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Velten Die Ofenstadt boomt
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01:16 14.01.2019
Neujahrsempfang in Velten: Bürgermeisterin Ines Hübner begrüßte am Freitag 300 Gäste und ehrte Veltener für ihr ehrenamtliches Engagement. Quelle: Robert Roeske
Velten

Die Ofenstadt-Halle war festlich geschmückt, das Licht gedimmt. Am Eingang begrüßte Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) die Gäste persönlich. Rund 300 von ihnen waren gekommen, Vertreter aus Politik, Vereinen oder der Wirtschaft waren der Einladung zum Neujahrsempfang gefolgt. „Kaum einmal hat es in der Veltener Geschichte eine Zeit gegeben, in der es unserer Stadt besser ging als heute“, verkündete Ines Hübner in ihrer traditionellen Ansprache.

Die Steuern sprudelten 2018 wie lange nicht mehr, was vor allem den Unternehmen der Ofenstadt zu verdanken sei. Seit 2011 sei auch die Zahl der Arbeitslosen um fast die Hälfte zurückgegangen, genau wie die Schulden der Stadt. Zudem hat Velten rund zehn Millionen Euro an Rücklagen. „Wir sind damit gut aufgestellt für die künftigen Herausforderungen an eine wachsende Stadt“, so Ines Hübner. Und Velten wächst tatsächlich: 2018 sei das Jahr des stärksten Wachstums in den letzten fünf Jahren gewesen. „Mehr als 125 Einwohner mehr – das ist beachtlich.“ Deshalb werde die Stadt 2019 auch rund acht Millionen Euro investieren, ebenfalls mehr als in den Vorjahren.

Rund 300 Gäste kamen am Freitag zum Veltener Neujahrsempfang in der Ofenstadt-Halle. Die frohe Botschaft von Bürgermeisterin Ines Hübner lautete, dass es der Stadt so gut wie nie geht. Scharf kritisierte sie hingegen das Hass-Video gegen sich und Stadtverordnete.

Die Bürgermeisterin erneuerte eine alte Forderung: Den S-Bahn-Anschluss werde man weiter unablässig einfordern werden. „Und zwar genau so lange, bis die gelb-roten Züge endlich wieder in Velten einrollen!“ Außerdem würden in den kommenden Jahren erhebliche Mittel in die Umbau und Neubau der Kitas fließen. Es wird einen Erweiterungsbau für die Kita „Kinderland“ geben, genau wie einen Kita-Neubau im Wohngebiet Velten-Süd. Zudem wird die Kita „Villa Regenbogen“ umgebaut. Die Löwenzahn-Grundschule bekommt einen Erweiterungsbau, vor dem Rathaus entsteht ein neuer Spielplatz.

Grundstücke für Familien sollen geschaffen werden

Es wird 2019 noch mehr gebaut: Unter anderem das lang ersehnte Sozialgebäude auf dem Rugby-Sportplatz. „Straßen und Wege werden ausgebaut, darunter der nicht weniger lange geforderte Radweg zum Bernsteinsee. Dort werden außerdem die Sanitärgebäude modernisiert und die Wasserqualität des Badesees erheblich verbessert“, erklärte die Bürgermeisterin. Um Baugrundstücke für Veltener Familien zu sichern, plant die Verwaltung zudem, Flächen am ehemaligen Johannesstift zu reaktivieren. „Neue Wohngebiete werden genauso entstehen wie eine Seniorenresidenz.“ Auch der erste Bürgerhaushalt Veltens werde vorbereitet. „Wir hoffen dabei auf viele tolle Ideen von Ihnen allen“, so Veltens Bürgermeisterin.

Sie blickte auch auf 2018 zurück: Der Bahnhofsumbau, die Fertigstellung der Berliner Straße und Hafenstraße oder die 1,4 Millionen Euro vom Land, die die Zukunft des Museumsstandortes sichern. Ines Hübner erinnerte auch an 50 Jahre Städtepartnerschaft, 50 Jahre Tischtennis-Sport in Velten oder 25 Jahre Seniorenverband und Atlantis-Verein.

Empörung über das Hass-Video

Überraschenderweise ging die Bürgermeisterin Ines Hübner auch auf dass Hass-Video ein, dass Velten Anfang Mai erschüttert hatte. Sechs Stadtverordnete und die Bürgermeisterin Ines Hübner tauchen darin mit Kreuz auf der Stirn auf. Das fassten sie als Todesdrohung auf, die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen aber ein. „Ich lasse mich nicht einschüchtern und werde meinen Wählerauftrag mit ganzer Kraft und frohen Herzens erfüllen“, so Hübner. Hass und Hetze seien Bremsklötze auf dem Weg in die Zukunft. „Möge das Jahr 2019 ein gutes, vitales und bereicherndes Jahr für unsere Stadt sein!“, so Hübner.

Auf der Bühne gab es aber am Freitag noch mehr zu sehen: Die Veltener Countryband „Pat&Bell“ unterhielt die Gäste, Zauberer Marc Wilke zeigte seine Tricks.

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