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Oberhavel Velten: Hartmut Politt (62) fängt neu an
Lokales Oberhavel Velten: Hartmut Politt (62) fängt neu an
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19:25 25.04.2016
Hartmut Politt tackert eine Spezialverpackung zusammen. Quelle: Foto : M.Paetzel
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Velten

Er wird nie wieder achtlos einen Pappkarton in die Mülltonne stopfen. „Man ahnt gar nicht, wie viel Arbeit zum Beispiel in der Verpackung eines Fernsehers steckt, wie viel Arbeit die einzelnen Teile machen“, sagt Hartmut Politt. Er muss es wissen. Seit Februar stellt der Hohen Neuendorfer selbst solche Verpackungen her, seitdem hat der 62-Jährige einen festen Arbeitsvertrag beim Veltener Unternehmen Konstruktive Verpackung Leister (KVL) unterschrieben. Vermittelt hat ihm die Stelle die Agentur für Arbeit, bei der Politt schon eine Art Stammkunde war. „Er war noch motiviert und wollte unbedingt wieder einen festen Job“, erklärt seine Arbeitsvermittlerin Astrid Luther.

23 Jahre lang hatte Politt zuvor am Flughafen Berlin-Tegel gearbeitet, er transportierte Gepäck in und aus Flugzeugen. Ein Job, der buchstäblich auf die Knochen ging. Bis zu zehn Tonnen an Koffern beförderte Politt jeden Tag. Bis sein Körper einfach nicht mehr konnte. „Das kannst du nicht bis zur Rente machen, der Job ist zu hart“, so der 62-Jährige. Also kündigte er, Abfindung inklusive.

Seit Mai 2014 war der Hohen Neuendorfer dann ohne Job, seine Bewerbungen liefen immer wieder ins Leere. „Ich wollte unbedingt noch arbeiten, weil ich mich noch gut fühle. In dem Alter will einen aber keiner mehr haben“, sagt der Senior. Genau da setzt das neue Programm „Langzeitarbeitslosigkeit vermeiden“ (LAV), das es im Landkreis Oberhavel erst seit Anfang des Jahres gibt. Es ermöglicht Langzeitarbeitslosen, sich bei hiesigen Unternehmen zu zeigen. Eine Chance, die sie so wegen ihrer Vita oft nie bekommen würden. Hartmut Politt ist einer von 39 Personen im Programm, zehn von ihnen konnten schon in eine feste Tätigkeit vermittelt werden.

Zunächst musste Hartmut Politt zur „TÜV Rheinland Akademie“ nach Lehnitz, mit der die Agentur zusammenarbeitet. Dort sprachen Experten mit ihm über seine Fähigkeiten und seine beruflichen Wünsche. Politt merkte an, dass er beruflich flexibel sei, aber nicht mehr so schwer arbeiten könnte. Und so vermittelte ihm der TÜV ein zweiwöchiges Praktikum beim Verpackungsunternehmen, das auf dem Gelände des ehemaligen Götzenbaumarktes in Velten sitzt. Weil die Geschäfte immer besser laufen, suchte KVL neue Leute. Chef Werner Skoppeck war froh über die Verstärkung. „Herr Politt ist zwar nicht so schnell wie ein junger Spund, aber kriegt alles hin“, sagt Skoppeck.

Die Arbeit fiel Politt zunächst nicht leicht. „Ich habe noch nie in diesem Bereich gearbeitet, da musste ich alles neu lernen“, sagt der 62-Jährige, während er mit einer Heißluftpistole Schaumstoffteile miteinander verschweißt. Die Arbeit mache ihm Spaß, weil jede Verpackung anders aussehe. „Das ist keine stupide Fließbandarbeit hier“, sagt Hartmut Politt, der eine normale 40-Stunden-Woche hat.

Sein Gehalt zahlt acht Monate lang zur Hälfte die Agentur für Arbeit, auch das ist Teil der Maßnahme. „Früher habe ich mehr verdient, aber das Geld reicht mir aus.“ Wenn nichts dazwischen kommt, sagt Politt, will er bis zur Rente bleiben.

Von Marco Paetzel

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