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Urnen-Fund soll im Ort gezeigt werden

Hohen Neuendorf Urnen-Fund soll im Ort gezeigt werden

Mit diesem archäologischen „Pfund“ wollen die Hohen Neuendorfer wuchern: Die Fragmente von zwei mehr als 2000 Jahre alten Urnen, die Ende Oktober in Alt-Borgsdorf ausgegraben wurden, sollen dauerhaft im Ort präsentiert werden, notfalls auch als Kopie.

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Fragment eines der mehr als 2000 Jahre alten Fundstücke der vorrömischen Eisenzeit aus Alt-Borgsdorf.

Quelle: Enrico Kugler

Hohen Neuendorf. Mit diesem archäologischen „Pfund“ wollen die Hohen Neuendorfer wuchern: Die Fragmente von zwei mehr als 2000 Jahre alten Urnen, die Ende Oktober in Alt-Borgsdorf ausgegraben wurden, sollen dauerhaft im Ort präsentiert werden, notfalls auch als Replik. Das beschlossen die Stadtverordneten am Donnerstagabend bei zwei Stimmenthaltungen auf Antrag der CDU-Fraktion.

Der Fund war ans Tageslicht gekommen, als im Vorfeld eines Wohnungsbauvorhabens an der Hauptstraße 7 archäologische Suchgrabungen auf dem Privatgrundstück vorgenommen wurden. Das gehört zum Standardprogramm, weil keinen halben Kilometer entfernt einst eine historische Siedlung lag. Umso erfreuter war der Glienicker Archäologe Torsten Dressler über das Ergebnis.

Laut Beschluss soll die Stadtverwaltung nun die rechtlichen, räumlichen und sonstigen Voraussetzungen prüfen und die erforderlichen Gespräche führen. In diesem Zusammenhang konnte der Beigeordnete Alexander Tönnies (SPD) bereits die ersten Informationen aus der Landesdenkmalbehörde weitergeben. Danach liegen die wissenschaftlichen Ergebnisse derzeit lediglich als Kurzdokumentation vor. Fest stehe indes, dass die Grabungsfunde durch vorherige Erdarbeiten bereits gestört und teilweise zerstört wurden. Damit sei die historische Anordnung verändert worden. Für die Fundstücke selbst sei ein hoher Restaurationsaufwand erforderlich. Falls dies fachlich zu vertreten sei, könnten die Urnen als Leihgabe in der Stadt ausgestellt werden, jedoch nur befristet. Dauerleihgaben gebe es grundsätzlich nicht. Thomas von Gizycki (B 90/Grüne) schlug deshalb vor, die Möglichkeit von Kopien in den Prüfauftrag einzubeziehen. Grundsatzkritik übte Linken-Fraktionschef Lukas Lüdtke. Den situativen Ansatz à la „wir haben da mal was gefunden und stellen das aus“ könne er nicht nachvollziehen: „Sorry Leute, das ist mir zu wenig.“ Schließlich habe auf Vorschlag seiner Partei die Chance bestanden, es fundiert anzupacken und ein Heimatmuseum zu gründen. Das jedoch sei vor rund zwei Jahren abgelehnt worden. Dass der Vorschlag beinhaltete, 2,5 neue Stellen zu schaffen, müsse der historischen Wahrheit hinzugefügt werden, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Andrle.

Von Helge Treichel

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