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Velten Kritik an Bürgerwehr der NPD in Velten
Lokales Oberhavel Velten Kritik an Bürgerwehr der NPD in Velten
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01:15 01.03.2019
Robert Wolinski (NPD) aus Velten organisiert eine Bürgerwehr. Quelle: Enrico Kugler
Velten

Eine Bürgerwehr mit orangefarbenen Warnwesten patrouilliert in diesen Tagen durch die Ofenstadt, wenn es Nacht wird. Dahinter steckt der NPD-Stadtverordnete Robert Wolinski, der eine deutschlandweite Kampagne der rechtsextremen Partei in der Ofenstadt umsetzt. „Es gibt so viele Interessenten, dass die Westen für solche Streifen nicht ausreichen und ich nachbestellen muss“, erklärt Wolinski. In Veltens Rathaus ist man alarmiert. „Das autarke Einrichten sogenannter ,Schutzzonen’ durch NPD-Funktionäre sieht die Stadt Velten sehr kritisch“, so Sprecherin Ivonne Pelz. Man habe Ordnungsamt und Polizei informiert.

Eine wirkliche Bedrohung gibt es in Velten offenbar nicht: Schon 2016 hatte sich SPD-Fraktionschef Frank Steinbock für die Einrichtung einer Sicherheitspartnerschaft – ehrenamtliche Bürger, die patrouillieren – eingesetzt. Doch damals erklärte Hennigsdorfs Wachenchef Stefan Boye, dass es statistisch gesehen keine Anhaltspunkte für eine erhöhte Bedrohungslage gab. Deshalb, und wegen mangelnden Interesses der Bürger, wurde das Projekt nicht weiterverfolgt. Eine Lücke, in die nun die NPD stößt.

„Schafft Schutzzonen“ erinnere an die SS

Der Name der NPD-Kampagne, „Schafft Schutzzonen“, wecke Assoziationen: Die Abkürzung, die sich aus den ersten beiden Buchstaben des Namens ergibt, lasse an Hitlers Schutzstaffel SS denken, erklärt John Roeder vom Mobilen Beratungsteam in Neuruppin. Es gehe um die Schaffung „national befreiter Zonen“. „Diese Orte sollen auf Menschen, die nicht in das rechtsextreme Welt- und Menschenbild passen, als Angstzonen und No-Go-Areas wirken.“

Er sehe die Bürgerwehren als PR-Kampagne. Meist würden sich vier bis fünf Männer treffen, darunter zumeist ein führender, vor Ort verankerter NPD-Kader. „Sie machen Fotos davon, wie sie an vermeintlichen ,Brennpunkten migrantischer Kriminalität’ durch die Straßen laufen und gehen wieder nach Hause, um die gemachten Bilder mit einer stark übertriebenen Beschreibung der Aktion bei Facebook zu veröffentlichen“, so John Roeder. Er rät bei der Kampagne zu Aufmerksamkeit und Aufklärung, aber auch zu Gelassenheit. „Solche Aktionen beschädigen zwar auch immer ein Stück weit das Image eines Ortes, aber lassen sich schwer verhindern.“

Von Marco Paetzel

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