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Vehlefanzer Mühle ist jetzt die Schön Kathrein

Hunderte kamen zum Mühlenfest Vehlefanzer Mühle ist jetzt die Schön Kathrein

Die Bockwindmühle in Vehlefanz ist nun 200 Jahre alt. Das ist Am Sonnabend nicht nur mit einem Mühlenfest gefeiert worden. Aus diesem Anlass erhielt das Bauwerk auch einen Namen: Sie heißt jetzt „Schön Kathrein“, benannt nach einer im Dorf spielenden Sage.

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Prost! Mit Sekt wurde auf die Mühle angestoßen: Ortsvorsteherin Erika Kaatsch (l.), Bürgermeister Peter Leys und Müllerin Kerstin Rosen.

Quelle: Robert Tiesler

Vehlefanz. Die Schön Kathrein hat Geburtstag. Sie sieht zwar nicht so aus, aber sie ist schon 200 Jahre alt. Deshalb fand am Sonnabend in Vehlefanz ein großes Fest statt.

„Schön Kathrein“ heißt die Bockwindmühle an der Lindenallee allerdings auch erst seit Sonnabend. Aus Anlass des Jubiläums ist sie getauft worden. „Als ich in Holland war, habe ich gesehen, dass dort jede Mühle einen Namen hat“, erzählte Regionalmanagerin und Müllerin Kerstin Rosen. Die Vehlefanzer begaben sich also auf die Suche nach einem passenden Namen und sind auf die Sage der Schön Kathrein gestoßen.

Die „Vehlefanzer Amseln“ sangen

Die „Vehlefanzer Amseln“ sangen.

Quelle: Robert Tiesler

Ein Schild an der Mühle zeigt den Namen nun an, am Sonnabendvormittag ist es enthüllt worden. „Die Mühle hat eine wachsende Bedeutung für Vehlefanz“, sagte Ortsvorsteherin Erika Kaatsch (BfO). Gerade in Hinsicht auf das Tourismuskonzept rund um den Mühlensee. Immer mehr Schulklassen würden sich beispielsweise anmelden, um die Mühle besichtigen zu können.

Bürgermeister Peter Leys (BfO) erklärte, dass für das nebenan stehende ehemalige Wohnhaus ein Bau- und ein Fördermittelantrag laufe. Es soll saniert werden, damit dort unter anderem die Tourismusinfo dort einziehen kann.

Die Sage von der Schön Kathrein

Die Geschichte spielt während des Dreißigjährigen Krieges. Kathrein, eine entfernte Verwandte des Müllers, bekommt bei ihm in Vehlefanz eine Anstellung als Magd. Einmal soll Kathrein ein Feuer schüren, was nicht funktioniert. Sie leiht sich von einem Ritter einige Eimer voll Glut. Die Glut verwandelt sich über Nacht in pures Gold. Der Müller hat nun Geld für eine neue Mühle. Als Dank gibt er ihr seinen Sohn zum Ehemann. Davor hatte er das immer abgelehnt. Er fand, dass das Mädchen nicht gut genug für seinen Jungen war. Er änderte seine Meinung.

Ortschronist Helmut Schönberg würde sich allerdings wünschen, wenn die Mühle wieder voll funktionstüchtig wäre. „Es ist schade, dass sie nicht mahlen kann“, sagte er. Er hat den Vorschlag, einen Förderverein zu gründen, um Geld dafür zu sammeln. 40 000 Euro seien nötig. „Eigentlich denke ich ja, dass die Gemeinde so was zahlen kann“, so Schönberg. Tatsächlich gibt es laut Bürgermeister Leys solche Gedankenspiele, aber wohl erst in einigen Jahren.

Tanz an der Mühle

Tanz an der Mühle.

Quelle: Robert Tiesler

Beim Mühlenfest konnten sich die Gäste aber auch altes Handwerk ansehen oder den „Vehlefanzer Amseln“ lauschen. Jutta Locht ist seit März im Chor dabei. „Ich kenne die Mühle noch aus Kindertagen“, erinnerte sie sich. „Nach dem Krieg haben wir hierhin Korn gebracht, der Müller hat Schrot daraus gemacht.“ Sie findet es schön, dass die Mühle noch so erhalten hat und am Sonnabend im Mittelpunkt der Feier stand.

Von Robert Tiesler

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