Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Velten Freie Fahrt durch die Ofenstadt
Lokales Oberhavel Velten Freie Fahrt durch die Ofenstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 12.07.2018
Die Markierungen der Fahrbahn werden am Dienstag nochmal von Mitarbeitern des Landesbetriebs Straßenwesen überprüft. Quelle: Robert Roeske
Anzeige
Velten

Heute Vormittag wird alles nochmal geprüft, Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenwesen werfen einen letzten Blick auf Asphalt, Linien und Wege. Dann hat die Dauerbaustelle der Ortsdurchfahrt Velten endgültig ein Ende, am Nachmittag gegen 13 Uhr wird der letzte Abschnitt ab dem Bahnübergang in Richtung Innenstadt nach der Sanierung freigegeben. Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) wird dafür in die Ofenstadt kommen, immerhin wird das Zwei-Millionen-Euro-Projekt von Land, Stadt und den Stadtwerken Velten finanziert. Es gibt auf der L172 jetzt neuen Asphalt, Schlaglöcher gehören auf der insgesamt rund 500 Meter langen Strecke der Vergangenheit an.

Das hatten die Veltener sich lange gewünscht. Die ersten Planungen für den Ausbau des letzten Abschnitts der Ortsdurchfahrt stammen schon aus dem Jahr 1999. Seither hatte das Rathaus für die Sanierung der maroden Strecke, über die auch viele Lkw rollen, gekämpft. Schon im Sommer 2016 wurde in diesem Zuge auch die Hauptkreuzung von Rosa-Luxemburg-Straße/ Berliner Straße/ Lindenstraße neu gestaltet. Mitte Juli 2014 hatte ein rechtsabbiegender Lkw hier eine 48-jährige Leegebrucherin getötet, die mit ihrem Fahrrad unterwegs gewesen war. Um die Sicherheit der Radfahrer im Kreuzungsbereich der beiden Landesstraßen zu verbessern wurde die Deckschicht abgefräst und mit einer beidseitigen Schutzstreifen-Markierung für Radfahrer versehen.

„Aus meiner Sicht ist die Straße durch die Schutzstreifen zu schmal geworden“

Genau diese Schutzstreifen sind es, die nun zumindest im letzten Bauabschnitt für Kritik sorgen. „Aus meiner Sicht ist die Straße durch die Schutzstreifen zu schmal geworden. Wenn sich zwei Lkw begegnen, sind die Radler auf den Streifen nicht sicher“, sagt Christin Schneider aus Velten. Die 31-Jährige ist mit ihrer kleinen Tochter auf dem Rad viel in der Stadt unterwegs. Die Radstreifen werde sie aber ganz sicher nicht nutzen. „Das Risiko ist mir mit dem Kind viel zu groß“, sagt Schneider.

Das sieht auch Frank Jürgens aus der Ofenstadt so, er fährt beruflich einen 5-Tonner. „Wenn sich zwei Radler und zwei Autos gleichzeitig begegnen wie in der Lehnitzstraße in Oranienburg, dann weichen die Autos entweder auf den Schutzstreifen aus oder müssen eben voll in die Bremse gehen“, sagt der Unternehmer.

Der Schutzstreifen darf von Autos überfahren werden

Irina Schmidt, Sprecherin der Kreisverwaltung, verweist indes darauf, dass der Schutzstreifen auf beiden Seiten der Straße je 1,50 Meter breit ist und gemäß der Straßenverkehrsordnung einen hinreichenden Bewegungsraum für die Radfahrer biete. Insgesamt sei für die gesamte Fahrbahn eine notwendige Mindestbreite der Fahrbahn von 6,85 Meter gefordert, tatsächlich seien Fahrbahn und Schutzstreifen nun insgesamt 7,50 Meter breit. „Der Schutzstreifen darf beim Begegnungsverkehr von Pkw und Lkw und bei zwei Lkw überfahren werden“, erklärt die Kreissprecherin.

Radfahrern ist es aber weiter auch möglich, auf dem kombinierten Geh-und-Radweg zu fahren – mit dem Schild: „Radfahrer frei“, erklärt Veltens Sprecherin Ivonne Pelz. „Damit haben Radler die freie Wahl, ob sie lieber den Weg an der Seite oder den Radfahrer-Schutzstreifen nutzen möchten“, erklärt sie. Grundsätzlich sei laut Pelz die Fahrbahn – der Schutzstreifen nicht eingerechnet – so breit, dass zwei sich begegnende PKW problemlos aneinander vorbeifahren könnten. „Beim Entgegenkommen etwa eines Lkw kann dann auf den Schutzstreifen ausgewichen werden – natürlich immer unter Berücksichtigung des Radverkehrs.“

Von Marco Paetzel

Die alte Kachelpressmaschine im zweiten Stock des Ofen- und Keramikmuseums war die Attraktion beim 113. Jahrestag des Hauses am Sonnabend. Zahlreiche Besucher ließen sich auf Sonderführungen die Räume zeigen, unter anderem auch die Räume der stillgelegten Fabrik.

11.07.2018

Ein VW Lupo brannte in der Nacht zu Sonntag in der Berliner Straße in Velten aus. Der Fahrer konnte den Wagen noch stoppen und sich retten. Allerdings hatte er 1,65 Promille im Blut. Die Polizei klärt auch, ob ein Dieselkanister etwas mit dem Brand zu tun hat.

08.07.2018

Der Kreistag befasste sich mit einer neuen Oberschule für Lehnitz und mit der Übernahme der Barbara-Zürner-Oberschule Velten.

09.07.2018
Anzeige