden. „Sehen, fühlen, riechen, schmecken – das ist mein Prinzip“, sagt die 54-jährige Kräuterpädagogin, die sich ein großes Wissen über Wildpflanzen angeeignet hat.

Giersch hat viel Vitamin C

Deshalb weiß sie auch, dass der von Gärtnern so verteufelte Giersch eine große Heilkraft hat und früher bei Gicht angewendet wurde. Auch für Tee eignet er sich oder einfach als Salatbeilage. „Er schmeckt ähnlich wie Petersilie.“ Die Vogelmiere hat zum Beispiel nicht nur sehr viel Vitamin C, sondern wirkt als Tee sehr schleimlösend. „Das weiß kaum jemand.“

Der Kräuterfee Tina sieht man an , wie viel Spaß ihr die Wanderungen machen. Quelle: Robert Roeske

Die Teilnehmer am Sonnabend schon. Manche waren nicht nur aus Vehlefanz und der Umgebung gekommen, sondern aus Paaren und Glambeck angereist. Der Weg hatte sich gelohnt. Am Ende der Wanderung wurden die gesammelten Kräuter gleich verarbeitet zu Kräuterbutter. Und weil jeder einen kleinen Becher mitbringen sollte, gab’s zu Hause auch noch was davon.

Wer sich all die vielen Tipps nicht merken konnte oder noch mehr Rezepte ausprobieren will, kann sich den monatlichen Newsletter von Martina Bauer abonnieren.

Der Förderverein wird sie bestimmt wieder einladen

Die nächste Kräuterwanderung mit Tina in Vehlefanz ist schon ausgebucht. „Mehr als 14 Teilnehmer macht keinen Sinn“, sagt Kerstin Rosen von der Touristeninfo an Mühle. Auch dieses Mal konnte sie gar nicht alle Vorbestellungen annehmen.

Im vorigen Jahr war Kräuterfee Tina das erste Mal in der Gemeinde Oberkrämer. Der Förderverein des Regionalparks Krämerforst und die Oberkrämer-Touristeninformation werden sie bestimmt noch öfter einladen.

Von Andrea Kathert

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