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Oberhavel Urlaub in Hohen Neuendorf
Lokales Oberhavel Urlaub in Hohen Neuendorf
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06:08 16.08.2016
Familie Keil aus Müllheim beim Eisessen in Hohen Neuendorf, Uwe Schröder (3.v.l.), Freiwillige Feuerwehr Hohen Neuendorf Quelle: Nadim Baker
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Hohen Neuendorf

Urlaub in Hohen Neuendorf? Für die Familie Keil aus Müllheim im baden-württembergischen Markgräflerland ist das keine abwegige Vorstellung. Insgesamt zwei Wochen der Sommerferien verbringt die acht-köpfige Familie in ihrer ostdeutschen Partnerstadt. Für Großmutter Hannelore ist der Besuch in Hohen Neuendorf allerdings keine Seltenheit. Schon lange lebt die Müllheimerin die Partnerschaft, die ihre Stadt seit bald 25 Jahren mit Hohen Neuendorf verbindet und fährt jährlich mindestens einmal hierher. Die Zusammenarbeit beider Städte startete im Jahr 1992. „Ich fühle mich hier wohl“, sagt Hannelore Keil, „immer wenn ich nach Hohen Neuendorf fahre, fühlt sich das wie ein zweites Zuhause an.“

Auch die übrigen Familienmitglieder können dem Landkreis Oberhavel als Urlaubsziel vieles abgewinnen: die vielen Tierparks in der Umgebung für die Kinder und die Nähe zu Berlin und dem dortigen Kulturangebot für die Erwachsenen. „Und wenn einem der Hauptstadttrubel zu viel wird, dann ist Hohen Neuendorf ein geeigneter Startpunkt um Brandenburg zu erkunden“, sagt Großvater Wolfgang Keil. Aber warum ausgerechnet Hohen Neuendorf, wo doch Müllheim selbst 850 Kilometer weit entfernt im südwestlichsten Zipfel der Bundesrepublik liegt? „Es ist schon richtig, ich bin keine gewöhnliche Müllheimerin“, antwortet Hannelore Keil und meint damit ihr langjähriges Engagement im Müllheimer Partnerschaftskomitee, einem ehrenamtlichen Gremium, das die Städtepartnerschaft mit Hohen Neuendorf koordiniert und begleitet. In dieser Funktion kennt sie Hohen Neuendorf seit über 20 Jahren und hat hier im Laufe Zeit viele gute Freunde gefunden.

„Persönliche Kontakte sind am wichtigsten“

Für die Dauer ihres Besuchs ist Keil mit ihrer Familie bei zwei Gastfamilien untergekommen, die ihre Häuser unentgeltlich zur Verfügung stellen. „Persönliche Kontakte sind bei einer guten Städtepartnerschaft am wichtigsten“, sagt Hannelore Keil, „Erst die echten Freundschaften füllen solche Projekte mit Leben.“Als Privatpersonen dürften die Müllheimer Touristen allerdings zu den Wenigsten gehören, die aus Süddeutschland anreisen, um Hohen Neuendorf zu besuchen. Doch auf Ebene der Vereine und Verbände wird die Annäherung beider Städte deutlich: der Tanzverein „Kesse Sohle“ beispielsweise hält regelmäßige Aufführungen in Müllheim ab; zuletzt sogar mit Beteiligung von Müllheimer Kindern. Ähnliche Begegnungen planen der Müllheimer Handballverein und das Musikschulorchester. Auch der 2003 gestaltete Müllheimer Platz am S-Bahnhof Hohen Neuendorf zeugt von einer engen Städteverbindung.

Längerfristig sei es jedoch wichtig, eine Städtepartnerschaft auf einem hohen Niveau zu halten und sie in folgende Generationen hineinzutragen, weiß Susanne Kübler von der Stadtverwaltung Hohen Neuendorf. Für diesen Zweck stellt die Stadt in diesem Jahr ein Budget mit rund 30.000 € bereit. Laut Hannelore Keil stimmte die Chemie zwischen den zwei Städten bereits von Anfang an. „Damals konnten wir unsere ostdeutschen Partner bei dem Aufbau ihrer Verwaltung beraten.“ Seitdem habe sich die Stadt hervorragend entwickelt und sei deutlich gewachsen.

Am kommenden Freitag reist Familie Keil wieder zurück nach Müllheim, ihr letzter Besuch wird es sicher nicht gewesen sein. Spätestens die Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft im Herbst 2017 wird die Familie wieder nach Hohen Neuendorf führen. Zu dem Anlass werden zwischen dem 30. September und dem 3. Oktober etwa 170 weitere Gäste aus Müllheim erwartet.

Von Nadim Baker

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