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Velten Tafel-Kunden wollen nicht im Freien warten
Lokales Oberhavel Velten Tafel-Kunden wollen nicht im Freien warten
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00:24 06.12.2018
Vor dem Bürgerhaus in Velten-Süd gibt es donnerstags oft lange Schlangen von Tafelkunden. Quelle: Marco Paetzel
Velten

Es ist ein wahrer Brandbrief, gespickt mit Unterschriften. Rund 40 Kunden der Veltener Tafel haben sich an dem Schreiben beteiligt, das ans das Veltener Rathaus gehen soll. Darin werden feste Räume für die Tafel im Bürgerhaus Velten-Süd gefordert. „Kranke, Alte, Behinderte sowie kleine Kinder [...] müssen bei Hitze oder Regen, Kälte oder Schnee oft eine Stunde und mehr im Freien stehen“, heißt es in dem Brief, dessen Absender anonym bleiben will. Auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel seien davon betroffen. Die Autoren des Briefes wenden sich direkt an Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner: „Seit längerer Zeit lassen Sie, Frau Bürgermeisterin, die „Tafelgänger“ im Regen stehen. Manchmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes“, heißt es in dem Schreiben.

Die Stadtverwaltung will die Sache prüfen

„Wir werden das Schreiben zum Anlass nehmen, die Sache nochmal zu prüfen“, erklärt Ivonne Pelz, Sprecherin der Verwaltung. Sie verweist aber darauf, dass das Bürgerhaus den Wartenden jederzeit offenstehe. Keiner müsse frieren.

Auch Viola Knerndel, die Leiterin der Oranienburger Tafel, hat den Brief gelesen. „Es gibt mir natürlich zu denken, dass da so viele Leute unterschrieben haben“, sagt sie. Doch solche Beschwerden haben sie selbst von den Leuten vor Ort noch nie gehört, dabei hat die Tafel seit 2001 eine Ausgabestelle in Velten – seit etwa sieben Jahren ist dies das Bürgerhaus in Velten-Süd. Doch sie kann das Problem nicht nachvollziehen. In den wärmeren Monaten würden die Tafelkunden direkt von einem Lkw aus bedient, im Winter gibt es einen Raum im Bürgerhaus, für den allerdings der Fahrstuhl benutzt werden muss. „Das machen wir wirklich nur im Winter, weil wir den Fahrstuhl dann etwa 30 Minuten für den Transport der Lebensmittel in den Raum blockieren. Und dann beschweren sich die Rentner, die ihn nutzen wollen“, so Knerndel.

Es gibt mitunter lange Schlangen

Es stimme aber durchaus, dass es mitunter lange Schlangen gebe und Leute mal draußen stehen müssten. Schließlich sei der Raum im Bürgerhaus nicht groß genug, damit alle Tafelkunden gleichzeitig dort warten könnten. „Das Problem ist aber, dass viele Leute schon lange vor der Ausgabe kommen, um genau zu schauen, was wir an Lebensmitteln ausladen und was zu haben ist“, so die Tafel-Leiterin.

Jeden Donnerstag um 13 Uhr beginne die Ausgabe, die etwa eine Stunde dauere. „Wenn alle regulär zum Beginn der Ausgabe um 13 Uhr kommen würden, dann würde es auch keine langen Wartezeiten geben“, sagt Viola Knerndel. Auch sie verweist darauf, dass die Tafelkunden im Bürgerhaus sitzen und warten könnten, statt in der Schlange zu stehen. „In der ersten Etage gibt es auch Sitzplätze“, sagt die Tafel-Chefin. Zwar könne die Ausgabestelle theoretisch auch in den ersten Stock verlegt werden, doch dann werde wieder der Fahrstuhl blockiert. Aus ihrer Sicht bleibe also alles so, wie es ist. Viola Knerdel ruft die Tafelkunden auch zur Fairness auf: „Wir machen das freiwillig und bieten den Leuten eine reichhaltige Warenpalette an.“

Von Marco Paetzel

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