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Velten: Wasserschlacht der Jugendwehr

Veltener Jugendfeuerwehr feiert 30.Geburtstag Velten: Wasserschlacht der Jugendwehr

Die Jugendfeuerwehr Velten, eine Wehr mit Vorbildcharakter für anderen Feuerwehren im Landkreis, feierte am Sonnabend ihren 30.Geburtstag. Aber nur wenige Besucher kamen. Denn parallel lockten Oranienburger Stadtjubiläum und wunderbarstes Sommerwetter die Bürger raus aus der Stadt. Doch gefeiert wurde trotzdem.

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Sommertheater in Schwante

Was kann es bei Hitze schöneres geben, als eine Wasserschlacht?

Quelle: Foto: UG

Velten. Vielstimmiges Juchzen schallt über den Platz vor der Veltener Feuerwache. Eine große Wasserfontäne sorgt für eine fröhliche Wasserschlacht und glückliche Kinderaugen. Hingegen steht Stefanie Bös, der Stadtjugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Velten, ein wenig die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Hatte sie doch bei idealen Wetterbedingungen am Sonnabend auf große Beteiligung an den Feierlichkeiten zum 30.Geburtstag der Veltener Jugendfeuerwehr gehofft. Doch kamen zu den vielfältigen Jubiläumsfeierlichkeiten deutlich weniger Besucher als erwartet.

„Die Bürger nehmen uns wohl nicht richtig wahr oder das Programmangebot am Wochenende war einfach zu groß“, vermutet die engagierte Feuerwehrfrau, in Anspielung auf das Oranienburger Stadtjubiläum oder das parallele Sommerfest im Jugendclub Oase. „Trotzdem ist es ein schöner Tag.“

Der Feuerwehrnachwuchs musste seine Knotenkenntnisse unter Beweis stellen

Der Feuerwehrnachwuchs musste seine Knotenkenntnisse unter Beweis stellen.

Quelle: Ulrike Gawande

Umso mehr freute sie sich, als sie für ihre Leistung einen großen Blumenstrauß von Bürgermeisterin Ines Hübner bekam. Obendrauf gab es 100 Euro als privates Geschenk der Stadtobersten für die Jugendfeuerwehr. Denn Bös leistet mit ihrer Arbeit einen wichtigen Dienst zur Nachwuchsgewinnung der Veltener Wehr, was auch Stadtbrandmeister Heiko Nägel bestätigt: „Wir leben von der Jugend.“ Viele Kinder wechseln nach ihrer Zeit im Minilöschzug und später in der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst. Und sorgen so letztlich für die Sicherheit der Bevölkerung.

Doch trotz des Anfluges von Wehmut ließ es sich die Veltener Wehr nicht nehmen, ihren Nachwuchs zu feiern, der für viele andere Wehren im Kreis Vorbildcharakter hat. Morgens gab es einen Umzug durch die Stadt, eine große Fototorte der Bäckerei Hübsch und anschließend einen zünftigen Wettstreit der Jugendfeuerwehrteams aus Velten, Germendorf, Bergfelde, Hennigsdorf, und einem Mixteam mit Kremmener Beteiligung.

Löschangriff trocken beim 30Geburtstag der Veltener Jugendfeuerwehr

Löschangriff trocken beim 30.Geburtstag der Veltener Jugendfeuerwehr.

Quelle: Ulrike Gawande

Die Jugendlichen mussten ihre Knotenkenntnisse unter Beweis stellen, einen Feuerwehrwissenstest absolvieren, Schnelligkeit beim Löschangriff trocken zeigen, und aus verschiedenen Schlauchkupplungen und anderem Zubehör einen möglichst großen Turm errichten. Sieben Sekunden musste dieser dann seine Standfestigkeit beweisen. Bei stolzen 3,33 Meter Höhe lag schließlich der Rekord.

 Turmbau zu Velten

Turmbau zu Velten. Wettkampf der Jugendfeuerwehren.

Quelle: Ulrike Gawande

„Die schwerste Aufgabe aber war der Erste-Hilfe-Test“, weiß Stefanie Bös. Hier galt es einen Verletzten in die stabile Seitenlage zu bringen, einen Notruf abzusetzen, den Patienten zu reanimieren und dann die Vitalfunktionen zu prüfen. Anforderungen, bei denen manch Erwachsener Federn gelassen hätte. Trotz des für den Führerschein verpflichtendem Erste-Hilfe-Kurses. Als Sieger gingen die beiden Veltener Teams vom Platz, gefolgt von der Bergfelder Wehr.

Insgesamt 18 Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren zählt die Veltener Jugendfeuerwehr, die 1986 aus der AG Brandschutzhelfer der heutigen Lindern Grundschule hervorgegangen ist. Weitere 18 Kinder ab drei Jahren zählt der Minilöschzug. Der erste im ganzen Landkreis, so Bös stolz. Im kommenden Jahr wird er zehn Jahre alt.

Wieder ein Grund zu feiern. Hoffentlich dann mit mehr Gästen.

Von Ulrike Gawande

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