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Velten: Angst vor Einbrechern geht um

Kriminelle in der Ofenstadt Velten: Angst vor Einbrechern geht um

Die Zahl der Einbrüche in Unternehmen hat nach Informationen der Polizei zuletzt leicht zugenommen, in Eigenheime und Wohnungen wurde allerdings sogar weniger eingebrochen. Dennoch will die Verwaltung gemeinsam mit der Polizei nach vorbeugenden Maßnahmen suchen.

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Das Bürgerhaus Velten-Süd, das Ofenmuseum und andere Einrichtungen wurden zuletzt heimgesucht.

Quelle: Foto:Dpa

Velten. Zuletzt schlugen Einbrecher in Plentz’ Café am Bahnhof, im Indoorspielplatz Veltinchen oder in einer Physiotherapiepraxis zu. Auch ins Bürgerhaus Velten-Süd sowie ins Ofenmuseum drangen Unbekannte ein und richteten großen Schaden an. Nun geht in Velten die Angst vor Einbrechern um, in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung äußerten sich Bürger besorgt darüber. „Es fällt auf, dass die Täter oft wenig mitnehmen, aber viel verwüsten“, erklärt die Veltener Stadtverordnete Kristine Wunderlich (FWO), selbst als Polizistin in Berlin tätig.

Laut Informationen der Polizei-Pressestelle stiegen die Einbrüche in Unternehmen in den vergangenen Jahren leicht. Gab es 2013 genau 32 Einbrüche in Firmen der Ofenstadt, waren es im Jahr darauf zehn mehr. In Wohnungen und Einfamilienhäuser gab es 2013 27, im Jahr darauf „nur“ noch 12 Einbrüche. An der Statistik für das Jahr 2015 arbeite die Polizei indes noch. „Es ist aber zu erwarten, dass die Einbrüche in Häuser in etwa stagnieren, jene in Firmen noch mal leicht zugenommen haben“, erklärt Polizeisprecherin Dörte Röhrs.

Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) hatte in der vergangenen SVV erklärt, die Verwaltung wolle gemeinsam mit der Polizei über Maßnahmen gegen Einbrüche reden. Eine Lösung könne mehr Polizeipräsenz in der Stadt sein. Das fordert auch Polizistin Kristine Wunderlich. „Ich würde mir wünschen, dass die Beamten öfter Streife fahren und hier in Velten sichtbar sind“, so die FWO-Frau. Allerdings könne man auch nicht von der Polizei allein er­warten, alle Einbrüche zu verhindern.

Wunderlich rät dazu, dass man in der Nachbarschaft aufeinander aufpassen müsse. Die Hecken der Grundstücke sollten nicht allzu hoch sein, damit Nachbarn Einblick hätten. Zudem sollte man sich Kennzeichen von Fahrzeugen notieren, die öfter durch die Nachbarschaft fahren. Unbekannte hingegen könnten Anwohner einfach mal ansprechen. „Dann wissen potenzielle Einbrecher schon, dass sie beobachtet werden“, sagt Kristine Wunderlich.

In der SVV wurden aber auch andere Stimmen laut. Ein Veltener etwa forderte ein Sicherheitskonzept der Verwaltung, immerhin säßen die Leute im Flüchtlingsheim Bärenklau „vor den Türen Veltens“. Bürgermeisterin Hübner verwies darauf, dass für die Sicherheit des Heimes der Kreis zuständig sei, unter anderem seien Security-Unternehmen und die Polizei dabei involviert.

Von Marco Paetzel

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