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Oberhavel Velten: Radfahrer dürfen auf der Straße fahren
Lokales Oberhavel Velten: Radfahrer dürfen auf der Straße fahren
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00:34 26.07.2015
In der Veltener Viktoriastraße können Radfahrer künftig entscheiden, ob sie auf dem Geh-und Radweg oder auf der Straße fahren möchten. Das entschied das Potsdamer Verwaltungsgericht gestern. Quelle: Kugler
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Velten /Potsdam

Herbe Schlappe für den Landkreis Oberhavel: Das Verwaltungsgericht Potsdam hob gestern die Radwegebenutzungspflicht für die Viktoriastraße und die L172 zwischen Post- und Uhlandstraße in Velten auf. Vier Wochen lang hat die Kreisverwaltung Zeit, in Berufung zu gehen. Tut sie es nicht, wird das Urteil rechtskräftig. Radfahrer dürften auf den beiden Straßen dann die Fahrbahn nutzen und müssten nicht mehr zwingend auf den Radweg ausweichen. Wie die Kreisverwaltung nun reagiert, dazu wollte sich Sprecher Ronny Wappler gestern noch nicht äußern.

Geklagt hatte der Veltener Sven Krein – einst Stadtverordneter für die CDU. „Der Landkreis wurde heute schön vorgeführt, das fand ich gut.“ Krein hatte schon seit Jahren gefordert, dass die Straßenverkehrsbehörde auf dem Teilabschnitt der L172 den Benutzungszwang für den Radweg aufhebt. Nach dem Neubau der Straße hatte der Landkreis den Bürgersteig auch als Radweg ausgewiesen. Für Sven Krein geht das gar nicht. Der Weg sei zu eng und wegen der Einfahrten zu den Grundstücken zu gefährlich. „Die Straße ist ja breit genug für einen Radstreifen auf der Fahrbahn. Aber da wollte der Kreis wohl Geld sparen“, sagt Sven Krein. Auf einigen Abschnitten der L172 hatte der Landkreis dem Ansinnen des Velteners schon von selbst nachgegeben.

Auch bei der Viktoriastraße gab das Gericht Sven Krein Recht. Die Kreisverwaltung schätzt den Verkehr auf der Fahrbahn als riskant für Radfahrer ein. Krein sieht das anders: „Auf der Fahrbahn fährt man hier sicherer, gerade auf der Kreuzung zum Katersteig könnten Radfahrer auf dem Gehweg umgenietet werden.“Sie sollten selbst entscheiden können, ob sie sich auf dem Radweg oder auf der Fahrbahn sicherer fühlen. Der Veltener glaubt nicht, dass die Kreisverwaltung in Berufung geht. „Sie müssen doch erkennen, dass das aussichtslos ist.“

Von Marco Paetzel

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