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Velten Die Ofenstadt gestern und heute
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16:54 07.08.2018
Eva Pawelski hält einen Fotostapel von Privathäusern in Velten vor und nach ihrer Sanierung. Quelle: Marco Paetzel
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Velten

Es ist erstmal nur eine Theorie, sagt Eva Pawelski. „Das ist eine Kiste, die mich wahnsinnig interessiert.“ Mit einem Kugelschreiber skizziert sie das Areal zwischen Kirche, Mittelstraße, Viktoria- und Luisenstraße auf einem A4-Blatt. Drei der Häuser an den Ecken des Gebietes, unter anderem Malenz oder der Bioladen, hätten allesamt keine scharfe Häuserkante samt Giebel. Gehörten sie vielleicht einmal zusammen? „Hier könnte mal der Ursprung von Velten gewesen sein, um den herum alles andere gebaut wurde“, vermutet Eva Pawelski. Möglich ist das: Anfang des 19. Jahrhunderts war die Ofenstadt ein Dörfchen samt Kirche und Anger, an dem eine Handvoll Hofwirtschaften standen.

Ihrer Theorie will Eva Pawelski intensiver auf den Grund gehen. Mitte Juli hat die 73-Jährige für solche Fragen einen Geschichtskreis gegründet. Etwas ähnliches, geschweige denn ein Stadtarchiv, gibt es in Velten bislang noch nicht. Zum ersten Treffen im Kommunikationszentrum kamen im Juli elf Interessierte, Eva Pawelski hatte einen Stapel Fotos aus ihrer Privatsammlung mitgebracht. Sie zeigen allesamt Häuser in der Ofenstadt, vor und nach ihrer Sanierung.

Viele Häuser, viele Geschichten

So wie das Haus in der Breiten Straße 42, in dem mal ein Konsum war. Noch vor ein paar Jahren hatte es eine schmuddelig-graue Fassade. Heute erstrahlt das Haus, Baujahr 1914, in einem schönen Gelb. Oder das ehemalige Keglerheim, in dem heute das Gasthaus „Zum alten Wilhelm“ von Wirt Michael Hornburg ist. Oder die alte, mittlerweile abgerissene, Molkerei Mittelstraße/Ecke Kantor-Gericke-Straße. Es geht dem Geschichtskreis nicht nur darum, die Geschichte solcher Gebäude in der Ofenstadt zu ergründen. „Es geht uns auch darum, wer die Menschen waren, die darin gelebt haben“, sagt Eva Pawelski, die für die CDU in der Veltener Stadtverordnetenversammlung sitzt.

Ihr geht es mit dem Geschichtskreis vor allem darum, ein positives Signal auszusenden und zu zeigen, wieviel sich in Velten zum Guten gewandelt hat.„Es wird immer nur geschimpft, dass nichts getan und gemacht wird.“ Sie wolle zeigen, wie gut sich die Ofenstadt in den vergangenen Jahren entwickelt hat. „Die Leute sollten mit offenen Augen durch die Stadt gehen und freuen, dass sich hier soviel getan hat.“

Das nächste Treffen findet im November statt

Im November soll es wieder ein Treffen des Geschichtskreises geben. Dann können die Mitglieder schon erste Erkenntnisse über die Gebäude auf den Fotos austauschen, inklusive ihrer Bewohner von einst und heute. „Jeder kümmert sich um ein Haus und schreibt mal die Geschichte auf“, so Eva Pawelski. Dafür müssen die Mitglieder des Geschichtskreises mit älteren Veltenern reden, die Besitzer der Häuser inklusive. Manchmal geht das fast von selbst. In dieser Woche sprach Eva Pawelski ein Veltener an, der einst in der heutigen Ruine in der Breiten Straße neben dem griechischen Restaurant, gewohnt hat. „So kann man Geschichten aufschreiben, die sonst für immer verloren wären.“ Ob aus all den Bildern und Geschichten einmal eine Ausstellung oder gar ein ganzes Buch werden könnte, das kann Eva Pawelski heute noch nicht sagen. „Aber das“, sagt die Veltenerin, „werde ich nicht mehr erleben.“

Von Marco Paetzel

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