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Oberhavel Vehlefanzer Mühle ist auch ein Lernort
Lokales Oberhavel Vehlefanzer Mühle ist auch ein Lernort
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17:39 13.10.2015
Vortrag für die Arbeitskreis-Mitglieder im Inneren der Vehlefanzer Mühle. Quelle: Robert Tiesler
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Oberkrämer

Die Mühle in Vehlefanz ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit. Sie kann auch Lernort für Kinder und Erwachsene sein. Deshalb waren am Dienstag Vertreter des Arbeitskreises Lernort Landwirtschaft in Schwante und Vehlefanz unterwegs.

„Es geht darum, Netzwerke zzu stricken“, sagte Marina Maaß, die Regionalbeauftragte von Landaktiv, einer Initiative für Leben im ländlichen Raum. Bei diesem Treffen, das am Dienstagmorgen zunächst in Schwante begann, sollen die verschiedenen Akteure zum Erfahrungsaustausch zusammenkommen.

So können Interessierte in der Mühle lernen, wie das Korn gemahlen wird. In der Schwanter Bäckerei erfahren sie, wie daraus Brot wird. Auch in den Gewächshäusern in Vehlefanz könnten sich Schulklassen umsehen, wenn sie sich anmelden. Überall geht es darum, die Landwirtschaft zu vermitteln. „Hier in Oberkrämer gibt es eine spannende Kombination aus vielen solcher Lernorte“, sagte Marina Maaß. Möglich sei zum Beispiel der Gedanke, dass Klassenfahrten in den Ort führen, wo die Kinder dann auf verschiedene Akteure treffen. „Es gibt hier ein Riesenpotenzial.“ Auch, weil die Gemeinde Oberkrämer dieses Projekt stark unterstütze. „Die Vernetzung ist zudem schon groß, und es gibt Leute, die gewissermaßen als Motor agieren.“

Oberkrämer hat sechs Lernorte

Sechs Lernorte befinden sich in der Gemeinde Oberkrämer. Die Angebote richten sich an Kindergärten, Schulen, Familien und Pädagogen. Möglich sind Führungen, Projekte, Kindergeburtstage oder Klassenfeste. Infos gibt es unter www.oberkraemer.de oder  033055/2 17 63.

In Vehlefanz ist das Naturschutzgebiet Mühlensee ein solcher Lernort, ebenso die Bockwindmühle und die Gewächshäuser bei der Schwanteland GmbH.

In Wolfslake können Interessierte die Waldbegegnungsstätte besuchen.

In Schwante gehören der Milchviehstall und die Bäckerei dazu.

Wie zum Beispiel Regionalmanagerin Kerstin Rosen. In der Mühle erklärte sie den Anwesenden ausnahmsweise nicht, wie die Mühle funktioniert, sondern sie berichtete davon, wie sie Kindern das erklärt. „Da geht es dann darum, dass das hier ein Baudenkmal ist und wie früher gebaut wurde“, so Kerstin Rosen. „Die Kinder sehen das dann schon, dass damals alles mühseliger und langsamer war und dass man mehr als eine Fachrichtung können musste.“ Es sei aber immer wieder spannend, Kindern die Mühle zu zeigen und zu erklären. „Es gibt Schulklassen, die gut vorbereitet sind.“ Das sei jedoch nicht immer der Fall. „Man merkt den Unterschied, ob die Kinder auch mal in der Natur unterwegs sind und von den Eltern einiges erklärt bekommen.“ Nicht umsonst bittet sie Lehrer, die vor haben, mit den Kindern zur Mühle zu kommen, sich vorher spezielle Fragen zu überlegen.

Die Nähe von Oberkrämer zu Berlin spielt eine wichtige Rolle. „Mit Bus und Bahn ist der Ort ja relativ gut zu erreichen“, sagte Marina Maaß vom Landaktiv-Arbeitskreis. Der außerschulische „Grüne Lernort“, der in Vehlefanz und Schwante schon vorzufinden sei, mache einen attraktiven Eindruck. Den Kindern solle so auch die Landwirtschaft wieder näher gebracht werden. Marina Maaß: „Da gibt es viel Aufklärungsbedarf, und das ist Aufgabe der Akteure hier vor Ort.“

Von Robert Tiesler

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