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Brandenburgs hässlichster Bahnhof

MAZ besucht Velten Brandenburgs hässlichster Bahnhof

Als die MAZ vor einigen Wochen ihre Leser fragte, welches denn der hässlichste Bahnhof in Brandenburg sei, war das Ergebnis schnell klar. Der Bahnhof in Velten ist es. Auf Facebook, in zahlreichen E-Mails und Leserzuschriften ist immer wieder dieser Bahnhof genannt worden. Wir haben uns in Velten umgeschaut.

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Tristesse auf dem Bahnsteig: Viele Flächen sind mit Graffiti beschmiert, zudem wirkt der Bahnsteig samt Dach marode.
 

Quelle: Foto: Marco Paetzel

Velten.  Gräser wuchern auf dem Bahnsteig, an die Wände sind Graffiti geschmiert. Barriefreiheit? Fehlanzeige. Und über allem thront der mausgraue Fußgängertunnel, den die Veltener nur verachtungsvoll „Galgen“ nennen. Der Bahnhof der Ofenstadt wurde in von MAZ-Lesern zum hässlichsten Bahnhof der Mark gewählt. Auch in Velten sieht man das so. „Einen hässlicheren Bahnhof habe ich noch nirgendwo gesehen“, sagt Patrick Guntermann. Dabei ist der 22-Jährige viel auf Bahnhöfen in Berlin und Brandenburg unterwegs. „Selbst Bahnhöfe in kleinen Orten wie Vehlefanz oder Bärenklau sehen viel besser aus“, so der Veltener.

Hier gibt’s ein MAZ-Spezial zum Bahnhof in Velten.

„Nichts, außer Graffiti gibt es hier einfach nichts!“, schimpft die Berlinerin Ulrike Weidemüller, die von Berliner Bahnhöfen einen anderen Standard gewöhnt sei. Auch Barbara Schweihofer-Ellis, Sprecherin des Seniorenbeirats der Stadt, sieht den Bahnhof kritisch. Das Umfeld sei attraktiv, es gebe gute Parkmöglichkeiten und der Platz vor dem Bahnhot sei wunderschön geworden. Dazu komme das Bahnhofsgebäude, das vom Schwantener Bäcker Plentz derzeit saniert wird. „Die Tragik ist, dass das Kernstück eines Bahnhofs die Nutzungsfläche ist, diese ist hässlich und schändlich.“ Sie vergleicht den Bahnhof mit einem schönen Apfel, der aber von innen faul ist.

Stadt-Politiker hoffen nach deutlichem MAZ-Votum auf Sanierung

Das sieht man auch in der Veltener Stadtverordnetenversammlung so. „Es wurden über Jahrzehnte keine Investitionen vorgenommen, da ruht sich die Deutsche Bahn auf dem Streit um die S-Bahn- Anbindung aus“, sagt Marcel Siegert, Vorsitzender der Fraktion Pro Velten. Es müsse dringend etwas passieren. Siegert hofft, dass das Votum der MAZ-Leser helfe und die Notwendigkeit von Sanierungen unterstreiche. Die soll es laut Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner erst im Jahr 2017 geben. „Wir arbeiten mit allen Kräften daran, dass der Bahnhof schnell saniert wird“, so Hübner. Die Stadt werde der Deutschen Bahn die Kosten für die Sanierungsplanung vorschießen, damit es schneller gehe. Wann die Sanierung genau losgeht, könne man voraussichtlich im Frühjahr des kommenden Jahres bekanntgeben. Der marode Bahnsteig samt Fahrstühlen und der Personenüberführung soll komplett umgebaut werden, rund 4,5 Millionen Euro muss die Bahn dafür investieren.

Von Marco Paetzel

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