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Velten Rundgang bei Stadler-Pankow
Lokales Oberhavel Velten Rundgang bei Stadler-Pankow
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18:39 11.02.2019
Stadler-Chef Torsten Trogisch, Stadtwerke-Chef Michael Kühne, Landtagsabgeordneter Detlef Baer, SPD-Kreistags-Fraktionschef Andreas Noack und Bürgermeisterin Ines Hübner (v.l.) schauten sich das Gelände an, das im Jahr 1927 erbaut wurde. Quelle: Fotos: Marco Paetzel
Velten

Ganz langsam drückt Ines Hübner den Hebel nach vorne, der Zug kommt ins Rollen. „Nicht ganz so schnell bitte“, deckelt sie ein Mitarbeiter sanft. Mit nur zehn Stundenkilometern rollt der Zug mit der Bürgermeisterin im Cockpit über das Veltener Betriebsgelände von Stadler Pankow. Neben ihr stehen der SPD-Landtagsabgeordnete Detlef Baer und SPD-Kreistagsfraktionschef Andreas Noack sowie Stadtwerke-Chef Michael Kühne. Es ist ein Regionalzug des Typs Flirt, der einmal in Baden-Württemberg fahren soll. 66 Fahrzeuge davon hat das Bundesland geordert, im Veltener Standort werden sie in Betrieb genommen. „Wir hauchen den Fahrzeugen hier Leben ein“, erklärt Mitarbeiter Denis Wedekind.

Rundgang über das Firmengelände

Er führte die kleine Delegation am Montag über das Unternehmensgelände, hier arbeiten rund 160 Mitarbeiter. Die Niederlassung ist eine Außenstelle von Stadler-Pankow, das unter anderem für den Export von Straßen- und Stadtbahnen in die ganze Welt zuständig ist. In Berlin-Pankow werden diese Bahnen entwickelt und gebaut. In Velten werden die Schienenfahrzeuge in Betrieb genommen. Geprüft werden die Züge hier auf einer Teststrecke, die Fahrten bis zu 120 Stundenkilometer erlaubt. Die Inbetriebnahme von Zügen ist heutzutage extrem aufwendig, weil immer mehr Software in den Bahnen ihre Arbeit tut. Insgesamt 12 Züge werden derzeit auf den Gleisen des Unternehmensgeländes auf Herz und Nieren geprüft. Unter anderem stehen hier Berliner U-Bahnen (54 wurden geordert), oder auch S-Bahnen für die Hauptstadt. Dieser Großauftrag umfasst 106 Fahrzeuge.

Die neue Halle misst 170 Meter

Der erste Weg beim Firmenrundgang führte in die neue rund 170 Meter lange Halle, die das Unternehmen im vergangenen Jahr fertiggestellt hatte. Hier stehen derzeit Wagenteile des Zugtyps „Flirt“, der hier in Betrieb genommen wird. Die Wagen, weiß-gelb lackiert, stehen auf zwei sogenannten Null-Gleisen. „Das heißt, dass man auf diesem Gleis die Fahrzeuge vermessen kann“, erklärt Denis Wedekind. Um das sicherzustellen, dürften die Gleise eine maximale Abweichung in der Höhe von einem Millimeter haben. Einmal im Jahr kommen Experten ins Unternehmen, um die Gleise neu zu vermessen. „Dann werden die Gleise mit Beilagen so gepackt, dass sie wieder auf der Ebene nivelliert sind“, erklärt der Stadler-Mann. Wenn ein Fahrzeug etwas schräg stehen würde, würde ansonsten der obere Teil des Wagenkastens rausragen. Es komme also auf jeden Millimeter an.

Damit die Mitarbeiter auch auf dem Dach des Fahrzeuges arbeiten können, gibt es ein Sicherheitsgeschirr, an dem sie sich festmachen können. „Das ist wie im Auto ein Gurt, das ist die Lebensversicherung für den, der auf dem Dach läuft“, erklärt Wedekind. Für die Arbeit an der Unterseite der Züge gibt es einen 30 Meter langen Graben, in dem man die komplette Unterseite einmal ablaufen kann. Auch das Gewicht der Züge kann hier vermessen werden, dafür sorgen mobile Radlastwagen. Kontrolliert werden in Velten alle Teile und Systeme des Zuges: Vom WC über die Türen oder die Sitze bishin zu Dingen wie der Klimaanlage oder der Zugsicherung. Etwa sieben Wochen lang wird ein Zug in der Veltener Niederlassung durchgecheckt, ehe er dem Kunden übergeben werden kann.

Mehr Tempo für die S-Bahn

Der Landtagsabgeordnete Detlef Baer (SPD), der den Rungang organisiert hatte, war beeindruckt vom Firmengelände, das Stadler Pankow im Jahr 2002 übernommen hat. Der Schienenfahrzeugbau sei wichtig für die Wirtschaft des Landes Brandenburg, so Baer. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch die S-Bahn, die als Teil des Nahverkehrsplans wieder an die Ofenstadt angeschlossen werden soll. Wann das aber genau geschieht, ist bislang noch unklar. „Wir wollen Gespräche führen, um den S-Bahn-Anschluss zu beschleunigen“, erklärte der SPD-Mann.

Von Marco Paetzel

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