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Velten Zehn Millionen Euro für die Ofenstadt
Lokales Oberhavel Velten Zehn Millionen Euro für die Ofenstadt
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18:19 07.11.2018
Bürgermeisterin Ines Hübner blickt auf die kommenden Monate voraus. Quelle: SPD Velten
Velten

Das Jahr geht in der Ofenstadt auf die Zielgeraden, am heutigen Donnerstag legt die Stadtverwaltung den Stadtverordneten den neuen Haushalt vor. Die MAZ sprach mit Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) über die großen Projekte der Zukunft, den S-Bahn-Anschluss und das Verhältnis zu Pro Velten.

Bauvorhaben: Im kommenden Jahr hat Velten Investitionen von rund 10 Millionen Euro geplant. So sieht es der Entwurf des städtischen Haushalts für das Jahr 2019 vor. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Bildungseinrichtungen, also vor allem die Schulen und Kitas. „Im Vordergrund steht der Ausbau von Kitaplätzen“, so Ines Hübner. Noch in diesem Jahr werde der zweite Abschnitt des Spielplatzes an der Kita „Kunterbunt“ fertig. „Aber auch die Infrastruktur wollen wir weiter entwickeln: Wilhelm-, Seydlitz- und Grünstraße werden ausgebaut, der Radweg zum Bernsteinsee endlich errichtet und die Kochstraße soll einen neuen Gehweg erhalten.“ Außerdem laufen die Planungen für die Sanierung und Erweiterung der Skateranlage und auf dem Sportplatz an der Wagnerstraße soll ein neues Sozialgebäude für die Sportler entstehen. „Außerdem wollen wir den Jugendclub sanieren und das Außengelände neu gestalten.“

Der Stand in Sachen S-Bahn-Anschluss: „Sowohl Ministerpräsident Dietmar Woidke als auch Infrastrukturministerin Kathrin Schneider haben inzwischen mehrfach deutlich gemacht, dass der S-Bahn-Lückenschluss für Velten kommt“, so die Bürgermeisterin. Die Planungen für den für den Korridor RE6/S25 seien beauftragt und in Arbeit. Geprüft werde also aktuell, wie und wann der Anschluss gelingen kann. „Das geht nicht von heute auf morgen. Aber die ersten großen Schritte auf dem richtigen Weg sind gemacht.“

Die Zukunft des Supermarktes im Zentrum: „Der Aufstellungsbeschluss ist gefasst. Daran arbeitet die Verwaltung aktuell“, so Ines Hübner. Klar sei, dass die Innenstadt nur durch die Kundenfrequenz eines Vollsortimenters aktiviert werden kann. Darüber hinaus seien mehr als 30 weitere Maßnahmen geplant. Einige – wie die Sanierung des Bahnhofs, der Parkplatz in der Viktoriastraße und das neue Kommunikationszentrum seien schon umgesetzt. Andere stünden kurz bevor. „Dazu zählt der neue Spielplatz neben dem Rathaus; die Spielgeräte sind schon bestellt, Anfang 2019 wird gebaut. Und dazu gehört auch der Umbau des Marktplatzes, für den wir schon viele Bürgerwünsche eingesammelt haben.“

Die Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Marktplatzes: „Ganz persönlich wünsche ich mir einen barrierefreien und vor allem gemütlichen Platz für unsere Stadtmitte. Ein Platz, auf dem sich alle wohl fühlen, den sie gerne besuchen wollen. Ein Platz, der quasi das Wohnzimmer von Velten wird“, sagt Ines Hübner. Die Veltener hätten noch einmal Gelegenheit, über die ersten Ideen für den Marktplatzumbau mit uns und mit den Planern zu diskutieren: Am Mittwoch, 14. November lädt die Stadt zu einer Planungswerkstatt ein. Sie beginnt um 18 Uhr im Kommunikationszentrum in der Viktoriastraße. „Alle sind herzlich eingeladen, hier mit uns zu diskutieren“, sagt Ines Hübner.

Die Entlassung von REG-Chef Carsten Lecke wegen Unregelmäßigkeiten und seine Nachfolge: „Es handelt sich um ein laufendes Verfahren, dessen Ergebnisse abzuwarten bleiben“, so Ines Hübner. Vorläufig sei die Nachfolge geregelt: Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Kühne hat die Geschäfte übernommen. „Alle weiteren Entscheidungen obliegen dem Aufsichtsrat.“

Die Kündigung der FAM Hausmeister Dienste GmbH, die Schulen, Kitas und die Ofen-Stadthalle gereinigt hatte: „Wir haben sehr schnell mehrere neue Reinigungsfirmen gefunden. Die Zufriedenheit mit der Reinigung in den Einrichtungen ist jetzt wieder besser“, so die Bürgermeisterin. So solle es schließlich auch sein. „Meine Mitarbeiter haben den Übergang sehr professionell geregelt, dafür möchte ich mich sehr bedanken.“

Das „Einheimischenmodell“, das Wohnraum für junge Familien schaffen soll: „Die ersten Schritte haben wir dafür schon unternommen. So stellen wir gerade die Anträge ans Land, Mittel aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb dafür zu erhalten“, so die Bürgermeisterin. Das Geld solle in die Beräumung des Grundstückes des ehemaligen Johannesstifts fließen. „Außerdem wollen wir 2019 eine Richtlinie zur Vergabe von Grundstücken nach dem Einheimischenmodell auf den Weg bringen. Ziel ist es, dass junge Veltener Familien auch in ihrer Heimatstadt bauen können.“

Die dauerhaft angespannte Beziehung zu Pro Velten: „Ich finde vor allen Dingen, dass polemische Stimmungsmache Velten nicht voran bringt“, so die Bürgermeisterin. Man dürfe auch nicht vergessen: Das habe eine negative Außenwirkung. „Ich kann nur – so wie ich es auch in der Vergangenheit schon getan habe – erneut dazu aufrufen, sich respektvoll und mit gegenseitiger Wertschätzung zu begegnen. Es geht schließlich um unsere Stadt.“

Von Marco Paetzel

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