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Velten: Marcel Ruffert will Stadtverband verjüngen

Nachwuchs für die CDU Velten: Marcel Ruffert will Stadtverband verjüngen

Erst vor einem Jahr ist Marcel Ruffert in die CDU eingetreten, doch schon jetzt ist der 22-Jährige eine feste Größe bei der Veltener CDU. Er will den Stadtverband verjüngen, unter anderem mit einem gepflegten Internetauftritt. Zudem wirbt Ruffert dafür, Flüchtlinge mit offenen Armen zu empfangen.

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Marcel Ruffert ist im Veltener Rathaus mittlerweile ein oft gesehener Gast.

Quelle: Marco Paetzel

Velten. Durchschnaufen ist nach Feierabend selten drin. Eine Sitzung von Fraktion, Kreisvorstand oder Junger Union Oberhavel jagt die nächste. Eine Belastung ist das für Marcel Ruffert aber nicht. „Politik ist meine Leidenschaft“, sagt der 22-Jährige. Ruffert ist die Nachwuchshoffnung der Veltener CDU, seit September 2015 bringt er sich als Sachkundiger Einwohner im Ausschuss für Stadtentwicklung ein. Dabei geht es ihm vor allem darum, Leben ins Veltener Zentrum zu bringen. „Wir haben zu viele Brachen in der Innenstadt, da muss viel getan werden.“ Ruffert plädiert dafür, den geplanten Supermarkt im Zentrum zu bauen. Nicht zuletzt für Ältere, die in der Innenstadt wohnen, sei das wichtig. Ruffert glaubt, dass der Vollsortimenter ein Erfolg werden kann. Auch, wenn in Hennigsdorf ab Frühjahr 2017 das Ziel-Center mit einem 5000 Quadratmeter großen Kaufland-Markt lockt. „Wir haben in Velten 12000 Einwohner und Durchgangsverkehr. Das ist genug für einen Vollsortimenter.“

Erst vor einem Jahr ist Ruffert, der 2007 aus Halle (Saale) nach Velten zog, in die CDU eingetreten. Eines Abends vor dem Fernseher hatte er ein Schlüsselerlebnis, es ging in einer Sendung um die Flüchtlingskrise. „Die Bürger haben mal wieder darüber gemeckert, ohne eigene Vorschläge zu machen. Und dann wollte ich handeln.“ Ruffert plädiert dafür, Flüchtlinge im Landkreis mit offenen Armen zu empfangen. Immerhin hätten viele von ihnen Schlimmes durchgemacht. „Die kommen aus Gebieten, die heute schlimmer aussehen als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.“ Wann und wo es in Velten ein Flüchtlingsheim geben soll, ist aber unklar. Rund 360 Menschen könnten in die Ofenstadt kommen. „Wenn es soweit ist, ist es meine christliche Pflicht, zu helfen“, sagt der junge Mann. Pro Velten, die größte Fraktion in der SVV, sieht er dabei als populistisch. „Sie schüren Angst vor sozialen Unruhen.“ Generell stelle sich Pro Velten in den Sitzungen oft quer, was die Arbeit erschwere. „Es gibt aber bei denen auch Leute, mit denen man zusammenarbeiten könnte“, sagt Ruffert, ohne Namen zu nennen.

Eines seiner großen Ziele ist es, die Veltener CDU attraktiver für Jüngere zu machen. Aktuell hat der Ortsverein zwölf Mitglieder, das Durchschnittsalter liegt etwa bei Mitte 50. „Wir müssen jungen Leuten zeigen, dass man in der Politik etwas erreichen kann“, sagt Ruffert. Seit kurzem pflegen er und Parteifreund Philipp Glänzel (27) Facebook- und Internetseite des Stadtverbandes. Das sei ein Weg, die Jugend zu erreichen. Zudem denken die Christdemokraten darüber nach, wie sie sich künftig präsentieren können. Ziel sei nicht nur, den Ortverein zu verjüngen, sondern auch mehr als die bisherigen drei Sitze in der Stadtverordnetenversammlung bei der nächsten Kommunalwahl zu erreichen.

Marcel Ruffert würde dann gerne als Stadtverordneter dabei sein. Sein ganz großer Traum sind aber Bundestag und Europaparlament. „Aber bis dahin muss ich mich erstmal beweisen und Erfahrungen sammeln“, sagt der 22-Jährige. In diesem Jahr macht er erstmal seinen Abschluss als Bürokaufmann, danach will Ruffert Politik und Wirtschaft studieren.

Von Marco Paetzel

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