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Velten Wie geht es mit dem Vereinsheim des Veltener Rugbyclubs weiter?
Lokales Oberhavel Velten Wie geht es mit dem Vereinsheim des Veltener Rugbyclubs weiter?
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08:23 29.08.2018
Das bisherige Vereinsheim des Rugbyvereins Velten ist sichtbar in die Jahre gekommen. Quelle: Enrico Kugler
Velten

Seit mehr als drei Jahren beschäftigt das Thema eines neuen Vereinsheims für den Veltener Rugbyclub Empor 1969 die Politiker der Stadt. Auch im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag stand das Thema „Neubau eines Sozialgebäudes auf dem Rugbyplatz“ wieder auf der Tagesordnung. Als Sachstandsbericht von Bauamtsleiter Berthold Zenner.

Nach Planerwechsel wird alles überprüft

Er erklärte, dass es im vergangenen Jahr einen Planerwechsel gegeben habe, da der vorherige aus persönlichen Gründen zurückgetreten sei. Daraufhin habe das neue Planungsbüro Entwurf und Genehmigungen noch einmal auf Plausibilität geprüft, überarbeitet und im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung (TGA), speziell im Bereich Sanitär und Lüftung angepasst, erklärte Zenner den Ausschussmitgliedern. So müsse auf Grund der Höhenverhältnisse des Grundstücks in der Wagnerstraße auch ein Pumpwerk für das Abwasser in dem geplanten Gebäude eingebaut werden. Durch den privaten Ausbau der Wagnerstraße für ein Einfamilienhausgebiet gegenüber des Rugbyplatzes würden jedoch bereits sämtliche Hausanschlussleitungen am Grundstück liegen, informierte Zenner weiter.

Änderung des Flächennutzungsplanes genehmigt

Durch den Landkreis genehmigt wurde immerhin schon die für den Bau des neuen Rugbyvereinsheims benötigte Änderung des Flächennutzungsplanes, da sich das Gelände im Bauaußenbereich befinde. „Wenn die Änderung rechtskräftig ist, kann der Bauantrag gestellt werden“, so Zenner. Erstmals in diesem Jahr wurde auch ein Verkehrsanlagenplan erstellt, der benötigte Stellplätze, Wege, Außenanlagen und Angaben zur Versickerungsflächen für Niederschlag enthalte.

Knackpunkt: Kosten

Doch der Knackpunkt ist, dass jetzt noch einmal die Kosten auf den Prüfstand müssen. Bisher habe nur ein Vorentwurf für den Bau verbunden nur mit einer Kostenschätzung vorgelegen, so Zenner. Erst mit der Entwurfsplanung würden verlässlichere Angaben zu den Kosten vorliegen. Er gehe von Mehrkosten von rund 300.000 Euro aus. Ursprünglich war der neue 500 Quadratmeter große Bau für rund 1,5 Millionen Euro am Rande des Spielfeldes geplant gewesen. Das Herzstück soll ein etwa 90 Quadratmeter großer Clubraum werden, an den sich Getränkelager, Küche und Kühlkammer anschließen. Geplant waren außerdem fünf Umkleideräume für die Mannschaften, genau wie ein kleines Büro, eine Schiedsrichterumkleide und ein Fitnessraum. Vorgesehen war im Zuge der Baumaßnahmen auch der Neubau einer etwa 90 Quadratmeter großen Tribüne sowie Spielerunterstände und ein Volleyballplatz.

Ein Neubau ist bitter nötig

Der Neubau ist bitter nötig, da die alten metallenen Containergebäude, die 1999 bereits gebraucht angeschafft wurden, auf dem Rugbyplatz in die Jahre gekommen sind. Auch die Heizung funktioniert im Winter nicht verlässlich. Eine Sanierung erschien daher bereits 2015 der Stadtverwaltung als unwirtschaftlich. Eigentlich sollte der gesamte Bau aber nur rund 850.000 Euro kosten und wieder in Containerbauweise errichtet werden. Die Stadtverordneten plädierten jedoch bei ihrer Entscheidung Ende 2015 für einen Neubau in Massivbauweise (Kostenpunkt 1,5 Millionen Euro), der zwar nachhaltiger, aber auch doppelt so teuer ist.

Massiv oder Modulbauweise

Nun kommt diese Entscheidung noch einmal auf den Prüfstand. Mit einer Modulbauweise würden sich sowohl Kosten einsparen lassen, so der Bauamtsleiter, als auch sei so der geplante Fertigstellungstermin 2019 zum 50-jährigen Bestehen des Vereines eher realisierbar, als mit einem Gebäude in massiver Bauweise. „Wenn die Kosteneinsparungen nicht durch die Modulbauweise realisierbar sind, dann müssen wir mit dem Verein sprechen, ob woanders eingespart werden kann“, erläuterte Zenner. Oder aber es müsse ein neuer Beschluss mit der Kostensteigerung gefasst werden, ergänzte Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD), zudem seien die Mehrkosten noch nicht in den Haushalt 2019 eingepreist.

Von Ulrike Gawande

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